Carsten Schroeder

Aktuell03. September 2020

Kommunikation auf Augenhöhe mit dem Finanzteam

Carsten Schroeder absolviert mit dem CAS Operatives Controlling bereits den zweiten Zertifikatslehrgang an der HWZ. Im Interview erzählt er, weshalb Controlling zum wertvollen Businesspartner der Führungskräfte wird und wie er sich als Quereinsteiger «neue Vokabeln» der Finanzwelt aneignen konnte.

Herr Schroeder, Sie sind als Leiter Strategisches Assetmanagement Netz beim EWZ tätig. Wie stark spielt Controlling eine Rolle in Ihrem Berufsalltag?
In meiner Tätigkeit habe ich sehr viele direkte Schnittstellen zum Controlling, beispielsweise beim monatlichen Reporting der Investitionstätigkeit. Oftmals greifen wir auf die gleichen Datenquellen zu und bearbeiten verwandte Fragestellungen. Hier ist es wichtig, das jeweilige Vorgehen abzustimmen, damit die einzelnen Perspektiven am Ende auch zusammenpassen.

Sie sind selber in einer Führungsposition. Was meinen Sie, weshalb wird Controlling generell immer wichtiger für Führungskräfte?
Es gilt wie immer der Grundsatz «was man nicht messen kann, kann man auch nicht steuern». Konsequente Digitalisierung sorgt dafür, dass mehr Daten zur Verfügung stehen, Controlling kann diese Daten in Nutzen umwandeln. Insofern wird das Controlling zunehmend zum wertvollen Businesspartner für die Führungskräfte. Mindestens ein grundlegendes Verständnis davon, was Controlling leistet, wird für Führungskräfte deshalb immer wichtiger.

Nachdem Sie den CAS Financial & Management Accounting bereits erfolgreich an der HWZ absolviert haben, studieren Sie zurzeit im CAS Operatives Controlling. Weshalb haben Sie sich für die beiden Zertifikatslehrgänge entschieden?
Wie ich anfangs erwähnt habe, bin ich in einem Bereich tätig, in dem es sehr viele direkte Schnittstellen zum Controlling und zum Bereich Finanzen gibt. Da ging es für mich als Quereinsteiger (ich bin von Haus aus Elektro-Ingenieur) zunächst darum, «die Vokabeln zu lernen». Dafür war der erste CAS sehr geeignet. Beim jetzigen CAS geht es mehr um die praktische Anwendung, hier kann ich sehr viele Anregungen für meine Arbeit aufnehmen, gleichzeitig verstehe ich die Perspektive meiner Kollegen besser und habe einen Einblick ihre Möglichkeiten.

Wovon haben Sie bis anhin am meisten profitiert?
Am meisten hilft es mir, die grundlegenden Strukturen verstanden zu haben, die dem Controlling zur Verfügung stehen (also Kostenarten, Kostenstellen etc.).  Darauf aufbauend kann ich meine Anforderungen sehr viel besser einbringen, weil ich deren Umsetzbarkeit im Voraus beurteilen kann.

Schliesslich gibt es auch einzelne Module, die sich als sehr nützlich erwiesen haben, wie beispielsweise die Unternehmensbewertung im Rahmen von M&A-Prozessen. In meinem beruflichen Alltag bin ich oft mit Bewertungsfragen konfrontiert, nicht nur von einzelnen Assets, sondern auch von ganzen Netzen oder sogar ganzen Netzbetreibern. Bei letzteren geht es dann im Grunde um eine Unternehmensbewertung.

Planen Sie im Anschluss an den zweiten CAS bereits den nächsten?
Das habe ich noch nicht entschieden. Für einen Quereinsteiger wie mich ist der zeitliche Aufwand natürlich höher als bei anderen, ich werde daher zunächst einmal pausieren und durchatmen.

Im Oktober startet der neu lancierte CAS Controlling für Führungskräfte. In diesem Lehrgang erwerben Teilnehmende wichtige Controlling-Kompetenzen, um bei der zahlenmässigen Führung und ergebnisorientierten Steuerung des Unternehmens auf Augenhöhe mit dem Finanzteam kommunizieren zu können.

Durch das «Blended Learning» Konzept werden die Teilnehmende in die Lage versetzt, einen auf ihre individuellen Bedürfnisse und ihr Lerntempo zugeschnittenen Kompetenzerwerb zu realisieren. Das Studium kann im Einklang von Karriere und Privatleben überwiegend «online» absolviert werden.

 

Oderbolz Laura HWZ Kommunikation

Laura Oderbolz

Project Manager Corporate Communications

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