10. März 2026 · 40 Jahre HWZ
Doppelt verbunden: Zwei Schwestern, ein Studium und eine besondere Zeit an der HWZ
Als Suzi Nacakgedigi sich für einen Infoanlass an der HWZ anmeldete, ahnte sie noch nicht, dass sie diesen Weg nicht allein gehen würde. Wenig später sass auch ihre Schwester Bahar in derselben Klasse. Gleiches Studium, gleicher Major und währenddessen ein Auslandssemester an der US-Westküste und berufliche Schritte: Für die beiden wurde die HWZ mehr als eine Fachhochschule. Sie wurde zu einem Ort, an dem sie nicht nur fachlich wuchsen, sondern auch als Schwestern noch enger zusammenrückten.
Suzi, du warst die treibende Kraft, dass ihr euch für den Infoanlass angemeldet habt. Was hat dich damals überzeugt, dass die HWZ zu dir passt?
Auf die HWZ wurde ich erstmals durch meinen damaligen Praxisausbildner aufmerksam. Er hat seinen Bachelor ebenfalls dort absolviert und konnte nur Positives berichten. Das hat mich neugierig gemacht. Als ich mich intensiver mit verschiedenen Fachhochschulen beschäftigt habe, wurde mir schnell klar, dass die HWZ für mich das Gesamtpaket bietet: der Standort ist ideal, die Klassen sind klein und persönlich, der Unterricht ist praxisorientiert und das Studienmodell perfekt darauf ausgelegt, dass ich weiterhin 100 % arbeiten kann. Alle diese Faktoren haben mich überzeugt.
Bahar, bei deiner Anmeldung hast du gefragt, ob ihr in der gleichen Klasse studieren könnt. Warum war dir das wichtig?
Wenn wir schon die Möglichkeit hatten, an derselben Fachhochschule zu studieren, wollte ich auch sicherstellen, dass wir in der gleichen Klasse sind. Meine Schwester ist gleichzeitig meine beste Freundin und wer möchte nicht gemeinsam mit der besten Freundin studieren? Ausserdem wusste ich, dass wir uns besonders bei Gruppenarbeiten sehr gut ergänzen würden. Wir kennen unsere jeweiligen Stärken und Schwächen und können dadurch optimal zusammenarbeiten.
Ihr habt das gleiche Studium und den gleichen Major gewählt und sogar gleichzeitig ein Auslandssemester an der US-Westküste verbracht. Was verbindet euch fachlich und wo tickt ihr komplett unterschiedlich?
Fachlich sind wir uns tatsächlich sehr ähnlich. Wir interessieren uns für ähnliche Themen und haben oft vergleichbare Sichtweisen. Lustigerweise unterscheiden wir uns aber stark in unserer Herangehensweise. Suzi beginnt meist Wochen im Voraus mit Lernen und geht sehr strukturiert vor, während Bahar manchmal erst am Tag vor der Prüfung vertiefter in den Stoff eingetaucht ist. Dass am Ende trotzdem häufig das gleiche Ergebnis resultierte, wurde bei uns irgendwann zu einem kleinen Familien-Insider. Allerdings war das für Suzi manchmal weniger amüsant. Diese unterschiedlichen Lernstile haben uns aber eher ergänzt als gestört.
Beide von euch haben während des Studiums berufliche Schritte gemacht. Welche Rolle spielte das Studium dabei konkret?
Suzi: Für mich war das Studium fachlich sehr wertvoll, weil ich mir Wissen aneignen konnte, das ich direkt in der Praxis anwenden durfte. Vor allem aber hat mir das Netzwerk an der HWZ enorm geholfen. Der Austausch mit Mitstudierenden, Dozierenden und Kontakten aus der Praxis hat mir viele neue Perspektiven eröffnet und letztlich auch beruflich Türen geöffnet.
Bahar: Da stimme ich Suzi vollkommen zu. Auch für mich war die Verbindung zwischen Theorie und Praxis entscheidend. Ich konnte das Gelernte direkt im Berufsalltag umsetzen und habe gemerkt, wie sehr mich das Studium in meiner Denkweise geprägt hat.
Wie habt ihr euch während intensiver Studienphasen gegenseitig unterstützt oder motiviert?
Während intensiver Studienphasen haben wir schnell gemerkt, dass jede von uns ihre eigene Rolle im Team hat. Suzi hat meistens den Überblick behalten, Zusammenfassungen erstellt und dafür gesorgt, dass wir fachlich auf Kurs bleiben. Bahar hingegen war unser Netzwerk in der Klasse. Sie kannte immer alle und wusste sofort, wen man bei Fragen ansprechen konnte. Sie ist definitiv der Social Butterfly von uns beiden.
Wir haben uns gegenseitig durch die stressigen Phasen getragen: Wenn eine von uns die Motivation verloren hat, hat die andere sie wieder aufgebaut. In Gruppenarbeiten ist es auch schon vorgekommen, dass Suzi kurzfristig den Teil von Bahar übernommen hat; einfach, weil sie wusste, wie es ihr gerade geht. Das funktioniert wahrscheinlich nur unter Geschwistern. 😊 Wir haben uns immer wieder daran erinnert, wofür wir das Studium machen, und genau dieses gemeinsame Durchziehen hat alles viel leichter und auch schöner gemacht. Dieses Teamgefühl war für uns unglaublich wertvoll.
Was ist das Verrückteste, das ihr gemeinsam an der HWZ erlebt habt?
Ganz klar unser Auslandssemester. Wir waren beide an der US-Westküste, allerdings an unterschiedlichen Orten (Suzi in Long Beach, Bahar in San Diego) und haben jede Gelegenheit genutzt, uns zwischendurch wieder zu treffen. Diese Zeit war einfach unglaublich intensiv, voller neuer Erfahrungen und Momente, die wir bis heute ständig gemeinsam Revue passieren lassen.
Wir sprechen noch immer beinah täglich darüber und für uns beide ist völlig klar: Das Auslandssemester war eine der besten Entscheidungen überhaupt.
Suzi, du wurdest 2024 ein Aushängeschild der HWZ, unter anderem mit dem TikTok Kanal. Bahar, wie hast du diese Rolle deiner Schwester erlebt und Suzi, was hat sie dir ermöglicht?
Suzi: Durch den TikTok Kanal durfte ich die Fachhochschule aus einer komplett neuen Perspektive kennenlernen. Ich hatte die Möglichkeit, hinter die Kulissen zu schauen, mit ganz unterschiedlichen Menschen zu sprechen und kreativ zu arbeiten. Besonders dankbar bin ich Sandra, Leana und Alisha, die mich enorm unterstützt und mir den Freiraum gegeben haben, meine Ideen umzusetzen. Die Rolle hat mich fachlich wie auch persönlich wachsen lassen und mir ganz neue Türen geöffnet. Gleichzeitig hoffe ich, dass ich mit dem TikTok Kanal authentische Einblicke in den Studienalltag geben und dadurch potenzielle Studierende motivieren kann, an die HWZ zu kommen.
Bahar: Das erste Mal richtig bewusst es mir, als Suzi mich gefragt hat, ob ich bei einem Studierenden Q&A für TikTok mitmachen möchte. Wobei fragen etwas übertrieben ist, es war eher ein klares «Du machst mit». Aber für die Geschwister tut man alles. 😉 Ich finde es beeindruckend, wie professionell und gleichzeitig authentisch Suzi das macht. Durch ihre Einblicke habe auch ich die HWZ noch einmal aus einer ganz anderen Perspektive kennengelernt.
Inwiefern hat eure gemeinsame Zeit an der HWZ eure Beziehung als Schwestern verändert oder gestärkt?
Wir hatten schon vor der HWZ eine sehr enge Beziehung und das gemeinsame Studium hat diese noch vertieft. Durch unseren Altersunterschied hätten wir nie gedacht, dass wir einmal gleichzeitig studieren würden. Umso besonderer war es, diesen Abschnitt gemeinsam zu erleben. Wir haben unglaublich viele Erinnerungen gesammelt und empfinden es als die schönste Erfahrung überhaupt.
Gab es rückblickend auch Herausforderungen oder Nachteile daran, als Geschwister gemeinsam zu studieren?
Natürlich gab es auch Momente, in denen es herausfordernd war. Vor allem bei Gruppenarbeiten oder wenn Stress im Spiel war, konnten Diskussionen intensiver werden als mit anderen Mitstudierenden. Man kennt sich einfach zu gut. Gleichzeitig wussten wir aber immer, dass wir uns aufeinander verlassen können. Die Vorteile haben klar überwogen.
Könnt ihr euch vorstellen, für eine Weiterbildung wieder gemeinsam an die HWZ zurückzukehren?
Wenn sich eine passende Gelegenheit ergibt, absolut. Die positive Erfahrung, das Netzwerk und die Verbundenheit zur Schule machen die HWZ zu einem Ort, an den wir gerne zurückkehren.
Zum Schluss: Welche Schlagzeile über die HWZ würdet ihr gerne einmal lesen?
«HWZ-Studierende gründen die nächsten erfolgreichen Start-ups der Schweiz.»
