SERI Bakery

Campus13. Oktober 2020

SERI Bakery: Starker Auftritt dank Studierenden

Die Studierenden des Bachelors Business Communications erarbeiteten im Modul «Integrierte Kommunikation» ein Integriertes Kommunikationskonzept für SERI Bakery, die Bäckerei ohne eigene Backstube und Anlagen. Wir haben mit dem Gründer Seri Wada und seinem Geschäftspartner Dominic Largo über die erste SERI-Filiale, die verschiedenen Konzepte sowie die Zusammenarbeit mit der HWZ gesprochen und durch die Studierenden erfahren, wie sie die Konzeptarbeit erlebt haben und weshalb ein Student bereits ein weiteres Projekt für SERI umsetzen durfte.

Seri Wada, vor fünf Jahren hast du mit einem Mini-Backofen in deiner Wohnung begonnen, Baguettes zu backen. Deine Vision war: Ich will die besten Baguettes des Landes backen. Seit kurzem gibt es die erste SERI-Filiale am Hauptbahnhof Zürich – mit den besten Baguettes der Schweiz?
Seri Wada: Ein Meilenstein nach den langen, spannenden und anspruchsvollen fünf Jahren mit allen Höhen und Tiefen – wie es sich für verrückte Ideen bzw. Missionen gehört. Die Mission war und ist stets Programm. Seit zweieinhalb Jahren teilen wir diese gemeinsam als SERI Entrepreneurs AG, mit unserem gesamten Team. Aus Seri’s Backhandwerk ist SERI® Bakery geworden.

Die Eröffnung der ersten SERI-Filiale liegt erst ein paar Wochen zurück. Nun steht ihr beide, du und dein Geschäftspartner Dominic Largo, vor der Filiale. Wie fühlt es sich an und was löst es bei euch aus?
Dominic Largo: Wir sind stolz auf diesem Meilenstein. Wir haben lange und intensiv daraufhin gearbeitet. Unsere Partner Bäckerei Kleiner bzw. ZfV hat uns dabei optimal ergänzt. Nun gilt unser Motto «Kaizen», sprich permanente Optimierung des Angebots und der Qualität. Wir wollen bis Herbst 2023 alle Besucher damit begeistern.

SERI Bakery, Dominic Largo und Seri Wada

Dominic Largo (links) und Seri Wada (recht) mit einem SERI-Baguette vor der ersten SERI-Filiale am Hauptbahnhof Zürich.

SERI ist (noch) nicht in aller Munde. Mit dem Ziel, die Bekanntheit eurer Marke zu steigern, erhielten Studierende des Bachelors Business Communications den Auftrag, für euch ein Integriertes Kommunikationskonzept zu erarbeiten. Wie war die Zusammenarbeit mit den Studierenden?
Dominic Largo: Die Studierenden sind komplett begeisterungsfähig, bringen stets neue Ideen ein, und lassen sich förmlich von agilen Jungunternehmen mitreissen. Eine Freude für uns als Auftraggeber.

Es gab vier verschiedene Gruppen und vier unterschiedliche Konzepte. Überzeugt haben euch am Ende zwei Gruppen. Weshalb habt ihr euch für diese Gruppen entschieden und was konntet ihr von diesen Konzepten übernehmen?
Dominic Largo: Gruppe 2 konnte uns mit ihrer Kampagne für Social Media, Website und OOH (Out Of Home = Aussenwerbung) begeistern. Gruppe 4 hat uns den neuen Claim «C’est SERI» gegeben – der auf März 2021 lanciert wird.

Dominic Largo, du hast in deiner früheren Tätigkeit bei Arosa Lenzerheide schon mit der HWZ zusammengearbeitet – und jetzt wieder. Wie kam es zur erneuten Zusammenarbeit?
Dominic Largo: Ich durfte bereits mehrere Projekte mit der HWZ im Bachelor und Master begleiten. Für die Arbeit bei Arosa Lenzerheide (welche insgesamt 4 Organisationen umfasste) hatten wir die Studierenden des 8. Semesters für eine Studienwoche vor Ort. Es wurden 80% der Social Media- und Online-Ideen seither angewandt bzw. galten als Grundlage für die operative Planung im Arosa Lenzerheide Team.

Bereits sind nächste Projekte in Planung, welche wir im Frühling 2021 lancieren werden. Dies zeigt wie spannend die Zusammenarbeit – geprägt durch die vielen Ideen, Standpunkte, Eindrücke und Reflexionen – mit Studenten der HWZ immer wieder sind. Einfach cool!

Seri Wada, Dominic Largo und Stefan Vogler

Stefan Vogler (rechts), Dozent im Bachelor Business Communications, mit den beiden Geschäftsführern von SERI Bakery.

Die Begeisterung fürs Konzipieren geweckt

Die Studierenden, aufgeteilt in Gruppe, erarbeiteten das Konzept mehrheitlich während des Lockdowns im Frühling. Wie ist es den Studierenden dabei ergangen? Was haben sie gelernt? Und wie stolz sind die beiden Gewinnergruppen, dass ein Teil des erarbeiteten Konzepts von SERI Bakery übernommen wird? Wir haben nachgefragt.

 

Die Brand Guideline als optimale Grundlage

Siegfried Epeti

Siegfried «Ziggy» Epeti, auch bekannt als Moderator aus dem HWZ Podcast «Bachelor Insides», hat mit seiner Gruppe nicht nur den neuen SERI-Claim «C’est SERI» umgesetzt, sondern durfte als selbstständiger Marketing Consultant auch gleich noch die Brand Guideline für SERI konzipieren.

Ziggy, wie kamst du zu diesem Auftrag?
Bei der Erstellung des Kommunikationskonzept für SERI merkte ich, dass SERI zwar eine klare Vorstellung über ihr Erscheinungsbild hatte, dieses jedoch nicht immer konsistent umgesetzt hatte. Ich sprach sie darauf an und bot ihnen an, ihr Corporate Design in Form einer Guideline festzuhalten. Diese Massnahme empfand ich als umso wichtiger, da SERI mit der Eröffnung ihrer ersten Filiale zum ersten Mal den B2C-Weg einschlagen und zukünftig mehr Werbung machen wird.

Wie bist du bei diesem Auftrag vorgegangen?
Da der persönliche Kontakt für mich wesentlich ist, fand das erste Treffen mit SERI trotz Corona beim Mittagessen statt. Dort konnte ich herausfinden, worauf sie stolz sind, wo es Inkonsistenzen gibt und was die Rahmenbedingungen sind. SERI bestand auf eine kompakte Guideline, woraufhin ich empfahl, sich auf zeitlose Elemente zu konzentrieren. Hier wurde z.B. bewusst auf die Erweiterung von Touch-Points wie die Produktverpackung oder andere Merchandise-Artikel verzichtet und stattdessen die Wortmarke, die Bildsprache und die Typografie in den Vordergrund gestellt. So muss bei einem Rebranding nicht die gesamte Guideline überarbeitet werden. Mein Ziel ist es immer, Nachhaltigkeit zu schaffen. Auch wenn es sich um eine Werbung mit einer Lebensdauer von drei Monaten handelt, soll sie noch nach Jahren in Erinnerung bleiben.

Wie viel Zeit hast du in dieses Projekt investiert?
Vom ersten Treffen bis zur fertigen Guideline dauerte es etwa einen Monat. Ich habe das grosse Glück, zuverlässige und belastbare Spezialisten an Bord zu haben. Die Grafikdesignerin, die dem SERI-Projekt zugeteilt wurde, ist dank ihrer Agenturerfahrung ziemlich abgehärtet und war um 22 Uhr noch hoch motiviert und aufnahmefähig. Wenn man dies nebenberuflich tut, bleibt einem nichts anderes übrig, als solche Aufträge nach der normalen Arbeitszeit zu bearbeiten. Zum Beispiel musste ich auf meine Semesterferien verzichten, weil ich SERI nur dienstags, an meinem eigentlichen HWZ-Blocktag, treffen konnte. Man muss einfach seine Prioritäten richtig setzen.

Du arbeitest als Social Media Spezialist bei einer Grossbank und bist nebenbei noch selbstständiger Marketing Consultant unter dem Namen «unisono». Wie kam es zu diesem Namen?
Das Wort unisono ist lateinischen Ursprungs und bedeutet im Einklang oder einstimmig. Der Begriff beschreibt den Vorgang, bei dem alle Mitglieder eines Orchesters gemeinsam dieselbe Melodie in verschiedenen Oktaven spielen. Unisono bedeutet für Orchestermusiker auch, dass die Trennung der Gruppen aufgehoben wird. Auf diese Weise wird eine starke Durchsetzungskraft dank der grossen Klangentfaltung erreicht. Die Analogie zur Agentur ist, dass wir und der Kunde an einem Strang ziehen und in Harmonie sind. Sie symbolisiert auch, wie alle Marketingaktivitäten, an denen wir arbeiten, koordiniert und kongruent sind.

Konntest du dank des Netzwerks der HWZ bereits weitere Projekte umsetzen?
In den Studiengruppen oder bei den Apéros trifft man oft auf Studierende, die selbständig sind oder werden wollen. Das ist die beste Möglichkeit, ins Gespräch zu kommen und sich über Business-Konzepte auszutauschen. Im Moment ist es bei den meisten noch Zukunftsmusik, was für unisono umso interessanter ist, da wir uns im Bereich Branding positionieren möchten. Ich hoffe also sehr, dass ihre Träume bald in Erfüllung gehen, denn dann hätten wir auf einen Schlag 100 neue Aufträge.

 

 

 

Oderbolz Laura HWZ Kommunikation

Laura Oderbolz

Project Manager Corporate Communications

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