24. März 2026 · 40 Jahre HWZ
Praxis als Prinzip: Wie die HWZ Studium und Wirtschaft seit 40 Jahren verbindet
Praxisnähe ist an der HWZ kein Schlagwort, sondern Teil ihrer DNA. Seit den Anfängen der berufsbegleitenden HWV verbindet die Hochschule theoretisches Wissen mit realen Herausforderungen aus Unternehmen. Echte Praxisfälle aus Unternehmen, Study Tours oder praxisorientierte Projekte zeigen bis heute, wie eng Studium und Wirtschaft miteinander verknüpft sind. Für Studierende, Dozierende und Unternehmen entsteht so eine Lernumgebung, in der Wissen nicht nur vermittelt, sondern angewendet wird.
Dieser Artikel ist Teil der Content-Reihe zum 40-Jahre-Jubiläum der HWZ. Wir möchten damit die Vielfalt an Geschichten aus unserer Hochschule aufzeigen sowie welche Themen und Personen die HWZ prägen bzw. geprägt haben.
Als die ersten Studierenden der berufsbegleitenden HWV in den 1980er-Jahren ihr Studium aufnahmen, war eines von Anfang an klar: Wirtschaft lässt sich nicht nur aus Büchern lernen.
Die Dozierenden kamen aus Unternehmen, Verwaltungen und Organisationen und brachten ihre Erfahrungen aus dem Berufsalltag direkt in den Unterricht ein. Viele Studienunterlagen wurden von ihnen selbst entwickelt und laufend aktualisiert mit Blick auf aktuelle Entwicklungen in der Wirtschaft.
Der damalige Rektor nutzte sein Netzwerk aus Wirtschaft und Politik, um Expertinnen und Experten für die Lehre zu gewinnen und den Austausch mit Unternehmen zu pflegen. Die Studierenden der ersten Jahrgänge kamen häufig aus Banken oder Versicherungen, und viele Arbeitgebende unterstützten das Studium finanziell. Dass rund 90 Prozent der Studiengebühren von den Unternehmen übernommen wurden, zeigt, wie gross das Vertrauen in dieses praxisorientierte Ausbildungsmodell bereits damals war.
Was mit viel Engagement und vergleichsweise bescheidenen Mitteln begann, entwickelte sich rasch zu einem Markenzeichen der Hochschule: ein Studium, das Theorie und Praxis konsequent miteinander verbindet.
Praxis als fester Bestandteil des Studiums
Heute ist der Praxisbezug strukturell in den Studiengängen der HWZ verankert. Projekte mit Unternehmen, praxisorientierte Seminare sowie nationale und internationale Study Tours ermöglichen es den Studierenden, theoretische Inhalte direkt auf reale Fragestellungen anzuwenden.
Ein Beispiel dafür ist das Projektmanagement-Seminar der Studiengänge Bachelor Business Communications und Bachelor Digital Business & AI. Studierende arbeiten in einem viertägigen Intensivseminar an konkreten Herausforderungen eines Unternehmens, einer Organisation oder einer öffentlichen Institution. Sie analysieren die Ausgangslage, entwickeln Lösungsansätze und formulieren umsetzbare Empfehlungen.
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Auch im Bachelor Betriebsökonomie spielen reale Cases eine zentrale Rolle. Studierende im Major Digital Business & AI entwickeln für die Implementierung von Künstlicher Intelligenz in einem Unternehmen einen konkreten Business Case. Das beste Capstone-Projekt wird am Ende mit einem renommierten Award ausgezeichnet.
Solche Projekte sind nicht nur ein wichtiger Bestandteil des Studiums. Sie liefern Unternehmen auch wertvolle Impulse und neue Perspektiven auf aktuelle Entwicklungen.
Neue Praxisfälle willkommen
Die enge Verbindung zwischen Studium und Wirtschaft lebt von neuen Perspektiven. Unternehmen und Organisationen, die eine aktuelle Herausforderung in den Bereichen Management, Kommunikation, Digitalisierung oder Innovation bearbeiten möchten, können diese als Praxisfall in ein Studium einbringen.
So entstehen Projekte, von denen alle Beteiligten profitieren: Studierende, Unternehmen und die Hochschule.
Jetzt selbst Teil eines echten HWZ-Cases werden:
Dozierende als Brücke zwischen Hochschule und Praxis
Ein zentrales Element dieses praxisnahen Studienmodells sind die Dozierenden. Schon in den Anfangsjahren der HWZ wurde bewusst darauf geachtet, Expertinnen und Experten aus der Wirtschaft für die Lehre zu gewinnen.
Dieses Prinzip gilt bis heute. Ein grosser Teil der Dozierenden an der HWZ ist weiterhin aktiv in Unternehmen tätig – als Führungskräfte, Unternehmerinnen, Berater:innen oder Spezialist:innen in ihren Fachgebieten. Sie bringen aktuelle Erfahrungen aus Transformationsprojekten, strategischen Entscheidungen oder digitalen Innovationen direkt in den Unterricht ein.
Für die Studierenden entsteht dadurch ein Lernumfeld, in dem theoretische Modelle unmittelbar mit praktischen Erfahrungen verknüpft werden. Diskussionen im Unterricht basieren häufig auf realen Situationen aus Unternehmen, und viele Beispiele stammen direkt aus der aktuellen Wirtschaftspraxis.
So entsteht ein kontinuierlicher Austausch zwischen Hochschule und Wirtschaft, von dem alle Beteiligten profitieren.
Eine Partnerschaft mit der Wirtschaft
Praxisorientierte Bildung funktioniert nur im engen Austausch mit Unternehmen und Organisationen. Viele Partner aus Wirtschaft, Verwaltung und Non-Profit-Organisationen bringen ihre Fragestellungen in Projekte oder Lehrveranstaltungen ein und ermöglichen damit einen direkten Transfer zwischen Studium und Praxis.
Diese Zusammenarbeit schafft eine klare Win-Win-Situation:
Studierende arbeiten an realen Projekten und lernen, komplexe Herausforderungen im Unternehmenskontext zu analysieren und zu lösen.
Unternehmen erhalten neue Perspektiven, innovative Ideen und Zugang zu engagierten Nachwuchskräften.
Dozierende wiederum können aktuelle Entwicklungen aus ihrer Praxis in die Lehre einbringen und gemeinsam mit Studierenden reflektieren.
Für die HWZ ist diese Zusammenarbeit mehr als ein didaktisches Konzept. Sie ist Teil der institutionellen Haltung: Studium soll immer auch ein Dialog mit der Praxis sein.
Ein Dank an die Partnerunternehmen
Hinter jedem Praxisprojekt, jeder Study Tour und jedem Case stehen Organisationen und Menschen, die ihre Zeit, ihre Erfahrungen und ihre Fragestellungen einbringen.
Viele Unternehmen begleiten die HWZ seit Jahren oder sogar Jahrzehnten und tragen dazu bei, dass Studierende reale Einblicke in wirtschaftliche Herausforderungen erhalten.
Wir bedanken uns bei allen Unternehmen, Institutionen und (Partner-) Organisationen, die diese Zusammenarbeit möglich machen und damit einen wichtigen Beitrag zur praxisnahen Ausbildung an der HWZ leisten.
