17. März 2026 · Campus

Warum Praxisbezug im Studium immer wichtiger wird für den Berufseinstieg

Der Einstieg ins Berufsleben gelingt nach dem Studium nicht immer sofort. Immer mehr Hochschulabsolvierende berichten von einer längeren Jobsuche. Ein Grund: Unternehmen erwarten zunehmend praktische Erfahrung. An der HWZ gehört deshalb die enge Verbindung von Studium und Praxis seit jeher zum Studienmodell.

Der Studienabschluss ist geschafft, die Noten stimmen und trotzdem bleibt der erste Job aus. Immer mehr Hochschulabsolvierende erleben genau diese Situation. Eine aktuelle SRF-Dokumentation zeigt eindrücklich, wie schwierig der Einstieg ins Berufsleben selbst für sehr gut qualifizierte Absolvent:innen geworden ist.

An der HWZ ist das Studium bewusst anders organisiert. Die Bachelorstudiengänge sind vollständig berufsbegleitend angelegt. Studierende arbeiten während des Studiums mindestens zu 50 Prozent und bringen bereits vor Studienbeginn erste Berufserfahrung mit.

Beruf und Studium finden damit nicht nacheinander statt, sondern parallel. Theorie aus dem Studium und praktische Erfahrung aus dem Berufsalltag greifen von Beginn an ineinander.

Dieses Modell gewinnt auch vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen am Arbeitsmarkt an Bedeutung.

Der Übergang vom Studium in den Arbeitsmarkt wird anspruchsvoller

Ein Hochschulabschluss bleibt weiterhin ein wichtiger Vorteil auf dem Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote unter Akademiker:innen liegt in der Schweiz deutlich unter dem Durchschnitt der Gesamtbevölkerung.

Gleichzeitig zeigt sich eine differenziertere Entwicklung: Der Anteil von Hochschulabsolvierenden unter den arbeitslosen Personen ist in den letzten Jahren gestiegen. Während er 2022 noch rund 26 Prozent betrug, liegt er inzwischen bei etwa 32 Prozent.

Diese Zahlen bedeuten nicht, dass ein Studium an Wert verloren hat. Sie zeigen vielmehr, dass der Übergang zwischen Studium und Beruf für viele Absolvent:innen anspruchsvoller geworden ist und teilweise länger dauert als erwartet.

Warum der Berufseinstieg länger dauert als früher

Mehrere Entwicklungen verändern derzeit die Rahmenbedingungen für den Einstieg in den Arbeitsmarkt:

Für Absolvierende ohne entsprechende Erfahrung kann der Einstieg dadurch deutlich schwieriger werden.

Das Modell der HWZ: Praxis und Studium eng verzahnt

Gerade deshalb wird es immer wichtiger, theoretisches Wissen früh mit praktischer Anwendung zu verbinden. Nicht erst nach dem Abschluss, sondern bereits während des Studiums.

An der HWZ gehört dieser Ansatz seit der Gründung zum Selbstverständnis der Hochschule. Die Studiengänge sind so konzipiert, dass Studierende ihr akademisches Wissen direkt mit beruflicher Praxis kombinieren können – durch ein konsequent berufsbegleitendes Studium und praxisnahe Projekte aus realen Unternehmenskontexten. Praxiserfahrung ist dabei kein optionaler Bestandteil des Studiums, sondern ein integraler Teil des Ausbildungskonzepts.

Die Verbindung von Studium und Beruf ermöglicht es Studierenden, ihr Wissen unmittelbar im Arbeitsalltag anzuwenden und gleichzeitig ihre fachlichen, unternehmerischen und persönlichen Kompetenzen weiterzuentwickeln.

Dadurch verlassen die Absolvent:innen die Hochschule nicht erst nach dem Studium mit erster Berufserfahrung, sondern sie bauen diese bereits während des Studiums kontinuierlich auf.

Karrierewege aus der Praxis

Wie sich diese Verbindung von Studium und Praxis konkret auswirkt, zeigt sich in den Karrierewegen vieler HWZ-Absolvent:innen. Sie berichten, wie sie ihr Studium parallel zur Berufstätigkeit genutzt haben, um neue Kompetenzen aufzubauen, sich fachlich weiterzuentwickeln und berufliche Chancen zu erschliessen.

Einige dieser Geschichten geben Einblick in unterschiedliche Bildungs- und Karrierewege:

Diese Beispiele zeigen, dass Bildungswege heute oft individueller verlaufen als früher und dass die Kombination aus Studium, Praxiserfahrung und persönlicher Entwicklung eine wichtige Grundlage für beruflichen Erfolg sein kann.

Wie sich der Arbeitsmarkt in Zukunft entwickeln könnte

Trotz aktueller Herausforderungen bleiben die langfristigen Perspektiven für qualifizierte Fachkräfte in der Schweiz grundsätzlich positiv.

 Der demografische Wandel wird in vielen Branchen dazu führen, dass mehr Menschen aus dem Arbeitsmarkt ausscheiden als neu eintreten. Gleichzeitig entstehen durch technologische Entwicklungen neue Tätigkeitsfelder und Berufsbilder.

 Für Hochschulabsolvierende bedeutet das: Fachwissen bleibt wichtig. Doch entscheidend wird zunehmend die Fähigkeit, Wissen anzuwenden, sich weiterzuentwickeln und Verantwortung zu übernehmen.

 Der erfolgreiche Übergang vom Studium in den Beruf hängt deshalb immer stärker davon ab, wie gut es gelingt, akademische Bildung mit praktischer Erfahrung zu verbinden.

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