Campus08. Juli 2021

Controlling für Führungskräfte: Stimmen von den ersten Absolvierenden

Im März starteten wir mit der ersten Durchführung des CAS Controlling für Führungskräfte HWZ. Erst kürzlich haben die ersten Teilnehmenden den Studiengang abgeschlossen. Wir haben bei einigen Absolvierenden, die alle in verschiedenen Branchen arbeiten, nachgefragt und wollten wissen, weshalb sie sich für diesen CAS entschieden haben, inwiefern sie ihr neu erlangtes Wissen im Unternehmen einsetzen können und wem sie den Studiengang weiterempfehlen.

Ihr wart Teil der ersten Durchführung des CAS Controlling für Führungskräfte. Weshalb habt ihr euch für diesen Studiengang entschieden?
Paola Valli: Einer der wichtigsten Produkten, die wir als interne Dienstleistung produzieren, sind Berichte für Management Reporting in enger Zusammenhang mit Controlling. Um inhaltlich ein besser Ansprechpartner für unsere Kunden zu werden, fand ich diesen CAS besonders geeignet.

Armin Koller: Aufgrund meines Ingenieur-Background und meiner neuen Rolle als CFO in unserem Start-up war ich auf der Suche nach einem CAS im Bereich Controlling/Finance. Da dieser CAS auch nebenberuflich zu bewältigen ist, habe ich mich für diesen Lehrgang entschieden.

Jörg Gandiet: Ich habe mich für diese Weiterbildung entschieden, da ich immer häufiger mit strategischen und operativen Controlling-Aufgaben zu tun habe. Auch die Analyse des Zahlenmaterials wird immer wichtiger in meiner Funktion.

Fabrizio Macri: Nach meinem EMBA wollte ich ein tieferes Verständnis für Erfolgsrechnung, Bilanz und Cash-flow Rechnung als Firmensteuerungstool entwickeln. Da bin ich glücklicherweise auf diesen Studiengang gestossen.

Welche Rolle hat der Bereich Controlling für euch bis anhin gespielt?
Paola: Das Controlling, das heisst in meinem Fall sowohl das Group Controlling der TX Group als auch die Business Controller, sind unsere internen Kund*innen und Ansprechpartner. Wir als Team unterstützen ihre Aufgaben.

Armin: In unserem noch jungen Unternehmen hatten wir bis anhin keinen Controlling-Prozess.

Jörg: Bis anhin spielte Controlling eine untergeordnete Rolle in meinen Verantwortungsbereich. Dies soll sich zukünftig ändern.

Fabrizio: Ich hatte noch wenig Berührungspunkte mit der Rolle eines Controllers.

Wovon habt ihr während des Lehrgangs am meisten profitiert?
Paola: Zahleninterpretation, Abweichungsanalyse und die unterschiedlichen Ansätzen des betrieblichen Rechnungswesens und der betrieblichen Steuerung fand ich besonders interessant. Mit diesen neuen Kenntnissen werden wir ein fachlich und inhaltlich stärker Ansprechpartner für unsere Kunden neben der üblichen technischen und datenbezogenen Aufgaben.

Armin: Sicherlich das Aneignen von mehr Fachwissen und dem vertieftem Verständnis von Strategie- und operativen Planung.

Jörg:

Dank den hilfreichen Inputs aus dem Studiengang habe ich vorhandene interne Unterlagen anders analysiert. Man achtet plötzlich auf Details, die zuvor in der Masse der Informationen untergegangen sind.

Fabrizio: Ich habe dank des Lehrgangs erfolgreich die wichtigsten Konzepte der Buchhaltung und strategisches finanziellen KPIs revidiert, verstanden welche Rolle sie im strategischen Prozess sowie im Budgetierungsprozess spielen und ich weiss nun, weshalb es Controller braucht.

Konntet ihr bereits das neue Fachwissen im Unternehmen anwenden?
Paola: Ich werde in den kommenden Monaten zurück an die Arbeit gehen, also bereite ich mich schon jetzt vor, mein neues Wissen da umzusetzen. Da unser Schwerpunkt beim Reporting liegt, kann ich mir vorstellen, den grössten Beitrag bei der Informationsübermittlung zu haben und z. B. Lücken entdecken, die wir dann zusammen mit unseren Kund*innen füllen werden.

Armin: Wir werden sicherlich Teile meiner Transferarbeit, welches ein Controlling-Konzept adaptiert auf unser Unternehmen beschreibt, umsetzen.

Jörg: Durch die Erarbeitung der Transferarbeit konnte ich konkrete Stossrichtungen vorgeben, welche noch von der Geschäftsleitung geprüft werden.

Fabrizio: Mein Quartal-Report an den Verwaltungsrat über die finanzielle Lage der Kammer wird jetzt durch einen 4-Fenster-Bericht strukturiert.

Der Studiengang sollte eine breite Zielgruppe ansprechen. Was meint ihr, an wen richtet sich dieser Studiengang?
Paola:

Ich sehe diesen CAS besonders für Leute geeignet, die selber mit Bilanzen, Gewinn- und Verlustrechnungen und Kostenrechnungen konfrontiert sind und ein besseres Verständnis dafür erhalten möchten. Ich würde ihn auch Start-up-Gründern weiterempfehlen, die sich mit diesen Themen auseinandersetzen müssen und eine sanfte Einführung wünschen.

Armin: Grundsätzlich würde ich diesen Lehrgang allen Ingenieur*innen, welche mit Führungsrollen und Finanzkennzahlen konfrontiert sind, empfehlen.

Jörg: Der CAS richtet sich an Personen, die mit Controllern in Kontakt stehen oder mit Controlling-Aufgaben konfrontiert werden.

Fabrizio: Ich denke, dass die Teilnehmende eine minimale BWL-Basis mitbringen müssen, ansonsten sind einige Konzepte einfach zu komplex in einer solch kurzen Zeit.

In diesem Studiengang spielte der «Blended Learning»-Ansatz – eine Kombination aus unterschiedlichen Methoden und Medien wie Präsenzunterricht oder auch E-Learning – eine wesentliche Rolle. Wie waren eure Erfahrungen damit?
Paola: Für meine persönliche Bedürfnisse war dieser Ansatz ideal. Es war tatsächlich einer der Entscheidungsgründen für mich. Im Nachhinein finde ich es immer noch sehr gut, der Dozent war sehr hilfsbereit und die Plattform dafür sehr geeignet. Ich hätte mir vielleicht noch ein bisschen mehr Austausch mit den anderen Studierenden gewünscht. Das kann man aber einfach selber steuern, man muss einfach nur früh genug daran denken.

Armin: Über das Ganze gesehen, hätte ich mir mehr praktische Übungen im 1:1 Unterricht gewünscht.

Jörg: Grundsätzlich gut, jedoch würde ich den Fachunterricht um ein bis zwei Themenblöcke erweitern oder den eingeplanten Unterrichtslernstoff aufteilen. Auch die Coachings könnten für zusätzliche Einheiten genutzt werden.

Fabrizio: Dieser Ansatz bietet extrem viel Flexibilität.

Die befragten Absolvierenden

Paola Valli ist Head of Business Analytics Services bei TX Group

Armin Koller ist Co-Founder und CFO der KEMARO AG

Jörg Gandiet ist Leiter Grossprojekte bei MEIKO (Suisse) AG

Fabrizio Macri ist Geschäftsführer der Italienischen Handelskammer für die Schweiz

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