Portrait Claude Meier

Im Fokus28. August 2018

Dozierende im Fokus: Dr. Claude Meier

Eine Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Strategisches Management führte Claude Meier während seines Doktorats an der Universität Zürich an die HWZ. Das war 2009. Inzwischen leitet der passionierte Velofahrer und ehemalige Velokurier die Fachstelle für Wissenschaftsmethodik und unterrichtet Wissenschaftsmethodik, Strategisches Management sowie Corporate Social Responsibility in der Aus- und Weiterbildung.

Die Reihe «Dozierende im Fokus» bringt Ihnen die Dozenten und Dozentinnen der HWZ unterhaltsam und ungezwungen näher.

Ihr HWZ-Highlight?

Als es vor rund 10 Jahren keine guten Velo-Abstellplätze gab, schrieb ich deswegen dem Verwaltungsrat der HWZ. Einer der Verwaltungsräte meldete sich daraufhin persönlich bei mir, was ich so nicht erwartet hätte. Wir machten einen Termin ab und eruierten, welche Stellen im Gebäude sich am besten für Abstellplätze eignen könnten. Dies wurde dann auch umgesetzt. Seither ist die Situation wesentlich besser.

Warum mich mein Fachgebiet begeistert:

Die Wissenschaftsmethodik und das wissenschaftliche Denken beschäftigen sich damit, wie neue Erkenntnisse gewonnen werden. Es sind Instrumente und Werkzeuge, die äusserst vielseitig und – für die meisten klingt das wohl etwas befremdend – durchaus auch kreativ eingesetzt werden können. Ziel ist immer, möglichst gute Erkenntnisse zur gestellten Frage zu erhalten. Schon die alten Griechen haben viel darüber nachgedacht, wie man am besten zu haltbaren Erkenntnissen kommt. Letztlich ist das Wissenschaftliche an der Wissenschaft die Methode und weniger das Fachliche: Jede Disziplin benötigt Methoden, um Erkenntnisse zu gewinnen.

Das möchte ich den Studierenden vermitteln:

Dass wissenschaftliches Arbeiten und Denken gut nachvollziehbar sowie nützlich ist und sogar Freude machen kann! Wissenschaftsmethoden und wissenschaftliches Denken stammen aus einem akademischen, universitären Umfeld mit einer entsprechenden Kultur. Es ist eine spannende Herausforderung, diese Denk- und Vorgehensweise an praxisorientierte Studierende zu vermitteln, die einen ganz anderen kulturellen Hintergrund haben. Da ich aber erst auf dem zweiten Bildungsweg die akademische Welt kennenlernte und zuvor in der BWL-Praxis war, sind mir beide Kulturen geläufig. Das hilft, den Graben zu überwinden. Denn gut vermittelt und aufgenommen, fördern wissenschaftliche Methodik und das Denken die konzeptionellen und analytischen Fähigkeiten von Studierenden und bescheren ihnen eine zentrale Kompetenz für die Praxis.

Das ist für mich typisch HWZ:

Das Praxisorientierte. Ansätze aus Forschung, Theorie und Methoden werden transferiert und erlauben die nutzenbringende Anwendung im betrieblichen Alltag. Gleichzeitig vergrössern die vermittelten Ansätze den Raum, in dem nachgedacht werden kann, da die Grenzen des bisher bekannten Wissens erweitert werden.

Ich komme aus …

Zürich

Zürich ist für mich …

Meine Lieblings- und Heimatstadt. Der Ort, an dem ich sehr gerne bin und immer wieder gerne zurückkehre.

In meiner Freizeit …

Fahre ich am liebsten Velo. Nach 10-jähriger Tätigkeit als Velokurier während der Studienzeit besetzt es weiterhin die klare Nr. 1 als Sport-, Transport-, Erholungs- sowie «Style»-Gerät.

Und ich gehe in Schallplattenläden: In Zürich, wie überhaupt in Städten, stöbere ich gerne nach Vinyl, handle es sich um alte Platten, Neuerscheinungen oder Re-Releases.

Meine Lieblingsjahreszeit:

Im Moment Herbst: Es ist nicht mehr ganz so heiss, mit etwas Glück über längere Phasen trocken und die Fernsicht ist ausgezeichnet. Zudem ist Erntezeit.

Dieses Buch lese ich gerade:

«Europadämmerung» von Ivan Krastev. Darin wird facettenreich und überlegt über die laut dem Autor eher düstere Zukunft Europas nachgedacht.

Für mich die beste Erfindung:

Das Rad. Und zwei Räder hintereinander ergeben ein Velo.

Was ich an der HWZ einführen würde:

Ein Trampolin im Lichthof, auf dem man bis zu 12 Meter hoch springen kann.

Als Kind wollte ich …

Astronaut werden. Sterne, Planeten und die unvorstellbare Weite des Alls haben mich immer fasziniert.

Was war Ihr erster Job?

Im Volg Gestelle auffüllen und Käse an der Theke verkaufen, wobei ich das von Kunden gewünschte Gewicht oft massiv unter- oder überschritt.

Was ist für Sie Erfolg?

Wenn man es schafft, langfristig und konstant zufrieden und erfüllt zu sein.

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