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Aktuell08. August 2022

Podcast | Labels und Zertifikate als Teil des Business Modells

Labels können keine Verbesserung oder Garantie abgeben für die Haltung, Produktqualität oder eine Dienstleistung. Aber sie lenken zumindest die Aufmerksamkeit eines Unternehmens und der Kund:innen auf das entsprechende Thema und sensibilisieren somit sowohl Angebots- wie auch Nachfrageseitig. Mit Christoph Weber-Berg, Wirtschaftsethiker, Theologe und Dozent im CAS Unternehmensführung HWZ, sprachen wir über diverse Aspekte von Labels und Zertifizierungen.

Das Vertrauen ist entscheidend

Labels und Zertifikate helfen uns im immer dichteren Dschungel der Angebote und Möglichkeiten, das jeweils Beste effizient rauszupicken. Im optimalen Fall bieten sie Transparenz und vereinfachen für Kundinnen und Kunden die Entscheidungsfindung. So können sie einfach und schnell erkennen, ob ein Produkt ihren Wertvorstellungen entspricht, dies im Zusammenhang mit dem Herstellungsprozess, den Arbeitsbedingungen oder der Ökobilanz. Sie müssen dabei nicht eine eigenen Recherche für jedes Produkt machen, sondern können sich in der Regel auf die Labels verlassen. Sofern sie natürlich das entsprechende Vertrauen in das Label haben.

Dieses ganze auf Vertrauen basierte System funktioniert nur, solange eine unabhängige Prüfung stattfinden kann. Beispielsweise durch ein NGO, welches das Label unter die Lupe nimmt und bei allfälligen Verfehlungen öffentlich darauf aufmerksam macht.

Ein eigenes Label

Für Unternehmen und Organisationen bietet der Anschluss an ein bestehendes Label viele neuen Chancen. Man profitiert vom Label und damit von seinen Werten. Man hat jedoch keine Kontrolle darüber, wie sich das Label als solches entwickelt. Es gibt auch die Möglichkeit, ein eigenes Label ins Leben zu rufen. Dies hat gewisse Vorteile, ist jedoch sehr aufwändig.

Ein eigenes Label kann einem Unternehmen dabei helfen, Botschaften und Werte des Unternehmens zu transportieren und somit gegen aussen zu stärken. Dies erfolgreich zu tun, ist aber gar nicht so einfach. Christoph Weber-Berg meint dazu:

Ein Unternehmen muss das Vertrauen und die Glaubwürdigkeit der Öffentlichkeit bereits haben, bevor sie ein eigenes Label lancieren möchten.

Die Fragen im Podcast:

  • Was machen Labels und weshalb existieren sie?
  • Was ist ein gutes Label?
  • Wann macht es als Firma Sinn, ein eigenes Label zu lancieren?
  • Sind Labels auch immer Marketing?
  • Weshalb gibt es eine Nachfrage nach Labels bei den Konsument:innen?
  • Wo siehst du Probleme mit Labels?
  • Wie sieht die Zukunft von Labels und unser Vertrauen in sie aus?

Es macht nicht in allen Branchen gleich viel Sinn, Produktzertifizierungen ins Leben zu rufen oder sich einer unter viel Aufwand anzuschliessen. Das Kundenbedürfnis nach Labels und Zertifizierung der Produkte unterscheidet sich je nach Branche stark. Besonders bei den Nahrungsmitteln sind die Labels beim Endkunden sehr gefragt. Im Podcast erzählt uns Christoph Weber-Berg dazu eine spannende Anekdote eines Start-ups, welches eine Zertifizierung unbedingt wollte und benötigte, aber die Anforderungen der grossen, altbekannten Labels noch nicht ganz erfüllen konnte. Wie sie damit umgegangen sind, erfährst du im Podcast.

Du interessierst dich für Fragen zum Thema Unternehmensführung?

Portrait Dario Schmieder HWZ Kommunikation

Dario Schmieder

Project Manager Corporate Communications

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