Campus21. Juli 2022

«Eine Weiterbildung ist nicht nur zeitlich anspruchsvoll, sondern auch mental»

Job, Studium – und Privatleben. Es ist nicht immer leicht, alles unter einen Hut zu bringen. Das wissen auch unsere Studierenden – wie beispielsweise Julia Tschudi, Absolventin CAS Agile Business HWZ, die sich die Chance nicht nehmen liess, neben Arbeits- und Familienleben mit einer passenden Weiterbildung ihren Horizont zu erweitern. Wie sie während dem CAS mehrere Bälle gleichzeitig jonglierte, erzählt sie uns im Interview.

Die HWZ steht für praxisnahe Studiengänge. Als rein berufsbegleitende Fachhochschule ermöglichen wir unseren Studierenden, das im Studium Gelernte direkt im Beruf anzuwenden. Damit sich unsere Studierenden neben dem Studium auch auf ihren Job fokussieren können, sorgen wir für arbeitgeberfreundliche Studienzeiten. Dennoch: Für eine optimale Vereinbarkeit des Studiums mit dem Beruf und dem Privatleben ist Planung gefragt. Wir haben bei Studierenden und Absolvierenden nachgefragt, die uns eindrücklich zeigen, wie man alles unter einen Hut bringt.

Über die Absolventin

  • Vorname Name: Julia Tschudi
  • Alter: 32 Jahre
  • Funktion, Arbeitgeber: Product & Project Manager, Delica AG
  • Aus- und/oder Weiterbildung: CAS Agile Business HWZ
  • Jahr des Abschlusses an der HWZ: 2022

Julia, was bedeutet für dich lernen und sich weiterbilden?
Für mich ist eine Weiterbildung, eine Möglichkeit meinen Horizont zu erweitern. Neues zu lernen und spannende Leute kennenzulernen.

Du hast erst kürzlich den CAS Agile Business an der HWZ abgeschlossen. Drehen wir die Zeit aber noch etwas zurück: Was hast du vor der Weiterbildung an der HWZ gemacht?
Ich habe in Neuchâtel an der Fachhochschule (HEG-Arc) ein Bachelor in Betriebswirtschaft absolviert und danach drei Jahre bei der Swatch AG als Product Manager gearbeitet. Da ich sehr neugierig bin und immer Lust auf Neues habe, habe ich mich danach ein Jahr lang vertieft mit meiner Leidenschaft für Kaffee beschäftigt. Unter anderem habe ich verschiedene SCA-Module (Specialty Coffee Association) im Bereich Barista und Sensorik absolviert. Nach diesem spannenden Jahr habe ich eine neue Herausforderung in der Lebensmittelbranche gesucht und in Meilen bei der Delica AG, im Bereich Backwaren als Product und Project Manager gefunden.

Das klingt spannend mit den Kaffee-Modulen. Wie kam es, dass du dich nachher für eine Weiterbildung an der HWZ entschieden hast?
Nach gut fünf Jahren im Projektmanagement war mir wichtig, meine Projektleitungs-Kompetenzen zu vertiefen. Ich wollte aber nicht einfach eine klassische Weiterbildung im Bereich Projektmanagement absolvieren, um den heutigen und zukünftigen Erwartungen der Arbeitswelt gerecht zu werden. Mir war wichtig, mich in einem Bereich zu vertiefen, der immer wichtiger wird. Da Agilität ein Thema ist, das immer mehr an Bedeutung gewinnt, war der CAS Agile Business HWZ der perfekte Fit, um mein Know-how wertvoll zu erweitern.

Welche Überlegungen hast du dir vor der Weiterbildung gemacht?
Mir war in erster Linie wichtig, mich für den richtigen CAS zu entscheiden. Da ich das Glück habe, dass mein Arbeitgeber die Weiterbildung unterstützt, wollte ich mir diese Opportunität auf keinen Fall nehmen lassen. Ich habe mich vor der Anmeldung also gut über den Studiengang informiert, unteranderem durch ein sehr interessantes Gespräch mit dem Studiengangsleiter. Weiter war mir wichtig, eine realistische Lösung zu finden, die mit meinem Arbeits- und Familienleben vereinbar ist.

Du sprichst es an. Neben der Arbeit und der Weiterbildung hast du auch eine Familie zu Hause. Wie sieht die aus?
Ich bin vor zwei Jahren Mutter geworden und wir geniessen seitdem eine wunderschöne Zeit mit unserer Tochter. Es bringt aber auch eine ganze Menge Herausforderungen mit sich mit, besonders hinsichtlich der Kinderbetreuung. Mein Mann ist beruflich viel unterwegs und unsere beiden Familien wohnen in Neuchâtel. Es war also ein ziemlicher Challenge, uns rund um den CAS zu organisieren, besonders als es darum ging, die Zertifikatsarbeit zu schreiben. Diese Arbeit nahm viel Zeit in Anspruch.

Wie hast du es geschafft, alles unter einen Hut zu bringen?
Es war eine Herausforderung. Zum Glück arbeite ich zurzeit in einem 60% Pensum, das gibt mir etwas Raum. Die Weiterbildung fand alle zwei Wochen am Freitag und Samstag statt. Das liess sich mit der Arbeit sehr gut kombinieren. Eine Betreuungslösung für unsere Tochter war aber wie gesagt nicht immer einfach zu finden. Die bereits im Voraus definierten Kurstage halfen mir bei der Planung. Die Zeit fürs Studieren und Schreiben der Zertifikatsarbeit war aber ein dauerndes Jonglieren zwischen verschiedenen Betreuungsmöglichkeiten. Wir mussten also flexibel und kreativ bleiben.

Welche Tipps hast du an all diejenigen, die sich nicht sicher sind, ob sie neben Job und Privatleben Zeit für eine Weiterbildung haben?
Ich glaube, es ist sehr wichtig, Unterstützung in seinem Umfeld zu suchen und nicht versuchen, alles alleine zu meistern. Eine Weiterbildung ist nicht nur zeitlich anspruchsvoll, sondern auch mental. Man muss am Ball bleiben und die Zertifikatsarbeit ist nicht zu unterschätzen. Wichtig ist, Zeit zu schaffen, in der man fokussiert studieren kann. Dabei darf man aber nicht vergessen, genügend Zeit für sich selbst zu nehmen, um über das Gelernte zu reflektieren. Eine Weiterbildung soll Spass machen und nicht als Last empfunden werden.

Du hast den CAS Agile Business HWZ zwar erst kürzlich abgeschlossen, dennoch: Bist du bereits motiviert, die nächste Weiterbildung in Angriff zu nehmen?
In absehbarer Zukunft eher nicht, aber ich werde sicher bald wieder auf neue Ideen kommen, ein nächstes Thema zu vertiefen.

Du willst mehr über den CAS Agile Business HWZ erfahren?

Oderbolz Laura HWZ Kommunikation

Laura Oderbolz

Project Manager Corporate Communications

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