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Aktuell16. Februar 2021

Führungskräfte brauchen Controlling-Kompetenzen

Ursula Heussi, Bereichsleiterin Finanzen und Dienste beim Spital Männedorf und Absolventin des MAS Controlling, spricht mit uns über ihre Faszination fürs Gesundheitswesen, weshalb es als Führungsperson unerlässlich ist Controlling-Kompetenzen in allen Bereichen eines Unternehmens auszuweisen und welche Herausforderungen sie dem Gesundheitswesen prognostiziert.

Bild_Heussi_Ursula_webUrsula, Du bist seit rund einem Monat Bereichsleiterin Finanzen und Dienste beim Spital Männedorf sowie Mitglied der Spitalleitung. Herzliche Gratulation! Wie verlief der Start im neuen Job?
Danke, der Start verlief in der herausfordernden Zeit mit COVID-19 im Spitalumfeld sehr gut. Ich wurde sehr positiv aufgenommen und die Einführung in meinen Aufgabenbereich ist interessant und umfangreich.

Du bist seit einigen Jahren als Spezialistin für Finanzen und Informatik im Gesundheitsbereich tätig. Vor Deiner aktuellen Position warst Du in zwei Institutionen in der integrierten Versorgung der Langzeitpflege tätig. Woher kommt die Faszination für das Gesundheitswesen?
Das Gesundheitswesen ist dynamisch, interessant sowie komplex und stellt einen zentralen Pfeiler in der Gesellschaft dar. Der Mensch steht dabei im Mittelpunkt. Das Gesundheitswesen steht vor grossen Herausforderungen, welche ich gerne mitgestalte. Die verschiedenen Facetten interessieren mich und deshalb habe ich mich vor zwanzig Jahren entschieden, meine Karriere im Gesundheitswesen zu starten.

Dein aktueller Arbeitgeber, das Spital Männedorf, ist in etwa 4x so gross wie die vorherigen Arbeitgeber in der integrierten Langzeitpflege – was hat Dich zu diesem Wechsel bewogen?
In den letzten Jahren fehlte mir trotz spannendem Aufgabenbereich die Dynamik in meinem beruflichen Umfeld. Die Akutsomatik ist sehr herausfordernd, dynamisch und abwechslungsreich, was mich persönlich sehr anspricht. Hier führe ich einen umfangreichen Verantwortungsbereich. Neben den Bereichen Finanzen und Controlling, Informatik sowie Patientenadministration bin ich im Spital Männedorf zusätzlich auch für das Facility Management (Medizinaltechnik, Ökonomie, Hotellerie, Bau) sowie für die Beschaffung und Logistik verantwortlich.

Du hast im Jahr 2016 an der HWZ mit dem MAS Controlling begonnen. Erinnerst Du dich noch, welche Gründe damals ausschlaggebend waren, diesen Lehrgang sowie die HWZ zu wählen?
Für mich ist sehr wichtig, mit meinen beruflichen Skills up to date zu sein. Dies veranlasst mich, regelmässig Weiterbildungen zu absolvieren.

Als Führungskraft ist es von grosser Bedeutung, ausgesprochene Controlling-Kompetenzen in allen Bereichen eines Unternehmens auszuweisen.

Der Master-Lehrgang in Controlling an der HWZ hat genau den von mir gesuchten umfangreichen Inhalt angeboten. Ebenfalls schätzte ich die guten Vorabinformationen sowie die persönliche Beratung vom Studienlehrgangsleiter, Prof. Dr. Thomas Rautenstrauch, sehr. Daher entschied ich mich für das Ausbildungsinstitut HWZ.

2019 hast Du den Lehrgang erfolgreich abgeschlossen. Wovon hast Du rückblickend am meisten profitiert?
Neben dem breiten erworbenen theoretischen Fachwissen konnte ich vom grossen Praxisbezug des Studiengangs sehr profitieren. Der aktive Austausch unter den Studierenden gab mir darüber hinaus die Möglichkeit, über den «Tellerrand» zu schauen und erweiterte meinen Horizont mit Ansätzen von Teilnehmenden aus anderen Branchen. Dies gab mir Anstösse und Ideen zur Optimierung von Prozessen im meinem Tätigkeitsumfeld. Konkret erweiterte ich dadurch die Kennzahlen im Personalcontrolling und stütze diese breiter ab.

Inwiefern können Sie Ihr erlerntes Wissen aus der Weiterbildung in Ihrer neuen Tätigkeit im Spital Männedorf anwenden?
Hand aufs Herz – in meiner heutigen Anstellung arbeite ich aktuell erst einige Wochen. Bis jetzt konnte ich das erworbene Wissen vor allem mit vernetztem Denken bei der strukturierten Analyse verbunden mit ersten Ideen zur Optimierung der bestehenden Prozesse anwenden.

Wagen wir noch einen Ausblick in die Zukunft: Die Gesundheitsbranche steht nicht nur in der aktuellen Situation stark im Fokus. Sie befindet sich seit Jahren im Wandel – auch gerade hinsichtlich der Finanzierung. Was denkst Du, sind die grössten Herausforderungen für Spitäler in der Zukunft?

Aus meiner Sicht, wird die grösste Herausforderung im Gesundheitswesen in der Ambulantisierung verbunden mit dem hohen Kostendruck sowie in der Digitalisierung und Vernetzung liegen. Persönlich denke ich, wird der Kostendruck, welcher die Verschiebung vom stationären in den ambulanten Bereich sehr stark antreibt, zukünftig von den Playern viel Agilität fordern.

Portrait Burcu Angst

Burcu Angst

Project Manager Corporate Communications

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