Projektportfolio
Als Teil der HWZ, der renommierten Wirtschaftshochschule inmitten der Stadt Zürich mit hervorragender Vernetzung zur lokalen Wirtschaft, sind wir ein optimaler Partner für Zusammenarbeit und gemeinsame Projekte. Folgende Projekte konnten wir bereits umsetzen.
Auszug aus unserem Forschungsportfolio
Wann verkaufen Immobilieneigentümer ihre Liegenschaft? Mit zwei Unternehmenspartnern wird in diesem Projekt die Verkaufsintention als neue Schätzgrösse in der Immobilienwirtschaft entwickelt. Die innovative Idee zu diesem Projekt stammt von einem Start-Up Gründer und ehemaligem Studenten der HWZ. Angegangen wird sie durch verschiedene Deep Learning-Ansätze, die auf einer sehr grossen und einschlägigen Datenbasis angewandt werden.
Das Pilotprojekt wird mit einer geplanten Plattform für die dynamische Rekrutierung von Umfrageteilnehmern befassen, um sinkenden Rücklaufquoten bei online-basierten Umfragen entgegenzuwirken. Die Anonymität online-basierter Umfragen und der Vertrauensverlust gegenüber wissenschaftlichen Studien resultiert in einer starken Abnahme der Teilnahmebereitschaft bei Umfragen. Neben den zunehmenden Kosten für repräsentative Stichproben besteht zudem die Gefahr systematischer Verzerrungen der Ergebnisse. Wir gehen diese Herausforderungen mit einem experimentellen Proof-of-Concept an, der eine kontinuierlichen Messung der Teilnahmequote mit der statistischen Zusammenführung von Daten verschiedener Kontaktkanäle (Messenger-Dienste, Social Media etc.) für einzelne Mikrogruppen kombiniert.
Sinnhaftigkeit ist für viele Arbeitnehmende zentral, wird jedoch oft zu wenig erlebt. Dies mindert das Engagement der Mitarbeitenden und schlussendlich die unternehmerische Leistungsfähigkeit. In diesem Projekt begleiten wir den Verein Gegenwartskasse. Wir prüfen die Skalierbarkeit der gleichnamigen Arbeitszeitsparkasse für Unternehmen, um eine Basis für deren Markteintritt zu schaffen.
Der grösste Musikwettbewerb der Welt fand 2025 in der Schweiz in Basel statt. Für die lokale Wertschöpfung insbesondere in den Branchen Gastronomie, Tourismus und Handel generieren Grossevents wie der ESC wichtige Einnahmen. In Zusammenarbeit mit Ticketcorner wurde eine Opt-in-Umfrage unter den Ticketholdern durchgeführt, um die lokale Wertschöpfung durch Ausgaben für Verpflegung, Unterkunft, Anreise, Merchandise etc. zu erfassen. Auch wurden Fragen zur Zufriedenheit mit dem Anlass, seiner Organisation sowie den Standort gestellt. An der Studie nahmen 2'585 Personen aus den Regionen Schweiz, Europa und übrige Welt teil. Insgesamt gab es 90'000 Tickets. Die Befragung wurde im Sommer 2025 von der HWZ durchgeführt. Die Stichprobe wurde gewichtet, um für die Regionen Schweiz, Europa und Welt repräsentative Ergebnisse zu erzielen.
In dieser Studie (seit Juni 2025) werden die geeignetsten Parameter des bhutanischen Systems des Bruttonationalglücks (GNH) und des westlichen BIP-gesteuerten Wirtschaftsparadigmas identifiziert und gegenübergestellt. Ziel ist es, zu untersuchen, wie bhutanische Unternehmer:innen von der selektiven Übernahme BIP-basierter Instrumente wie Innovationsprozesse und Finanzmechanismen profitieren könnte, während es gleichzeitig den Kernwerten des Bruttonationalglücks (GNH) treu bleibt. Umgekehrt wird untersucht, wie die Schweiz ihre unternehmerische Ausbildung und Praxis durch die Integration von GNH-inspirierten Prinzipien verbessern und dadurch einen nachhaltigeren und menschenzentrierteren Ansatz für das Unternehmertum fördern könnte.
Flexible Arbeitsformen wie Teilzeit, Mehrfachbeschäftigung oder Arbeit auf Abruf gewinnen im Schweizer Arbeitsmarkt zunehmend an Bedeutung, führen jedoch oft zu prekären Vorsorgesituationen, da viele Erwerbstätige die BVG-Eintrittsschwelle nicht erreichen und dadurch ungenügend abgesichert sind. Die Studie untersuchte diese Problematik im kaufmännischen Bereich und im Detailhandel anhand von Daten der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE) aus dem Jahr 2023. Analysiert wurden demografische Merkmale wie Alter, Geschlecht und Bildung sowie die häufigsten flexiblen Arbeitsformen. Eine Trendanalyse (2015-2023) zeigte auf, wie sich die Anzahl der Betroffenen über die Jahre entwickelt hat. Ziel war es, aus den gewonnenen Erkenntnissen konkrete Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Vorsorgesituation dieser Erwerbstätigen abzuleiten.
Überdurchschnittlich viele Schweizer Frauen gehen auf ihrem Karriereweg im Vergleich zu Frauen mit internationalem Hintergrund verloren. Deshalb standen die spezifischen Bedürfnisse von Frauen mit kulturellem Schweizer Hintergrund in Schweizer KMU im Fokus dieser Untersuchung. Dabei wurden 14 Expert:inneninterviews mit Führungspersonen aus verschiedenen Branchen von Schweizer KMUs geführt, transkribiert und als strukturierte Textsammlung für eine qualitative Analyse aufbereitet. Die Interviews wurden kodiert und analysiert, um mögliche Trends und Muster zu Gleichstellung, Herausforderungen und möglichen Lösungen zu erkennen. Daraus sollten konkrete Unterstützungsangebote entwickelt werden.
Mit unserem Projekt möchten wir die Selbstwirksamkeit von vulnerablen Gruppen stärken, die sich typischerweise in einer prekären sozialen, rechtlichen und finanziellen Lage befinden. Mehr Selbstwirksamkeit befähigt diese Gruppen, sich Gehör zu verschaffen und Entscheidungen selbstbestimmter zu treffen. In diesem Kontext sind die Zielgruppen unseres Projekts abgewiesene Asylsuchende als extreme Form einer vulnerablen Gruppe und Organisationen, die sich für sie einsetzen. Unsere Aktivitäten fokussieren insbesondere auf die Teilnahme an Bildungs- und Beschäftigungsangeboten. Diese Angebote ermöglichen nicht nur das Erlernen neuer Fähigkeiten, sondern leisten auch einen Beitrag zur psychischen Gesundheit von abgewiesenen Asylsuchenden. Dieses Projekt wird in Kooperation mit dem Schweizerischen Roten Kreuz Kanton Zürich durchgeführt und dauert rund 2 Jahre. Die Volkart Stiftung fördert das Projekt finanziell über einen Teil der Laufzeit.
«Tour-Tourismus», bei dem Fans ins Ausland reisen, um Konzerte ihrer Lieblingskünstler:innen zu besuchen, entwickelt sich zunehmend zu einer wichtigen Einnahmequelle mit positiven Effekten für Tourismus, Handel und Gastronomie. Vor diesem Hintergrund wurde in Zusammenarbeit mit Ticketcorner für ein Konzerterlebnis mit zwei Shows im Sommer 2024 im Letzigrund eine freiwillige Online-Umfrage durchgeführt, um die lokale Wertschöpfung durch Ausgaben für Verpflegung, Unterkunft, Anreise und Souvenirs zu erfassen. Die Daten von 1552 Teilnehmenden aus einer Grundgesamtheit von 95’122 Konzertbesucher:innen in Zürich wurden zwischen dem 14. Januar und 6. Februar 2025 erhoben. Die Stichprobe wurde gewichtet, um für die Regionen Schweiz, Europa und USA repräsentative Ergebnisse zu erzielen.
Grundlage dieser Untersuchung war die Zielgruppe «Laura», welche als 26- bis 37-jähriges Mitglied des kfmv Zürich definiert wurde. Ziel war es, die Interessen, Themen und Werte dieser Persona systematisch zu erfassen. Dafür wurde eine Online-Umfrage durchgeführt, deren Daten zwischen dem 29. November 2024 und dem 6. Januar 2025 erhoben wurden. Die Teilnehmenden wurden über Newsletter des kfmv Zürich und der KV Business School rekrutiert und nahmen freiwillig (Opt-in) teil. Nach Bereinigung standen 1172 gültige Antworten für die Auswertung zur Verfügung.
Die Studie analysierte, wie 46 Schweizer Unternehmen aus dem Swiss Reputation Ranking 2023 in ihrer Kommunikation über Klimaschutz informieren. Untersucht wurden dafür eigene Inhalte auf Webseiten, in Nachhaltigkeits- und Geschäftsberichten sowie auf Sozialen Medien der entsprechenden Firmen (Facebook, LinkedIn, X) im Zeitraum März 2022 bis März 2023. Anhand qualitativer Inhaltsanalyse wurden sowohl die inhaltliche Substanz als auch die kommunikative Qualität bewertet, um mögliche Risiken für Greenwashing (d.h. eine irreführende oder beschönigende Darstellung von Klimamassnahmen) oder Greenhushing (d.h. das bewusste Zurückhalten relevanter Informationen aus Angst vor Kritik) zu identifizieren.
Diese Dissertation befasst sich damit, wie Organisationen mit Misstrauen zwischen Organisationen und ihren Stakeholdern umgehen und gibt Einblicke in neue Ansätze und Dialogpraktiken für das Stakeholder Engagement in misstrauensbasierte Beziehungen in scheinbar unlösbaren Konflikten. Dabei wurde ein interdisziplinärer Ansatz verfolgt, der Konflikt- und Management-Forschung vereint. Diese Dissertation ist in drei Teile gegliedert: Teil 1 umfasst eine konzeptionelle Arbeit zu scheinbar unlösbaren Konflikten und entwickelt ein Prozessmodell, das den Weg zur Auflösung solcher Konflikte entlang verschiedener Beziehungsqualitäten aufzeigt und Ideen für entsprechende Stakeholder-Engagement-Praktiken liefert. Teil 2 beinhaltet eine Fallstudie zum Stakeholder-Management in einer internationalen Organisation mit über 100’000 Mitarbeitenden, die nach einem öffentlich gewordenen Skandal im Zusammenhang mit einem Nachhaltigkeitsthema stark unter dem Misstrauen ihrer Anspruchsgruppen litt. Teil 3 umfasst eine Studie, die auf Expert:inneninterviews mit neutralen Drittpersonen (z.B. Mediator:innen) basiert, die Dialogprozesse begleiten, um schwierige Stakeholder-Beziehungen zu verbessern.
Die Bewältigung ökologischer Herausforderungen erfordert von Unternehmen transformative Massnahmen, die den Übergang zur Kreislaufwirtschaft ermöglichen. Dabei spielen Führungskräfte von Unternehmen eine zentrale Rolle, die eine Vielzahl externer Stakeholder in Netzwerken einbinden und motivieren, nachhaltigen Wandel zu erreichen. Dieses Projekt verbessert das Verständnis dafür, warum, wann und wie Führungskräfte von Unternehmen Stakeholder einbinden, um ökologische Herausforderungen im Rahmen der Kreislaufwirtschaft anzugehen. Die Ergebnisse leisten einen wichtigen Beitrag zur Fähigkeit der Unternehmensführung, die Nachhaltigkeitstransformation voranzutreiben. Das Projekt läuft seit 2023 und wird in Kooperation mit Prof. Dr. Judith Walls (Universität St. Gallen) und Prof. Dr. Christian Vögtlin (ZHAW) durchgeführt. Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) fördert das Projekt finanziell über die volle Laufzeit.
Die Medienanalyse der schweizerischen Wahlstudie Selects 2023 erfasste und analysierte 116 Print- und Onlinemedien aus der deutsch-, französisch- und italienischsprachigen Schweiz. Die Erhebungsperiode erstreckt sich dabei auf den Zeitraum von sechs Monaten vor den eidgenössischen Wahlen 2023. Über ein Textclustering wurden generelle, medientitel-unabhängige Zeitungsrubriken, der Bezug von Artikeln zur Schweizer Politik und 17 politische Sachthemen erhoben. Zusätzlich wurde das Vorkommen der 15 wichtigsten Parteien, der 5997 National- und Ständeratskandidat:innen, der 7 Bundesrät:innen und des Bundeskanzlers gemessen.
Auf Grundlage von verschiedenen öffentlichen und privaten Datensätzen sollen Modelle auf Basis künstlicher Intelligenz erstellt werden, die für die Anwender bestimmte nutzbringende Informationen im Bereich Marktanalyse in der Immobilienwirtschaft zur Verfügung stellen kann. Die neuen Modelle sollen mehr Transparenz und Genauigkeit für die Marktteilnehmer als bisher bereitstellen. Durch den Innocheck konnten die Daten aufbereitet (engineering) werden, im Anschluss wird ein Proof of Concept (PoC) zu den Modellen durchgeführt werden.
Durch den Einsatz von Data Engineering (Aufbereiten diverser Datendimensionen aus der Datenquelle des Wirtschaftspartners) und Data Analytics (u.a. Unsupervised Learning für induktives Clustering) wurde im Projekt erörtert, wie und ob die Auswahlbasis an Kandidat:innen für Verwaltungsräte und Geschäftsleitungen durch ein definiertes Kompetenzportfolio über die klassischen Beziehungsnetzwerke hinaus vergrössert werden kann.
Nachhaltigkeit bei der Produkt- und Technologieentwicklung ist ohne nachhaltigen Innovationsprozess im Unternehmen undenkbar. Die Machbarkeitsstudie ging der Frage nach, was Nachhaltigkeit im Innovationsprozess in verschiedenen Unternehmen bedeutet und ob dies mittels Text Mining und NLP (Natural Language Processing) in einen digitalen Assistenten überführt werden kann, der den Nachhaltigkeitsgrad von Innovationsprozessen prüft.
In diesem Projekt wurde mit einem Text Mining Ansatz geprüft, ob Nachhaltigkeitsberichte von Unternehmen automatisiert in adäquater Qualität beurteilt werden können. Im auftraggebenden Unternehmen wurde diese Arbeit aktuell von Hand, resp. auf rein qualitativer Basis vorgenommen. Der Text Mining Ansatz wurde entlang des sogenannten CRISP-Frameworks strukturiert. Das Projekt wurde mit einem rudimentären Proof of Concept (PoC) abgeschlossen, wobei gezeigt werden konnte, dass die angestrebte Automatisierung prinzipiell möglich ist.
Diesem Forschungsprojekt liegt ein Modell zugrunde, das den aufeinander abgestimmten Drei-klang aus Zielgruppen, Kommunikationskanälen und Inhalten als Grundlage einer erfolgreichen Kommunikation postuliert. Ziel dieser Studie war die systematische und empirische Verknüpfung von diesen drei zentralen Elementen mittels Theorie, Gesprächen mit Kommunikationsexperten und einer Online-Befragung. Drei mittlere bis grosse Unternehmen nahmen teil, die Umfrage als Basis einer statistischen Auswertung wurde von 889 Personen dieser Unternehmen vollständig ausgefüllt.
Partner: Schweizer Baumeisterverband (SBV), Swissmem Academy, Raiffeisen Unternehmenszentrum RUZ, Zürcher Gesellschaft für Personal (ZGP), SUPSI Dipartemente Technologie Innovative (DTI)
In dieser Studie wurden in einem ersten Schritt zehn Dimensionen etabliert, welche ein dem digitalen Zeitalter angemessenes Führungsverständnis ausmachen. Die Etablierung geschah auf Grundlage von Literatur, einer Delphi-Studie (zweistufige Expertenbefragung) mit 33 Experten in Unternehmen sowie statistischen Methoden (u.a. Faktoranalysen). Danach wurden zwei Umfragen in CH-Unternehmen gemacht (2018 in 318; 2020 in 205), um zu sehen, wo die Unternehmen bzgl. der «Digital Leadership» stehen.
Inhalt und Ziel dieses Projekts war es, Gründe und Konsequenzen von schwierigen Stakeholder-Beziehungen zu untersuchen und ein Modell hierzu zu entwickeln. Zudem wurde untersucht, wie solche kriselnden Beziehungen wieder ins Positive gedreht werden können. Das Projekt wurde in Kooperation mit dem Lehrstuhl von Prof. Dr. Antoinette Weibel an der Universität St. Gallen und mehreren Partnern aus der Praxis durchgeführt. Die vier Projektphasen erstreckten sich von 2017 bis 2022 und enthielten verschiedene Untersuchungen wie Fallstudien, Befragungen und Experimente.
Ziel dieses grösseren Projektauftrags war es, das auftraggebende Bundesamt beim Aufbau eines systematischen Stakeholder Managements zu unterstützen. Dazu wurden zuerst die zentralen internen und externen Stakeholder aufgrund der Wertschöpfungskette des Amtes sowie seiner kritischen Themen identifiziert (Stakeholder-Mapping). Danach fanden verschiedene, methodisch systematisch angeordnete Interaktionen zwischen und mit den Stakeholdern statt. Sie dienten dazu, um Positionen, Haltungen und Entwicklungspotenziale zu erörtern. Konkret wurden rund 20 Experteninterviews in Deutsch und Französisch sowie aufeinander aufbauende Workshops und Plenumsdiskussionen durchgeführt und teils mittels Aktionsforschung begleitet. Als Ergebnis resultierte ein gemeinsam mit den Stakeholdern erarbeitetes Mind-Set und es wurden erste Stakeholder-Austauschformate und Prozessschritte etabliert mit Potenzial für eine längerfristige Institutionalisierung. Zudem wurden die ausgewerteten Daten und Ergebnisse in einem umfassenden Schlussbericht übersichtlich festgehalten.
