Forschungsprojekte

Hier finden Sie eine Übersicht zu allen laufenden Forschungsprojekten der HWZ.

Forschungsprojekte
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Schlüsselthemen-Matrix der HWZ-Forschung 2018-2020

Schweizerdeutsche Dialekte in der Markenführung: Eine Studie zu Wahrnehmung, Chancen und Anforderungen an geschriebene Werbung in Dialekt

Kommunikation und Werbung in gesprochenem Dialekt ist seit vielen Jahren für Unternehmen ein wichtiges Thema. Seit einigen Jahren werden verstärkt auch in der geschriebenen Werbung Schweizerdeutsch sowie spezifische regionale Dialekte eingesetzt.

Dabei fällt auf, dass

  • meist nur ein Teil der Kommunikation in Dialekt geschrieben ist

  • praktisch alle werbenden Unternehmen zwischen Dialekt und Schriftsprache wechseln

  • und sich die «Verschriftung» des Dialekts stark an der Schriftsprache orientiert.

Es gibt keine fundierten Daten zur Wahrnehmung von Werbung in geschriebenem Dialekt durch die Kunden. Damit ist auch unbekannt, ob und ggf. wie Dialekt die Wahrnehmung einer Marke beeinflussen kann. Diese Studie geht verschiedenen Fragen nach und untersucht beispielsweise ob Dialekt die Aufmerksamkeit für die Kommunikation steigert oder auch abschrecken kann und ob Dialekt immer gleich wahrgenommen wird oder dies vom Kontext z. B. der Branche, des Alters der Zielgruppe oder des Absender abhängt. Die Studie wird von der Fachstelle für authentische Markenführung unter Leitung von Dr. Stephan Feige durchgeführt. Aktuelle Partner sind das LINK Institut, das Schweizerische Idiotikon, die Universität Zürich, der Schweizer Werbeauftraggeberverband (SWA) und die Werbeagentur Publicis.


Big Data und maschinelles Lernen (ML) in der Immobilienwirtschaft 

Auf Basis von verschiedenen öffentlichen und privaten Datensätzen sollen ML-Modelle erstellt werden, die für die Anwender bestimmte nutzbringende Informationen im Bereich Marktanalyse in der Immobilienwirtschaft zur Verfügung stellen kann. Die neuen Modelle sollen mehr Transparenz und Genauigkeit bei den Informationen für die Marktteilnehmer als bisher (u.a. auch als das hedonische Modell) bereitstellen. Mit dem Innocheque soll ein erster elementarer Proof of Concept (PoC) zentraler erstellter Modelle durchgeführt werden. Das Projekt wird in Kooperation zwischen dem Start-up AUKZIA und der HWZ Fachstelle Wissenschaftsmethodik unter der Leitung von Prof. Dr. Claude Meier durchgeführt. Finanziert als Innocheque-Projekt.


DASI – Digital Assistant for Sustainable Innovation (DASI)

Nachhaltigkeit bei der Produkt- und Technologieentwicklung ist ohne nachhaltigen Innovationsprozess im Unternehmen undenkbar. Was also bedeutet Nachhaltigkeit bei Ihnen und wie integrieren Sie Nachhaltigkeit in den Innovationsprozess? Dieser Fragestellung geht das Projekt nach mit dem Ziel, in Zusammenarbeit mit zwei bis drei Unternehmen als Anwendungspartner einen DASI zu erstellen. Das Projekt wird in Kooperation der HWZ Fachstelle Wissenschaftsmethodik unter der Leitung von Prof. Dr. Claude Meier mit der FH OST, Institut für Organisation und Leadership (Projekt-Lead) durchgeführt. Finanziert als Innocheque-Projekt.


Healthcare Analytics: Untersuchung des Status Quo und zukünftiger Potentiale einer datengestützten Gesundheitsversorgung in der Schweizer Akutsomatik

Unter dem Begriff der «Healthcare Analytics» etabliert sich international erst seit wenigen Jahren eine zunehmend datengestützte («data driven») Gesundheits- und Patientenversorgung, mit welcher neue Wege zur Verbesserung der Qualität, der klinischen Daten, der Diagnose und der Führung von Gesundheitsorganisationen ermöglicht werden. Obwohl dazu als Basis auch oft empirische Methoden zum Einsatz kommen, liegt der Fokus dennoch meist auf der zukunftsorientierten Gestaltung eines theoretischen Frameworks. Diese Vorstudie verfolgt vor diesem Hintergrund das Ziel, für ein geografisch (Schweiz) und fachlich (Akutsomatik) eingegrenztes Gebiet der Pflege ein Abbild des Status Quo betreffend Data Driven Healthcare zu ermitteln. Das Projekt wird vom Center for Accounting & Controlling unter Leitung von Prof. Dr. Thomas Rautenstrauch durchgeführt.


Simulation als Instrument der Risikoprognose in Schweizer KMUs

Mit der zum 1. Januar 2023 in Kraft tretenden umfangreichen Revision des Schweizer Aktienrechts werden alle Aktiengesellschaften dazu verpflichtet, eine prospektive, möglichst objektive Einschätzung der Zuflüsse aller zukünftigen Mittel über einen massgeblichen Zeitraum abzulegen. Auch wenn diese gesetzlich eingeforderte Prognose vor allem rechtzeitig über eine drohende Zahlungsunfähigkeit informieren soll, so sind Prognosen (Forecasts) und damit zusammenhängende Simulationen in KMU vergleichsweise selten im Einsatz, obwohl sie für die Planung und Risikovorsorge einen wichtigen Beitrag leisten können (Affolter & Volkart, 2012). Das Anliegen der Vorstudie ist es daher zu prüfen, wie Simulationen für die datenbasierte Risikoidentifikation und -prognose in KMUs eingesetzt werden können und, ob KMUs so in der Folge auch zur Krisen- und Konkurs-Prävention beitragen können. Das Projekt wird vom Center for Accounting & Controlling unter Leitung von Prof. Dr. Thomas Rautenstrauch durchgeführt.


Proof of Concept (PoC) eines Krypto-Treasuries für exportorientierte Schweizer Unternehmen

Eine konzeptuelle Studie von Raurich et al. (2020) hat gezeigt, dass Cross-Country Finance mit Bitcoin in 13 der 15 untersuchten Länder möglich ist und wirtschaftlich zu sein verspricht. Mit diesem weiterführenden Forschungsprojekt sollen die in der konzeptionellen Studie formulierten vier praktischen Handlungsfelder mit Partnerunternehmen in einem Pilotversuch umgesetzt werden: Erstens sollen Testüberweisungen pro Land empirisch validiert werden; zweitens sollen alternative Kryptowährungen wie Ethereum (ETH) oder Litecoin (LTC) für solche Transaktionen validiert werden; drittens erfolgt eine historische Auswertung der Volatilität und Liquidität von Bitcoin (BTC), ETH und LTC; viertens wird eine Schlussfolgerung zur Anpassung des Treasury-Prozesses dokumentiert, mit Fokus auf das Potential eines automatisierten Systems über APIs. Praktische Relevanz: Niederlassungen, welche in einem anderen Land als der Hauptsitz residieren, benötigen eine Sicherstellung der Liquidität in regelmässigen Abständen, um lokale Spesen, Miet- und Salärzahlungen zu ermöglichen. Kryptowährungen können hier evtl. eine valable Alternative zu klassischen Zahlungsdienstleistern sein. Das Projekt wird vom Center for Data Science & Technology unter Leitung von Dr. Vicente Raurich durchgeführt.


Optimale Steuerung von Aktiven und Passiven einer Vorsorgeeinrichtung unter Einbezug von Wohnimmobilien (Renditeliegenschaften) in der Schweiz

Ziel der Studie ist die Bestimmung einer optimalen Vermögensaufteilung für Pensionskassen unter Einbezug ihrer Aktiven und Passiven (d.h. Finanzanlagen, Renditeimmobilien, sonstige Aktiva abzüglich Verpflichtungen) mit Berücksichtigung ihrer gesetzlichen Auflagen wie beispielsweise die Minimal-Verzinsung der Altersguthaben ihrer Versicherten (BVG-Mindestzins, 1% seit 2016) bzw. die Einhaltung bestimmter Anlagerichtlinien (maximaler Immobilienanteil gemäss BVV2-Verordnung: 30 Prozent). Nach der Sichtung einer Reihe möglicher, in der Literatur vorgeschlagener Modelle soll ein geeigneter Ansatz für eine möglichst repräsentative Schweizer Vorsorgeeinrichtung mithilfe von Schweizer Daten geschätzt werden. Dabei werden auch regionale Immobilienindizes Verwendung finden. Basierend auf diesen Schätzungen werden optimale Vermögensaufteilungen für Pensionskassen je nach ihrer Risikofähigkeit (d.h. Deckungsgrad), Versichertenstruktur (Anteil Pensionäre) und einer eventuellen Indexierung der Renten an das Preisniveau berechnet und mit einer optimalen Vermögensaufteilung ohne Berücksichtigung der Pensionskassen-Verbindlichkeiten verglichen.


Krisenerprobtes Stakeholder Management

Inhalt und Ziel dieses Projekts ist es, Gründe und Konsequenzen von schwierigen Stakeholder-Beziehungen zu untersuchen und ein Modell hierzu zu entwickeln. Zudem möchten wir herausfinden, wie solche kriselnden Beziehungen wieder ins Positive gedreht werden können. Das Projekt wird in Kooperation mit dem Lehrstuhl von Prof. Dr. Antoinette Weibel an der Universität St. Gallen und mehreren Partnern aus der Praxis durchgeführt. Die vier Projektphasen erstrecken sich von 2017 bis 2021 und enthalten verschiedene Untersuchungen wie Fallstudien, Befragungen und Experimente. Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) fördert das Projekt finanziell über die volle Laufzeit.


Digital Leadership Barometer

Wo stehen Schweizer KMU bezüglich eines im digitalen Zeitalter geforderten Führungsverständnisses? Als Benchmark-Studie bietet der Swiss Digital Leadership Barometer Antworten und einen Überblick. Das Führungsverständnis wird dabei entlang der Dimensionen Strategie & Organisation, Unternehmenskultur und Arbeitsweisen betrachtet. Zusammen mit dem Center for Human Resources Management & Leadership und dem Institute for Digital Business sowie Experten aus der Praxis entwickelten wir mit wissenschaftlichen Methoden hierzu einen Fragebogen.


Digitalisierungsstudien

Im Projekt «Schweizer E-Commerce Stimmungsbarometer» wird seit 2015 zusammen mit der Schweizerischen Post das E-Commerce-Kaufverhalten der Endkonsumenten in der Schweiz erforscht. Ausführliche Informationen und Ergebnisse zum Projekt erhalten Sie auf der Forschungsseite des Institute for Digital Business.

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