Aktuell | 3. April 2025

KI-Agenten: Wie digitale Assistenten unsere Arbeit verändern

KI-Agenten sind mehr als smarte Helfer – sie läuten eine neue Ära der Automatisierung ein. Anders als klassische Chatbots handeln sie eigenständig, lernen kontinuierlich dazu und übernehmen ganze Aufgabenpakete. Was heute noch wie Zukunft klingt, beginnt bereits im Alltag Form anzunehmen – mit weitreichenden Folgen für Arbeitswelt, Effizienz und digitale Assistenz.

Headerbild Sven Ruoss Ki Agenten Final

KI-Agenten sind die nächste Evolutionsstufe digitaler Assistenten: Sie führen im Auftrag von Menschen eigenständig Aufgaben aus – etwa Einkäufe oder Terminbuchungen. Im Unterschied zu klassischen Chatbots reagieren sie nicht nur auf Eingaben, sondern agieren autonom, verfolgen Ziele und lernen dazu. Kurz und gut: KI-Agenten denken nicht nur mit, sie handeln auch.

Der Unterschied zwischen KI-Agenten und Chatbots

Während Chatbots nach starren Regeln funktionieren, sind KI-Agenten zielorientiert, lern- und anpassungsfähig. Sie können eigene Lösungswege entwickeln, sich in komplexen Umgebungen zurechtfinden und eigenständig Entscheidungen treffen. Ein Beispiel: Der neue Operator-Agent von OpenAI kann Webseiten bedienen und sich selbstständig für eine Infoveranstaltung – etwa den CAS Digital Leadership HWZ – anmelden, ohne dass der Nutzer oder die Nutzerin jede Aktion vorgibt.

Was können KI-Agenten heute schon?

Es gibt bereits viele Einsatzfelder: KI-Agenten übernehmen Online-Buchungen, agieren als digitale Sekretäre, beantworten E-Mails, kaufen Produkte oder organisieren Termine. Sie erledigen Routinetätigkeiten und schaffen so Freiraum für komplexere Aufgaben. Viele Systeme befinden sich noch in der Erprobung – doch die Richtung ist klar: Assistenz statt blosses Tool. Dabei darf man nicht vergessen, dass wir noch ganz am Anfang stehen. Die heutigen Use Cases sind noch keine Gamechanger.

Das grösste Effizienzpotenzial liegt bei wiederkehrenden Aufgaben. Künftig werden KI-Agenten noch tiefer in bestehende Software und Hardware integriert.
Sven Ruoss, Studiengangsleiter MAS Digital Business und CAS Digital Leadership

Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt

KI-Agenten automatisieren nicht nur manuelle Arbeiten, sondern zunehmend auch Wissensarbeit. Studien prognostizieren bis 2030 sowohl den Abbau von Millionen Stellen als auch die Entstehung neuer Jobs – etwa als KI-Trainer, Agenten-Designer oder KI-Auditor. Die Arbeitsinhalte verschieben sich: Routine wird an die KI delegiert, Menschen konzentrieren sich auf Kreativität, Strategie und zwischenmenschliche Interaktion. Doch auch bei Kreativität, Analyse und Strategie kann Künstliche Intelligenz und Generative Künstliche Intelligenz Menschen unterstützen.

Künstliche Intelligenz (KI) vs. Generative Künstliche Intelligenz (GenAI)

KI bezeichnet allgemein Systeme, die menschenähnliche Fähigkeiten wie Lernen, Entscheiden oder Problemlösen nachahmen. GenAI ist ein spezieller Bereich davon: Sie erstellt eigenständig neue Inhalte wie Texte, Bilder oder Musik – basierend auf gelernten Mustern und Daten. Kurz gesagt: KI erkennt und analysiert, GenAI kreiert.

KI-Agenten markieren den Beginn einer neuen Technologie-Ära

KI-Agenten versprechen Effizienz und Komfort – und stellen gleichzeitig den Arbeitsmarkt auf den Kopf. Unternehmen sowie jede und jeder Einzelne sind gefordert, diesen Wandel aktiv mitzugestalten. Die Technologie ist da – nun liegt es an uns, was wir daraus machen. Wie bei vielen technologischen Neuerungen gilt auch hier: Wir überschätzen oft die kurzfristigen Effekte und unterschätzen die langfristigen Folgen.

Darum mein Appell: Ausprobieren, Erfahrungen sammeln und Effizienzpotenziale nutzen.
Sven Ruoss, Studiengangsleiter MAS Digital Business und CAS Digital Leadership

KI-Agenten zum Ausprobieren