Campus12. Dezember 2017

Aussergewöhnliche Eventkonzepte im sechsten Semester

Die Bachelor–Studierenden in Business Communications des sechsten Semesters hatten die Aufgabe, in Gruppen ausführliche Eventkonzepte zu erstellen. Herausgekommen sind spannende, kreative und gehaltvolle Arbeiten, die begeistern. Wir haben bei Dozent Mark Strähl und bei Studentin Gloria Bacher nachgefragt, wie diese Arbeiten entstanden sind.

Mark Strähl, welche Vorgaben hatten die Studierenden von Ihnen, um ihre Eventkonzepte zu erarbeiten?

Mark Strähl (MS):Ich habe den Studierenden drei Eckpunkte vorgegeben: Den Zeitrahmen, die Location und das Budget. Das Unternehmen durften sie selber wählen, genauso wie die Art des Events. Um möglichst nahe an der Praxis zu sein, hatten die Studierenden die Möglichkeit, mit mir Deals zu verhandeln, beispielsweise beim Preis der Location oder den Getränken. Auch konnten sie versuchen, bei mir Sponsoren anzuwerben. So, wie es auf dem Markt üblich ist.

Gloria Bacher, wie sind Sie an die Aufgabe heran gegangen und welches Unternehmen haben Sie gewählt?

Gloria Bacher (GB): Der erste Gedanke war: Wo sollen wir anfangen? Als wir aber die Location gesehen haben und einen ersten Eindruck erhielten, sprudelten bereits die ersten Ideen. Als Unternehmen haben wir uns dann schnell für H&M entschieden. Dies aus zwei Gründen: Zum einen gibt es für die Designer–Weihnachtsaktion von H&M im deutschen Sprachraum bereits in Deutschland und Österreich einen Launchevent – in der Schweiz aber nicht. Zum anderen konnten wir uns alle sehr gut damit identifizieren.

Die Identifikation mit solch einem Projekt ist wichtig, da man eine intensive Zeit zusammen daran arbeitet. Daher ist es wichtig, Freude für das Unternehmen mitzubringen.

Was waren die grössten Schwierigkeiten für die Studierenden?

MS: Zu Beginn haben sie sehr viele Ideen. Diese müssen sie runterdefinieren und auf den Boden bringen. Ein grosser Punkt ist dabei sicherlich, das Budget einzuhalten. Zuerst denken die Studierenden, 500 Franken pro Gast sei sehr viel Geld. Dann aber sehen sie, wie viel ihre Ideen kosten und plötzlich ist das Budget knapp. Ein weiterer Punkt ist sicherlich das Zeitmanagement. Ein ausführliches Eventkonzept ist sehr aufwändig.

Und aus Studierendensicht – Gloria Bacher, welches sind die grössten Schwierigkeiten?

GB: Die Arbeit dauerte über ein ganzes Semester und war sehr intensiv. Da gab es schon Momente, da waren alle am dampfen, aber zum Schluss muss man gemeinsam zusammensitzen, diskutieren, manchmal nachgeben und sich für die beste Idee entscheiden. Ich denke diese kritische Auseinandersetzung mit den verschiedenen Ideen ist wichtig, damit man zum Schluss das bestmögliche Resultat erreicht.

Erstaunlicherweise sind wir mit dem Budget relativ gut klargekommen. Am Anfang dachten wir, das geht nie. Wir mussten zu Beginn entscheiden, ob wir aus Unternehmenssicht handeln oder aus Agentursicht. Wir haben uns dann für die Agentursicht entschieden, so dass wir auch gewisse Kosten auf H&M outsourcen konnten. Bis zum Schluss haben wir aber das ganze Budget auf den Punkt ausgegeben.

 

Marc Strähl,  Der Spielraum der Studierenden bei dieser Aufgabe ist gross. Was erwarten Sie jeweils von den Arbeiten?

Was ich suche, ist der rote Faden der Idee und wie viel die Studierenden bereit sind zu geben.

MS: Auf dem Markt investiert man auch nicht in alle Kunden gleich viel Zeit und Energie. Entsprechend ist das auch bei den Studierenden so. Ich erwarte nicht, dass alle Studierenden gleich viel investieren. Entsprechend ist die Note. Das heisst aber nicht, dass eine Arbeit mit weniger Investment eine ungenügende Note gibt. Wenn es eine Idee gut ist, kann es immer noch eine 5 sein. Aber halt keine 5,5.

Wie gross war der Aufwand denn bei Ihnen?

GB: Der Aufwand war riesig, wir wissen nicht, wie viel Zeit wir investiert haben. Aber wir waren alle motiviert, hatten viel Freude daran und haben deshalb auch viel geliefert. Wir wollen jetzt die Endarbeit nochmals für alle Gruppenmitglieder drucken lassen.

Wir haben eine Arbeit, die wir gerne vorzeigen, beispielsweise irgendwann bei einem Bewerbungsgespräch.

Was ist Ihr Tipp für die nächsten Jahrgänge, welche vor diese Aufgabe gestellt werden?

MS: Sie sollen Fun haben. Bei solchen Dossiers sollte man Spass haben, dann lernt man etwas draus, was man mitnehmen kann in die Praxis. Das Ziel ist immer, dass sie nachher in der Praxis sagen, das hab ich schon gehört, das habe ich schon einmal gemacht.

Was ist Ihr Rat für die nächste Studierenden?

GB: Startet frühzeitig, brainstormt viel, seid kreativ, seid mutig und traut euch, auch etwas Ungewöhnliches zu machen.

 

Verpassen Sie nichts! Abonnieren Sie unseren Newsletter.

Der Newsletter informiert Sie über die aktuellen Trends, News und Events an der HWZ.

Jetzt anmelden