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Aktuell24. November 2021

7 Skills, die Digital Leader in Zukunft brauchen

Die Arbeitswelt verändert sich stark. Neue Fähigkeiten gewinnen im digitalen Zeitalter nach COVID-19 an Bedeutung. Digital Leader müssen deshalb ihre persönlichen Skills stärken, die in Zukunft eine zentrale Rolle spielen werden. Sven Ruoss, Studiengangsleiter CAS Digital Leadership HWZ, erklärt, worauf es ankommt.

Die Pandemie hat unseren privaten und beruflichen Alltag in den letzten 18 Monaten geprägt. Durch COVID-19 wurde allen bewusst, dass wir in der VUCA-Welt leben, in der vieles unbeständig, unsicher, komplex und mehrdeutig ist. Die steigende Digitalisierung und die VUCA-Welt sind schwierige Rahmenbedingungen sowohl für das Management von Organisationen als auch auf individueller Mitarbeiterebene. In dieser sich verändernden Welt sind neue Skills gefragt, in die investiert werden soll. Im Folgenden werden sieben Skills aufgeführt, die man gemäss unterschiedlichsten Studien im digitalen Zeitalter nach COVID-19 haben muss.

1. Vertrauen

Viele Mitarbeitende haben in den letzten 1,5 Jahren im Homeoffice gearbeitet. Die Kontrolle der Mitarbeitenden war dadurch nur begrenzt möglich. Das Vertrauen in den Leistungswillen und das Engagement der allermeisten Mitarbeitenden war mehr als berechtigt. Dieses gesteigerte Vertrauen zwischen Führenden und Mitarbeitenden soll auch im «New Normal» beibehalten werden. Gemäss einer Studie des Fraunhofer IAO ist Vertrauen die wichtigste Kompetenz von Führungskräften im Zeitalter nach Corona.

2. Lernfähigkeit

Gemäss World Economic Forum benötigen 50 Prozent aller Beschäftigten neue Skills bis 2025. Die Mehrheit der Jobs unserer Kinder gibt es heute noch nicht. Die Digitalisierung verändert zahlreiche Berufsbilder, lebenslanges Lernen ist daher eine Grundvoraussetzung für beruflichen Erfolg. Es gilt, jeden Tag Neues zu lernen.

Skills im Digital Age

3. Kommunikationsfähigkeit

In der hybriden Arbeitswelt wird eine wertschätzende Kommunikation und Interaktion auf allen Kanälen eine noch zentralere Rolle als vor Corona spielen. Gemäss einer Studie des Fraunhofer IAO gehört Kommunikationsfähigkeit neben Vertrauen zu den absoluten Spitzenreitern in Bezug auf zukünftig erforderliche Kompetenzen von Führungskräften.

4. Kreativität

In der Zukunft erledigen Maschinen insbesondere monotone und repetitive Vorgänge. Der Mensch muss sein USP «Kreativität» stärker einsetzen. Er muss sich Neues ausdenken können und neue Geschäftsmodelle erfinden und ausprobieren. Dabei gilt es auch, das Bestehende kritisch zu hinterfragen.

5. Agilität

Kundenbedürfnisse und die Unternehmensumwelt ändern sich immer schneller. Aus diesem Grund erhöhten Unternehmen ihre Agilität, um notwendige Veränderungen schneller einzuführen. Dies bedingt jedoch auch eine höhere Agilität und Flexibilität auf Stufe Mitarbeitende.

6. Kollaboration

Das Denken in Silos und Pyramiden führt in der VUCA-Welt nicht mehr zu Erfolg. Kundenorientierte Organisationen sind geprägt von Netzwerkstrukturen mit funktionsübergreifenden Teams. Die Zusammenarbeit jenseits des klassischen Bereichsdenkens gewinnt im New Normal an Bedeutung. Der individuelle Star verliert an Bedeutung, da nur das Team gewinnen kann.

7. Medienkompetenz

Die Informationsflut steigt. Immer mehr Zeit verbringen wir mit digitalen Medien. Eine informierte Gesellschaft benötigt eine hohe digitale Informations- und Nachrichtenkompetenz. «Digital Well-being» wird wichtiger. Wir müssen lernen, mit digitalen Medien bewusst umzugehen.

The Expert: Sven Ruoss

Sein Berufsweg führte Sven Ruoss von der Beratungs- in die Medienbranche. Seit mehreren Jahren arbeitet er hauptberuflich im Bereich Business Development bei verschiedenen Medienunternehmen in der Schweiz (Tamedia, watson, Ringier) und setzt sich für die digitale Transformation in der Medienbranche ein. Nebenamtlich ist Ruoss als Studiengangsleiter des CAS Digital Leadership HWZ und als Dozent am Institute for Digital Business der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich engagiert. Sein Betriebswirtschaftsstudium schloss Ruoss 2008 als M.A. in Marketing, Services and Communication Management an der Universität St. Gallen (HSG) ab.

 

Dieser Beitrag ist als Erstpublikation im Rahmen der Connecta Bern auf dem Blog der Post erschienen. Es handelt sich hier um eine Zweitpublikation.

Mehr über den Studiengang CAS Digital Leadership HWZ erfahren:

 

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