Portrait Miachel Wanner - HWZ meets CEO 2017

Aktuell29. März 2017

HWZ meets watson

Das Newsportal watson ist mit dem Ziel gestartet, mobiler, jünger und farbiger als die Konkurrenz zu sein und die Schweizer Medienlandschaft aufzumischen. Das war 2014. Drei Jahre später hat watson mehr Klicks als der Tagesanzeiger oder die NZZ. Was hat das Newsportal, was andere nicht haben, was fehlt ihm und wo ist der Unterschied zu den anderen Medien? Und wie geht es weiter mit watson? Diese Fragen beantwortete Michael Wanner, Geschäftsführer von watson am «HWZ meets CEO» vom 23. März.

Der erfolgreiche Start und das rasche Wachstum von watson in den ersten drei Jahren sei darauf zurückzuführen, dass watson von Anfang an konsequent auf drei Trends gesetzt habe: Mobile Nutzung, Social Media und Content Marketing. Dass man früh auf diese drei Trends aufgesprungen sei, habe sich bei jedem einzelnen ausbezahlt.

Die Nutzer kämen bei watson zu 80 Prozent über mobile Devices und auch die Werbung verlagere sich zunehmend dorthin. Social Media sei beim Start der grösste Wachstumsmotor gewesen. Ohne Facebook wäre watson nicht so schnell so gross geworden, sagte Wanner. Weiter sei es goldrichtig gewesen, auf Content Marketing zu setzen. Watson mache heute einen relevanten Umsatzanteil mit Native Advertising.

«Unser Vorteil als Startup lag darin, dass wir uns konsequent auf diese drei Trends konzentrieren konnten, weil es auf nichts Rücksicht zu nehmen und kein bestehendes Geschäft zu kannibalisieren gab», sagte Wanner. So habe watson etwa konsequent auf Facebook gesetzt, während etablierte Medien den «Pakt mit dem Teufel» anfänglich gescheut hätten.

Der Start auf der grünen Wiese habe aber auch Nachteile. So habe watson im Gegensatz zu allen anderen Anbietern von digitalen Newsangeboten in der Schweiz nicht auf eine etablierte Marke setzen können. Zur Zeit sei watson noch weniger bekannt als die Konkurrenten 20min, NZZ oder Tagesanzeiger. Genau dies möchte Wanner ändern.

Um die Bekanntheit weiter zu steigern, läuft derzeit eine breit angelegte Werbe-Kampagne. Die Headline «News anders sehen» beschreibe watson gut: Ein Newsportal, das anders ist – mit Haltung, Humor und eben optisch, deswegen sehen, nicht lesen. «Wir wollen nicht die NZZ ersetzen, für die anderen Angebote aber durchaus eine Alternative bieten», erklärt Wanner. watson setzt dabei auf einen Mix zwischen News und Unterhaltung. «Nach einem Besuch auf unserer App weiss man das Wichtigste, trotzdem nehmen wir uns nicht allzu ernst und unterhalten die Leser auch mal, wenn Sie im Tram gelangweilt sind.»

Als weitere Wachstumsinitiative nennt Wanner neue Submarken, sogenannte Verticals. Mit «catson» startete watson eine App nur mit Katzeninhalten. «Sie glauben nicht, wie viele Menschen es glücklich macht, Katzenvideos zu sehen», sagte Wanner. Derzeit werde mit «mint» das zweite Vertical gelauncht: Ein Food, Fit und Lifestylemagazin, natürlich nur Online. Ausserdem habe watson bereits im letzten Jahr die Video-Abteilung ausgebaut.

 

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