Campus30. September 2021

Mit Theorie, Praxis und Austausch zum COO

Daniela Bisig ist COO bei Dinnova, einem jungen Management- und Technologieberatungsunternehmen und hat kürzlich den CAS Requirements Engineering an der HWZ abgeschlossen. Im Interview erzählt sie, mit was sie sich in ihrer neuen Position als Chief Operation Officer auseinandersetzt, worauf es beim Anforderungsmanagement ankommt und weshalb theoretische Grundlagen nie unterschätzt werden dürfen.

Daniela, du arbeitest als Chief Operating Officer bei der Dinnova AG, ein Management- und Technologieberatungsunternehmen. Womit beschäftigst du dich?
Ich bin einerseits zuständig für den Auf- und laufenden Ausbau des operativen Bereiches inklusive des Kundendienstes der Dinnova AG. Andererseits leite ich unsere Beratungs- sowie Software-Entwicklungsprojekte und bin Ansprechpartner für unsere Kunden. Dabei trage ich die Verantwortung, mit unseren Softwareentwicklungsteams effiziente, qualitativ hochwertige Ergebnisse zu liefern, um die Wünsche unserer Kunden zu erfüllen und zu übertreffen. Somit besteht mein vielseitiger Alltag aus Beratungen bezüglich Software-Implementierungen, agilen Vorgehen, Prozessoptimierungen, sowie dem Erfassen von High-Level Kundenanforderungen, der Sicherstellung ihrer Umsetzung und laufenden Feedbackgesprächen mit den Kunden.

Mit welchen Herausforderungen setzt du dich in deiner Arbeit vermehrt auseinander? Wie hat sich dein Arbeitsalltag im letzten Jahr verändert?
Mein Arbeitsalltag hat sich im letzten Jahr stark verändert, da ich nach über 15 Jahren in einem Kreditkartenunternehmen die Gelegenheit hatte, in einem jungen Unternehmen als COO einzusteigen. Bei der Dinnova AG legen wir höchsten Wert auf die Kundenzufriedenheit sowie positive Kundenerlebnisse. Meine Herausforderungen liegen dabei darin, die Kunden zu betreuen, und notwendige Lieferergebnisse von ihnen so einzufordern, dass wir diese rechtzeitig bearbeiten und dem Kunden ein ausgezeichnetes Ergebnis liefern können. Zusätzlich kann es herausfordernd sein, den Aufwand und die Komplexität technisch notwendiger Arbeiten dem Kunden so zu erklären, dass diese sowie der damit verbundene Aufwand nachvollziehbar sind. Schliesslich sind in der Softwareentwicklung die Komplexität sowie aufwendige Arbeiten im Hintergrund für einen Endbenutzer nicht direkt ersichtlich. Da Dinnova sehr schnell wächst (nach nur 14 Monaten besteht unser Team bereits aus 40 Mitarbeitern) sind weitere Herausforderungen die laufende Suche nach Talenten, das Führen von Interviews und die erfolgreiche Implementierung des Onboarding-Prozesses.

Erst kürzlich hast du den CAS Requirements Engineering an der HWZ abgeschlossen. Wie kam es dazu? Weshalb hast du dich für diese Weiterbildung entschieden?
Meine persönliche Weiterentwicklung- und somit auch -bildung liegen mir sehr am Herzen. Die heutige Zeit ist schnelllebig – gerade deshalb ist es wichtig, sich immer auf dem neuesten Stand zu halten, wenn man den Anschluss nicht verlieren will.

Im Bereich Requirements Engineering konnte ich direkt in der Praxis mittels eigener Erfahrungen das «Handwerk» erlernen. Es war mir jedoch wichtig, auch dessen theoretischen Grundlagen vertieft kennenzulernen und mich mit anderen Personen in diesem Bereich austauschen zu können.

Wovon hast du am meisten profitiert?
Durch den vertieften Einblick in die theoretischen Grundlagen des Requirements Engineerings, aber vor allem durch den Austausch mit meinen Dozierenden und Studienkolleg:innen, konnte ich meine bisherige Vorgehensweisen reflektieren und wo nötig optimieren oder Neues ausprobieren.

Mit welchem Thema hast du dich in deiner Zertifikatsarbeit auseinandergesetzt?
Beim vorherigen Arbeitgeber war ich unter anderem für die Umsetzung einer Applikationsablösung zuständig, da diese vom Software-Hersteller in nahbarer Zeit nicht mehr unterstützt werden würde. In meiner Zertifikatsarbeit habe ich im Rahmen des Vorhabens bereits angewendete, aber auch klassische, neue und agile Methoden aus dem Bereich des Requirements Engineerings gewählt und umgesetzt. Anschliessend habe ich die Vorgehensweise reflektiert – um zu untersuchen, welche Methoden zielführend, ineffizient oder entwicklungsfähig sind. Daraus konnte ich generelle Handlungsempfehlungen für den damaligen Betrieb ableiten und adressieren.

Ich habe mich im Rahmen meiner Zertifikatsarbeit für diese Thematik entschieden, weil ich damit die Theorie und Praxis sogleich verknüpfen und anwenden konnte. Zudem war es besonders hilfreich, spezifisch und praktisch für die Umsetzung einer Initiative auf das Fachwissen und die Erfahrung meiner Dozierenden sowie Mitstudent:innen zurückzugreifen und mich mit ihnen austauschen zu können.

Wem empfiehlst du den Studiengang weiter?
Personen, welche sich vertieft mit Requirements Engineering auseinandersetzen möchten und diese Aufgabe bisher ausschliesslich in der Praxis erlernt haben. Ausserdem interessierten Personen, welche einen Austausch mit erfahrenen Dozierenden und Kolleg:innen aus anderen Branchen schätzen und nutzen möchten.

Und wie geht es bei dir weiter: Steht bereits die nächste Weiterbildung an? 🙂
Meine nächste Weiterbildung ist noch nicht geplant, wird aber definitiv folgen 🙂 Ich fokussiere mich jetzt vorerst auf meine neue berufliche Herausforderung, welche mir sehr viel Freude bereitet und dank der ich das Erlernte im CAS perfekt anwenden kann.

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