Titelbild HWZ Empowers

Veranstaltung26. Oktober 2020

HWZ Empowers: Die Frage nach dem «Warum»

Am Donnerstag, 22. Oktober 2020, fand die vierte Ausgabe von HWZ Empowers statt. «Warum tust du das, was du tust?» Mit dieser Frage startete Selma Kuyas in ihre Breakout Session zum Thema «Pimp your CV». Dieses «Why» zog sich dann auch wie ein roter Faden durch die Veranstaltung. Oliver Keller und Monika Häcki zeigten in der Session zu «Lean Management» auf, weshalb es so wichtig ist, sich mit sich selbst auseinander zu setzen und wiesen auf die unsichtbare Seite von Entscheidungen hin. Den Abschluss machte Verena Tschudi zum Thema «Erfolg durch Mind-Management» und zeigte auf, wie Erfolg im Kopf entsteht.

Aufgrund der aktuellen Situation musste kurzfristig das Setting geändert werden. Anstelle einer physischen Veranstaltung vor Ort, waren am Donnerstag lediglich die Speaker*innen an der HWZ. Das Publikum nahm virtuell teil. Dies hatte den Vorteil, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit hatten, an allen drei Sessions teilzunehmen oder auch nur in eine Session reinzuhören. Nach jeder Session wurden die Teilnehmenden in Gruppen zusammengewürfelt, um das Gehörte zu diskutieren. In diesen Diskussionen haben sich Fragen und Erkenntnisse heraus kristallisiert, welche danach im Plenum bearbeitet werden konnten.

«Pimp your CV» mit Selma Kuyas

Es gibt drei Reaktionen auf eine Bewerbung: ja, nein und WOW. Ziel von jeder Bewerbung sollte es sein, auf dem WOW-Stapel zu landen. Wie das zu schaffen ist:

Zutat Nr. 1: Klare Positionierung

Zu Beginn soll man sich immer folgende Frage stellen: «Warum tust du das, was du tust?» Daher immer mit dem Warum starten. Das hilft enorm, die Positionierung zu schärfen. Menschen wollen nicht wissen was du tust, sondern warum du es tust. Selma arbeitet bei dieser Frage mit dem Goldenen Kreis von Simon Sinek. Sie sagt, um herauszufinden, warum du etwas tust, musst du zuerst definieren, was du tust, danach festlegen, wie du es tust und daraus das warum entdecken. Das «Was» sind die Kompetenzen, Ausbildungen und Stärken die mitgebracht werden, beim «Wie» werden die Softskills und Persönlichkeitsmerkmale ergründet und daraus ergibt sich dann das «Warum». Warum bin ich die oder der Richtige für diesen Job?

Zutat Nr. 2: Strategisches Design

Grundlegend ist, den CV visuell ansprechend zu gestalten. Selma zitiert in diesem Zusammenhang Charles Eames: «Das Design ist ein Plan zum Arrangieren von Elementen auf eine Art, mit der es einen bestimmten Zweck am besten erfüllt.» Selma hebt hervor, dass sich die 2-Spalten-Struktur gut eignet und damit Informationen schnell gefunden werden, eine klare Leseführung besteht und die Leserschaft aktiv beeinflusst wird. Sie empfiehlt den CV, wenn möglich, kompakt auf zwei Seiten zu gestalten und mit Kontrasten zu arbeiten.

Zutat Nr. 3: Überzeugender Inhalt

Inhaltlich sollen die Erfolge und Qualifikationen sichtbar gemacht werden. Daher empfiehlt Selma ein Erfolgsjournal zu führen und dort positive Feedbacks zu sammeln. Im CV kann man die positiven Feedbacks sowie Qualifikationen hervorheben. Als Beweis können Passagen aus Arbeitszeugnissen zitiert, und Referenzen immer angeben werden. Beim Leistungsversprechen darf hervorgehoben werden, was man mit seiner Arbeit beim neuen Unternehmen erreichen will.

Geht nicht – gibt’s nicht! Lean Management als Ratgeber mit Oliver Keller und Monika Häcki

Oliver Keller, Studiengangleiter CAS Lean Management, hat als lebendiges Beispiel für Lean Management Monika Häcki von der Urner Kantonalbank mitgenommen. Oliver erklärt zu Beginn die Emotionssysteme in unserem Hirn und weist auf die unsichtbaren Seiten von Entscheidungen hin. Er hebt hervor, dass Emotionssysteme uns unterbewusst auf Kurs halten. Auf Kurs bedeutet, dass wir Gefühle wie Lust, Spass, Geborgenheit und Glück verspüren, wenn es gut läuft und bei Abweichungen dominieren die Gefühle Angst, Ärger, Wut.

Nach diesem Exkurs über unsere Emotionssysteme erzählt Monika Häcki von ihrem Werdegang. Monika betont, dass im Lean Management die Kundenbedürfnisse ins Zentrum gestellt werden. Bei ihr deckte sich dies beispielsweise mit ihrem Bedürfnis «helfen zu wollen». Während es Lean Management im maschinellen Bereich zu dieser Zeit bereits gab, führte Monika die Lean Management Philosophie auch in der Administration/Prozessoptimierung ein. Im weiterführenden Lebenslauf von Monika ist es wichtig hervorzuheben, dass sie immer ihrem Autopiloten folgte und auch unpopuläre Entscheidungen traf. Beispielsweise merkte sie nach einer gewissen Zeit, dass die Arbeit zur Routine wurde und nahm sich eine 9-monatige Auszeit.

Hier setzt Oliver Keller wieder ein und stellt das «Team Management Systems» (TMS-Modell) vor. Dies besagt, dass ein Team nicht nur nach Kompetenzen, sondern auch nach Präferenzen eingeteilt werden soll. Erst so kann ein Hochleistungsteam entstehen. Der Grund weshalb meist nach Kompetenzen eingeteilt wird, ist, dass unser Hirn versucht, immer den einfachsten Weg zu gehen. Auch das Konzept der Verschwendung wird aufgenommen, welches besagt, dass mehr in Wertschöpfung investiert wird und weniger in die Verschwendung. Als Praxisbeispiel bei der UKB erwähnt Monika: «Man will mit möglichst wenig, möglichst viel herausholen.»

Eine Anleitung für ein Leben mit weniger Verschwendung:

Definiere wertvoll für dich:

  • Lerne deine Prioritäten kennen, richte dich danach aus
  • Setze mutige Ziele – so geht mehr als du denkst
  • Investiere in dich selber

Verschwendung reduzieren:

  • Zeitfresser erkennen und konsequent eliminieren
  • Störungen haben Vorrang
  • Eigenes Wissen anbieten, teilen – querdenken

Überbelastung vermeiden:

  • Selbstfürsorge ist essentiell – finde deine Life Balance, jeden Tag neu
  • Eigene Ressourcen kennen und bewusst aufladen

Unausgeglichenheit glätten:

  • Vorausschauend planen, bei Bedarf priorisieren
  • Um Unterstützung bitten oder Unterstützung annehmen

WICHTIG: Wenn man etwas nicht mehr mag, dann ist es Verschwendung. Man soll daraus ausbrechen.

«Erfolg durch Mind-Management» mit Verena Tschudi

Den Abschluss des virtuellen HWZ Empowers macht Verena Tschudi. Sie ist überzeugt, dass Erfolg im Kopf beginnt und dass wir unsere Gedanken aktiv konditionieren und beeinflussen können und somit mehr Erfolg haben. Durch Mind Management merken wir überhaupt, was in unseren Köpfen passiert und wo wir ansetzen können. Sie hebt hervor, dass 90% von dem was wir machen, bei uns selber liegt und destruktive Gedanken auch unseren Erfolg verhindern.

Erfolg findet im Verhältnis von drei Komponenten statt:

  • Ziel
  • Persönlichkeit
  • Methoden

Gemäss Verena liegt der Knoten meist bei der «Persönlichkeit». Verena appelliert an die Frauen: «Ihr habt alles schon, was ihr braucht»

Verena ist sich sicher, dass es keine Notwendigkeit gibt, die Persönlichkeit zu verändern. Sie sieht also den Knackpunkt nicht dabei, die Persönlichkeit beeinflussen oder ändern zu wollen, sondern die Gefühle. Laut Verena führen Gedanken zu Emotionen und die Emotionen steuern unser Verhalten und folglich auch unsere Resultate. Daher ist es wichtig, bei den Gedanken anzusetzen: Sobald ich mit positiven Gedanken eine Arbeit anpacke, erzeugt dies auch positive Emotionen, und daraus entstehen automatisch positive Verhaltensweisen und erfolgreiche Resultate.

 

 

Portrait Burcu Angst

Burcu Angst

Project Manager Corporate Communications

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