Dank SUISA spielt die Musik

07.10.2016

Bei der Veranstaltungsreihe «HWZ meets CEO» stand gestern SUISA-Generaldirektor Andreas Wegelin den Studierenden Red‘ und Antwort. Er vermittelte ein umfassendes Bild der Verwertungsgesellschaft: von den analogen Anfängen und wie sie den heutigen Herausforderungen in einer globalisierten, digitale Welt begegnet.

HWZ meets CEO

Mit einem kurzen Überblick über die Gesellschaft begann Wegelin seinen Einblick in die Welt der Suisa, die 1942 gegründet wurde, in einer Zeit, in der das Radio als neue Erfindung galt.

Der Band 77 Bombay Street, Rapper Eriah, Volksmusiker Marcel Oetiker und über 33‘000 weiteren Künstlern gehört die SUISA.

Mittlerweile vertritt die Suisa dank Verträgen mit über 100 ausländischen Schwestergesellschaften in der Schweiz und in Liechtenstein ausserdem das Repertoire der Musik von weltweit zwei Millionen Musikurhebern. Und sie kämpft gegen ganz neue Herausforderungen, erklärt Andreas Wegelin:

Online führt zu einem Umdenken, es gibt eine viel grössere Konkurrenz auf dem Markt. Und je grösser die Konkurrenz, desto schwieriger werden Verhandlungen. Für uns ist eine Verhandlung mit Youtube oder Spotify wie David gegen Goliath.

Um gestärkt in Verhandlungen mit den grossen Onlineanbietern wie Spotify, Apple oder Youtube zu gehen, gab die SUISA im August bekannt, dass sie mit der US-amerikanischen Gesellschaft für Musikrechte SESAC ein Joint Venture mit dem Namen Mint Digital Licensing gegründet haben, welches ab 2017 europaweit die Online-Nutzungen der Werke beider Gesellschaften lizenziert.

Um die Zukunft der Musikschaffenden macht sich Wegelin trotzdem keine Sorgen:

Dies ist nicht die erste technische Revolution. Man hat zu jeder Zeit Antworten gefunden. Mittlerweile gibt es viele legale Onlineangebote, die illegalen gehen zurück. Von daher entwickelt sich das positiv.