Campus18. Februar 2021

Individual Pricing: Warum ich mehr als mein Nachbar bezahle

Immer wieder kommt es vor, dass wir unterschiedliche Preise für das gleiche Produkt bezahlen. Und dies, obwohl wir es beim gleichen Anbieter bestellen und kein Rabatt angezeigt wird. Doch wie kommen diese individuellen Preise zustande? Und wann akzeptieren Kund*innen diese und wann nicht? Michael Grund, Studiengangsleiter CAS Customer Behaviour, erklärt «Individual Pricing» in 90 Sekunden.

Wenn du auf eine Website gehst, siehst du teilweise andere Preise als andere Personen, die auf die gleiche Seite gehen. Das nennt man Individual Pricing. Beim individuellen Pricing kann der Preis abhängig sein von dem Computer, den wir nutzen, der Version des Betriebssystems, von der Häufigkeit, mit der wir nach einer bestimmten Leistung suchen – getrackt z. B. über die Cookies, die wir zulassen. Wenn du beispielsweise den neusten Apple hast, dann wirst du als zahlungsfreudiger eingeschätzt, als wenn du ein altes Notebook mit Windows 7 nutzt. Unsere Daten geben dem Anbieter also Bescheid, was wir wollen und auch, wie dringend wir es wollen.

Personalisierte Preise führen oft zu Shitstorms

Ist der Kunde flexibel und hat Zeit zu recherchieren, kann er von dynamischen oder personalisierten Preisen profitieren. Personalisierte Preise führten in der Vergangenheit immer wieder zu Shitstorms. Damit die Kunden diese akzeptieren, muss das Unternehmen sehr transparent sein: Welche Daten werden wie genutzt? Weshalb bekommt jemand günstigere Preise als ich? Wenn die Gründe hierbei eine längere Mitgliedschaft oder Treuerabatt ist, wird dies eher akzeptiert, als wenn wir eben mehr bezahlen, nur weil wir den teureren Computer haben.

Lea Bischoff Kommunikation HWZ

Lea Bischoff

Project Manager Corporate Communications

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