Mitchell Dettwyler an der Bond University in Australien

Campus22. Mai 2018

Ein Erfahrungsbericht aus dem Auslandsemester in Australien

Mitchell Dettwyler, Student Bachelor Betriebsökonomie, erlebte ein unvergessliches Auslandsemester in Australien bei unserer Partnerschule Bond University. Wie er dazu kam, was für Hürden er überwinden musste und was es ihm gebracht hat, erläutert er in diesem Erfahrungsbericht.

Im November 2016 habe ich Herr Matt Stubbert von der Bond University und Frau Patricia Perrot von StudySmart an der Auslandsemester-Informationsveranstaltung der Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ) in Zürich getroffen. Die interessante Präsentation über die Bond University hat mich neben weiteren Aspekten überzeugt, mich für ein Auslandsemester im Jahr 2017 einzuschreiben.

Unterkunft finden – the struggle is real

Als erstes habe ich mich um eine passende Unterkunft in der Nähe des Campus in Robina bemüht. Über das irische Internetportal Homestay.com fand ich zahlreiche Angebote verschiedener Gastfamilien mit tollen Versprechungen und in allen Preisklassen. Nachdem ich eine passende Unterkunft gefunden und einen Vertrag abgeschlossen hatte, wurde dieser noch vor meiner Abreise aus fadenscheinigen Gründen wieder gekündigt. Bei der Suche nach einer anderen Unterkunft musste ich feststellen, dass die meisten Gastfamilien nur weibliche Studenten aufnehmen. Dennoch habe ich vor meiner Abreise noch eine Unterkunft bei einer anderen Gastfamilie gefunden. Diese entpuppte sich nach meiner dortigen Ankunft aber als Reinfall. Nichts stimmte mit dem Beschrieb und den tollen Fotos überein, das Haus war schmutzig und die Gastgeberin höchst unfreundlich und nur auf das schnelle Geld aus. Sie war in argen finanziellen Schwierigkeiten. Da konnte ich nicht bleiben und machte mich auf die Suche nach einer Alternative. Am Anschlagbrett der Uni fand ich dann ein tolles Angebot. Mit zwei anderen Personen bin ich in eine WG, im «The Reserve», direkt neben dem Campus eingezogen. Mein Rat: Traue keinen Fotos und Beschreibungen aus dem Internet und glaube nicht an die angegebenen kurzen Distanzen oder guten ÖV-Verbindungen – denn die genaue Wohnadresse wird erst nach erfolgter Anzahlung bekannt gegeben.

Der Einstieg ins Studentenleben

Mein Auslandsemester an der Bond University begann mit der sogenannten O-Week, der Orientierungswoche für neue Studierende (Beginner und Auslandstudierende). Dabei wurden alle neuen Studierenden vom Rektor der Universität herzlich willkommen geheissen. Es gab während drei Tagen verschiedene Informationsstände, welche von bereits erfahrenen Studierenden betreut wurden. Auf zahlreichen Rundgängen durch die Fakultäten wurden die Neuankömmlinge mit ihrer neuen Umgebung und der Universität vertraut gemacht.

Die Bond University

Die Bond University beinhaltet folgende Fakultäten: Bond Business School, Faculty of Law, Faculty of Health Sciences & Medicine und Faculty of Society & Design. Auf dem riesigen Campus gibt es zwei grosse und umfangreiche Bibliotheken (Main Library und Law Library), ein Multimedia Learning Centre MLC (mit verschiedenen Windows- und Apple-Computerstationen), eine Brasserie (Mensa), mit «Don’s Tavern» ein eigenes Pub sowie ein gigantisches Sports Centre, welches vom Fitness Centre mit Aussenschwimmbad, sechs Tennisplätze, ein Rugby-, Australian Football-, Soccer- und Volleyball-Feld sowie eine Indoor-Sporthalle für Basketball und Squash beinhaltet. Sport hat an der Bond University einen grossen Stellenwert. Es gibt sogar ein eigenes Medical Centre mit Arztpraxis auf dem Campus.

Das Spezielle an der Bond University ist, dass man pro Kalenderjahr insgesamt drei Trimester à 14 Wochen absolviert, und nicht wie an anderen Universitäten und Fachhochschulen üblich, nur zwei Semester. Deshalb sind die jeweiligen Semesterferien mit drei Wochen, an der Bond University sehr kurz. Dies ermöglicht den Studierenden, in einem Jahr drei Trimester zu absolvieren und dadurch mit der Ausbildung schneller voranzukommen. Die Ferien sind dadurch auch besser verteilt als zum Beispiel in der Schweiz. Die Bond University ist stark international geprägt. Neben Australiern gibt es zahlreiche Studenten aus den anderen fünf Erdteilen. Dieses multikulturelle Umfeld macht das Zusammenleben auf dem Campus enorm spannend. Pro Semester können drei, maximal vier Pflichtmodule absolviert werden. Ich habe während meines Aufenthalts vier Module gewählt; «International Business», «Concepts of Strategy», «Managing Innovation» und «Operations and Supply Chain Management». Für jede Disziplin gelten vier Stunden Präsenzpflicht pro Woche, was in meinem Fall total 16 Stunden Präsenzunterricht pro Woche ergab. Zusätzlich zu den 16 Stunden Präsenzunterricht muss man jeweils einiges an Vor- und Nachbereitungszeit zu den jeweiligen Lektionen einberechnen. Die vier Stunden pro Fach sind jeweils auf zwei Stunden Lecture (Vorlesung) und zwei Stunden Tutorial (Übungsstunde und Vertiefung) sowie auf verschiedene Tage aufgeteilt. In der Woche 7 finden für alle Studierenden die Mid-Term Exams (1. Semesterprüfung) statt und in den Wochen 13 und 14 die Final Exams (2. Semesterprüfung). Rund drei Wochen nach Semesterende werden die Prüfungsresultate über das Online-Portal der Bond University offiziell bekanntgegeben.

Neben dem Studium

Jeweils am Donnerstagabend (ausser während der Prüfungszeit) gibt es eine Studentenparty im universitätseigenen Pub «Don’s Tavern». Freizeitaktivitäten jeglicher Art gibt es in der Gold Coast Region zur Genüge. Sei dies ein Besuch von Burleigh Heads oder Surfers Paradise oder eine Fahrt in die Hinterland Mountains. Am Besten verbunden mit einem Besuch im Springbrook National Park und Lower Beechmont, von wo man eine gute Aussicht auf die Skyline von Gold Coast hat. Ein weiterer schöner Aussichtspunkt ist natürlich der 323 Meter hohe Q1 Tower in Surfers Paradise, von welchem man aus der Vogelperspektive eine grandiose View über die Stadt Gold Coast geniessen kann. Auch ein Ausflug nach Brisbane, der Hauptstadt des Bundesstaates Queensland, ist mit dem Brisbane-Gold Coast-Express kein Problem, da man für diese Zugstrecke nur rund 80 Minuten benötigt.

Fazit

Alles in allem war mein Auslandsemester eine tolle Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Ich hatte die Möglichkeit Land und Leute sowie Studenten aus der ganzen Welt kennenzulernen und viele Freundschaften zu knüpfen. Leider ging die Zeit viel zu schnell vorbei. Die Bond University und der Campus sind grossartig und State of the Art und die Lehrkräfte hervorragend, kompetent und professionell. Zudem war die persönliche Betreuung vor Ort exzellent.

Ich kann ein Auslandsemester an der Bond University jeder und jedem nur bestens empfehlen.

Mehr Informationen

Interessierst ihr euch für ein Auslandsemester an der Bond? Im Januar findet jeweils eine Informationsveranstaltung statt, die für Studierende der HWZ offen ist.

Mehr Informationen zum Studium Bachelor Betriebsökonomie an der HWZ gibt es natürlich auch bei uns.

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