Lessons learned der ersten Next Generation Leaders

11.07.2017

Anlässlich eines Events des SGO Vereins haben drei Absolvierende der ersten Durchführung des CAS Next Generation Leadership, Jasmina Todorovic, Armin Eyer und André Rindlisbacher darüber berichtet, wie Sie die im Studiengang erlernten Tools im Führungsalltag anwenden konnten.

Beitragsbild SGO Anlass

Jasmina Todorovic, Armin Eyer und André Rindlisbacher gehören zum ersten Abschlussjahrgang des CAS Next Generation Leadership, der Mitte November 2016 startete. In diesem Studiengang haben sie verschiedene Tools kennengelernt, die sie seither anwenden. Wieso sie überhaupt den Lehrgang besuchten? Wie alle Führungskräfte müssen auch sie sich mit der digitalen Transformation und der damit verbundenen Veränderungen auseinandersetzen. Der Future of Jobs Report des WEF (World Economic Forum) kommt nämlich zum Schluss, dass sich die Relevanz der geforderten Skills bis 2020 verändern wird: Im Zentrum stehen dann vor allem Fähigkeiten wie komplexe Probleme zu lösen,  kritisches Denken und Kreativität. Die drei Führungskräfte fragten sich ausserdem, ob die heute angewandten Führungsinstrumente zu diesen sich schnell verändernden Bedingungen passen und wie sie verschiedenen Generationen mit ihren Ansprüchen als auch Stärken und Schwächen gerecht werden können. Neue Inputs zu einer sinnvollen Verknüpfung bekannter und neuer Führungsinstrumente waren gefragt. Es ging dabei nicht um vorgefertigte Lösungen, sondern vielmehr um das Verständnis und praktischer Umgang mit zunehmender Führungskomplexität.

Ausgangslage: die Handlungsebenen

Ausgehend von den verschiedenen Handlungsebenen «ICH», «ICH & DU», «WIR» und «ICH, DU & WIR» legten die Absolvierenden nun knapp ein halbes Jahr nach ihrem Abschluss beim 60. IG Odo Event des SGO Vereins ihre praktischen Erfahrungen mit den verschiedenen Tools dar und schilderten die Erfolge und Schwierigkeiten, welchen sie bei der Umsetzung begegneten.

 

Führung beginnt immer bei einem selbst

Ein wichtiges Learning ist, das Führung bei sich selbst beginnt. Ein Tool, das täglich angewendet wird, ist «Körper und Geist stärken». Das beinhaltet beispielsweise der Verzicht auf Online-Aktivitäten und Fernsehen am Abend als auch einmal am Tag das Ausüben von mentalem Training, wie Meditation oder Qi Gong . Dadurch hat sich bei allen Teilnehmern einerseits die Schlafqualität verbessert, andererseits berichteten sie von einem wacheren und ausgeglicheren Allgemeinbefinden tagsüber.

Vom Rückblick zum Ausblick

Auch der Wechsel von Feedback zu Feedforward, einer stärkefokussierten und zukunftsorientierten Betrachtung, wurde erfolgreich beispielsweise im Rahmen des Mitarbeitergesprächs umgesetzt. Die entsprechenden Mitarbeitenden schätzten vor allem, dass sie zum ersten Mal aufgefordert wurden, sich ihrer Stärken zu besinnen und sich zu überlegen, in welchen Bereichen sie diese zusätzlich noch erfolgreich anwenden können. Somit bleibt der Fokus auf die Umsetzung der Stärken bei zukünftigen und nicht auf eine Rückmeldung zu vergangenen Projekten. Es hat sich aber auch gezeigt, dass das Tool «Feedforward» für sowohl die Mitarbeitenden als auch die Vorgesetzten einen deutlichen zeitlichen Mehraufwand bedeutet.

Effizient arbeiten

Schliesslich hat auch das Tool «Kanban» dazu geführt, dass zu erledigende Aufgaben sichtbar gemacht und schneller erledigt werden. Diese werden auf einem Kanban-Board eingetragen, welches drei Spalten beinhaltet: Geplant, in Arbeit, Erledigt. Im Gegensatz zu den üblichen Pendenzenlisten ist so der Stand der jeweiligen Pendenzen und die Verantwortlichkeit jederzeit für jeden sichtbar. So können keine Karteileichen mehr entstehen, Überschneidungen von verschiedenen Pendenzen werden rascher erkannt und je nachdem werden Pendenzen auch verworfen.

Neue Perspektiven für neue Wege

Die Erfahrungen von Jasmina Todorovic, Armin Eyer und André Rindlisbacher zeigen, dass ein neuer Blickwinkel auf bestehende Strukturen und das mutige Begehen neuer Wege trotz Hindernissen erfolgreiche Resultate erbringen kann. Sicher ist, dass es seine Zeit braucht, bis alte Strukturen aufgebrochen sind und Unternehmungen längerfristig den Herausforderungen der stetigen Veränderungen gerecht werden können und sicher ist, dass anpassungsfähige Unternehmen eine höhere Erfolgschance im Wettbewerb haben werden.