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Campus22. Juni 2022

Studentin, Gründerin und Gemeinderätin | Sie gestaltet die Zukunft mit

Sie ist Studentin im letzten Semester des Bachelors Business Communications HWZ, Mitinhaberin einer Social-Media-Agentur, arbeitet Teilzeit bei der Swisscom und ist Gemeinderätin der Gemeinde Zuchwil in Solothurn. Melanie Racine jongliert viele Bälle gleichzeitig und bringt trotzdem alles unter einen Hut. Im Sommer schliesst sie ihr Studium ab und erhofft sich dadurch ein bisschen mehr Zeit für sich.

Melanie, du studierst bei uns im 8. Semester Bachelor Business Communications, arbeitest 50% bei Swisscom als Kommunikationsspezialistin, hast dich im Social Media Bereich selbstständig gemacht und bist nebenbei politisch als Gemeinderätin der Gemeinde Zuchwil aktiv. Hat dein Tag mehr als 24 Stunden oder wie bekommst du das alles unter einen Hut?
Ein gutes Time-Management ist das A und O. Ich mag es, wenn viel los ist und ich arbeite sehr gerne. Indem ich mein Hobby zum Beruf machen konnte, fühlt es sich oftmals nicht wie Arbeit an und es bereitet mir sehr viel Freude. Nichtsdestotrotz sind die Tage teilweise sehr lange und ich bin froh, wenn ich im Sommer hoffentlich mein Studium erfolgreich abschliessen kann und ein wenig mehr Zeit für mich übrigbleibt.

Wie ist deine Woche strukturiert? Sprich wann hast du fixe Unterrichtszeiten und wann hast du fixe politische Termine, die du einhalten musst? Was passiert wenn es da Überschneidungen gibt?
Meine fixen Schultage sind am Mittwochabend und am Freitag tagsüber. Bei Swisscom kann ich meine Arbeitstage glücklicherweise sehr flexibel gestalten, daher sieht jede Woche bei mir anders aus. Ich richte mich nach meinem Team und arbeite verteilt über die Woche. Die restliche Zeit nutze ich für «bevisible», die Social Media Agentur, die ich mit meinem Kollegen gegründet habe. Neben der Arbeit engagiere ich mich ehrenamtlich für politische Tätigkeiten und übe mein Amt als Gemeinderätin in Zuchwil aus. Die Gemeinderatssitzungen finden jeden zweiten Donnerstagabend statt. Das Priorisieren fällt mir nicht immer einfach, aber das musste ich in den letzten Jahren lernen, da es immer mehr Überschneidungen gab. Ich versuche dabei abzuwägen, welche Termine am wichtigsten sind und mir schlussendlich auch etwas bringen, um meine Tätigkeiten auszuüben. Und ich habe gelernt, dass es in Ordnung ist, auch mal «Nein» zu sagen 🙂

Was hat dich dazu veranlasst, dich politisch zu engagieren?
Wir haben in der Schweiz das Privileg, uns als Bürgerinnen und Bürger aktiv einzubringen und mitzureden. Aus meiner Sicht gibt es leider viel zu wenig Junge, die am politischen Geschehen partizipieren und es ist mir ein grosses Anliegen, dass auch unsere Anliegen gehört werden. Deshalb setze ich mich zum Beispiel stark für eine nachhaltige Altersvorsorge ein.

Ich interessiere mich zudem sehr für die politische Kommunikation auf Social Media und habe deshalb in meiner Bachelorarbeit untersucht, wie die Plattformen Instagram und TikTok erfolgreich für eine politische Kampagne eingesetzt werden können.

Online-Kommunikation und Altersvorsorge, zwei Themen, bei denen du dich stark einsetzt. Welche Vorstösse liegen dir nebst der Online-Kommunikation im Bereich Digitalisierung am Herzen?
Leider hat sich das Schweizer Stimmvolk vor einiger Zeit gegen die Einführung einer E-ID entschieden. Dies wäre aus meiner Sicht ein zentraler Schritt, um die Digitalisierung in unserem Land voranzutreiben. Es gibt noch viel Potenzial z. B. im Bereich der öffentlichen Verwaltung. Zudem setze ich mich für eine flächendeckende Einführung von 5G ein. Die 5. Mobilfunkgeneration ist die Grundlage für die Entwicklung unseres Landes in den nächsten Jahren.

Du absolvierst bei uns den Bachelor Business Communications. Weshalb hast du dich für die HWZ als Hochschule entschieden?
Mir ist der Praxisbezug im Studium sehr wichtig. Die Dozentinnen und Dozenten der HWZ bringen spannende Erfahrungen aus der Privatwirtschaft mit, was ich sehr spannend finde. Zudem konnte ich während des Studiums 80-100% weiterarbeiten und so nebenbei wertvolle Erfahrungen in der Arbeitswelt sammeln.

Wovon profitierst du im Studium am meisten und wie kannst du das in deinen beruflichen Alltag transferieren?
Da das Themenspektrum im Studium sehr breit ist, konnte ich aus vielen Bereichen wichtige Learnings mitnehmen. Zum Beispiel die theoretischen Grundlagen für die Erstellung von Kommunikations- und Social-Media-Konzepten oder die wichtigsten gesetzlichen Vorgaben aus dem Marken-, Persönlichkeits- und Urheberrecht.

Du bist im letzten Semester, der Abschluss ist zum Greifen nah: Wie sehen deine Zukunftspläne aus? Willst du dich noch mehr politisch engagieren oder setzt du mehr auf die berufliche Karriere?
Beides. Ich schätze das Milizsystem in der Schweiz und finde es wichtig, dass ich weiterhin in der Privatwirtschaft tätig sein kann. In den nächsten Jahren möchte ich mich auf meine Selbstständigkeit, mein Amt als Gemeinderätin und die erfolgreiche Vermarktung der Renteninitiative (Initiative für eine nachhaltige Altersvorsorge) fokussieren. Dabei kommt mir das Gelernte von der HWZ sehr zugute.

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