HWZ-Accelerator: Workshop für die Werkstatt 4.0

Im Fokus05. Juli 2018

Werkstatt 4.0: Bewegung im Autogewerbe

Kürzlich waren wir bei der Swiss Start-up Factory (SSUF) in Zürich Wipkingen zu Besuch. Dort wurde BBA-Student Naim Osmani von Matthias Gerber von Carhelper, und Max Meister, HWZ-Dozent und Geschäftsführer der SSUF gecoacht, denn Osmanis Projekt «Werkstatt 4.0» ist das zweite geförderte Projekt des HWZ-Accelerators.

BBA-Student Naim Osmani hat eine Idee – einleuchtend, digital, relevant. Mit dieser hat er die Jury des HWZ-Accelerators überzeugt und so wurde die Werkstatt 4.0 zum zweiten Projekt. Dieses wird als so erfolgsversprechend eingestuft, dass ihm mittels Coaching zu einer schnelleren Entwicklung verholfen werden soll.

Die Vision: Ein Geschäftsmodell, das Bewegung ins Autogewerbe bringen soll

Osmanis Idee ist im Autogewerbe angesiedelt und klingt zunächst simpel: Verändere das Geschäftsmodell im After-Sales-Bereich, sodass sich Struktur und Lohngestaltung verändern und ein positiver Einfluss auf das Arbeitsklima entsteht. Als gelernter Automechaniker mit Weiterbildung zum Automobildiagnostiker und beruflichen Stationen als Werkstatt- und Teamleiter kennt Osmani die Automobilbranche durch und durch. In den letzten Jahren stellte er aber fest, dass sich der After-Sales-Bereich suboptimal entwickelt. So haben wohl einige wegen schlechter Lohnverhältnisse und dem Arbeitsklima dem Autogewerbe den Rücken gekehrt.

Osmani aber hat sich für einen anderen Weg entschieden. Er möchte das Problem angehen und neue Voraussetzungen schaffen. Seine Vision: Eine Arbeitskultur und ein neues Lohnmodell zu schaffen, sodass der Bereich wieder attraktiv wird und die After-Sales-Mitarbeitenden motiviert zur Arbeit kommen. Wie soll das funktionieren? Einerseits soll die ganze Auftragserfassung digitalisiert werden und andererseits soll die Arbeitsvergabe anders erfolgen. Ausserdem soll ein Teil des Arbeitstags flexibel gestaltbar werden, sodass auf Wunsch ein höheres Einkommen erzielt werden kann. Weitere Teilideen stehen noch im Raum. Sie werden im Workshop rege diskutiert, doch können diese noch nicht verraten werden.

Das Autogewerbe liegt Osmani am Herzen und mit seiner Geschäftsidee kann er gleichzeitig seine Leidenschaft – das Planen und Realisieren von Projekten – leben. Diese Leidenschaft, gekoppelt mit dem Interesse für das Aufbauen und Führen eines Unternehmens, bewog ihn auch dazu, einen weiteren Bildungsschritt zu machen. Seit 2015 studiert er Betriebsökonomie an der HWZ. Als er auf den HWZ-Accelerator aufmerksam wurde und dann seine Idee eingab, liess eine positive Antwort nicht lange auf sich warten.

Neue Leute, neue Inputs

Seither ist viel passiert. Nach einem ersten Treffen mit Max Meister, Geschäftsführer SSUF und HWZ-Dozent, folgten weitere. Denn Meister bringt die richtigen Leute zusammen. So wird Osmani nun von Matthias Gerber von Carhelper gecoacht. «Die einzelnen Treffen mit Matthias Gerber von Carhelper waren für mich allesamt Highlights.» Er führt weiter aus:

Max Meister und Matthias Gerber sind echte Profis. Sie haben mir gezeigt wie die ersten Schritte eines Start-ups aussehen. Ich habe festgestellt, dass es nicht so einfach ist, wie ich anfangs dachte und dass es von einer Idee bis zu einem funktionierendem Produkt ein langer Weg ist.

Vielfalt und die Qual der Wahl

Nach Schwierigkeiten gefragt, meint Osmani, dass es momentan eine Herausforderung sei, konkrete Pakete zu schnüren, da das Geschäftsmodell noch sehr vielfältig sei. Da in den verschiedenen Versionen viel Potenzial liege, habe er mit den Coachs entschieden unterschiedliche Lösungen für verschiedene Zielgruppen zu machen. Osmani ist überzeugt, dass es ein gutes Endprodukt werden wird. Und – obwohl es noch ein weiter Weg ist – überlegt er sich bereits die Folgeschritte.

 

Portrait Aline Theiler

Aline Theiler

Manager Corporate Communications

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