Im Fokus19. Dezember 2017

HWZ-Studierende beraten Start-ups

In den vergangenen Jahren haben unsere Studierenden Aufgaben für mehr als 150 Start-ups gelöst und so neuen Unternehmen zum Durchbruch verholfen. In einer losen Serie stellen wir Start-ups vor, die von HWZ-Studierenden beraten wurden. Den Anfang macht Sibylle Jenni von THE TINY FACTORY. Sie erzählt von ihrem Start-up, ihrer Herangehensweise und verrät ihre persönlichen Gründertipps.

Sibylle Jenni, vor zwei Jahren hast du “THE TINY FACTORY” gegründet. Wie kamst du darauf?

Sibylle Jenni: Ein grosser Teil meines Herzens ist mit San Francisco verbunden. Dort habe ich mir 2008, während meiner Zeit als Barista, Kenntnisse über das Rösten von Nussmischungen angeeignet und beschlossen, dieses Wissen mit in die Schweiz zurück zu nehmen um es selbst umzusetzen.

Seither habe ich an der besten Rezeptur getüftelt, sie stets verfeinert und dabei mein nahes Umfeld mit selbst gebackenem Granola begeistert. Die vielen Anregungen, meine Mélange knusprig-gesunder Nüsslis doch auf den Markt zu bringen, habe ich 2015 umgesetzt und THE TINY FACTORY gegründet.

Wie hast du von der Möglichkeit, dass HWZ-Studierende für dich Projektaufgaben lösen, erfahren?

Eine damals Studierende der HWZ hat gerade begonnen, zu einem kleinen Pensum für The Tiny Factory zu arbeiten. Sie hat die Initiative ergriffen, ihre Projektarbeit unserem Kleinunternehmen zu widmen.

Als wir an der HWZ den Auftrag bekamen, ein echtes Konzept für ein echtes Unternehmen zu erarbeiten, fragte ich sofort Sibylle ob das möglich sei. Die Projektarbeit, die ich zusammen mit meiner Kollegin Claire Honegger umgesetzt habe, machte eine riesen Freude! Wir konnten uns beide mit dem Brand und Produkt von The Tiny Factory identifizieren. Dauer und  Umfang waren beschränkt, aber wir hätten am liebsten noch viel länger daran geschrieben. Ich bin mega froh, dass mir Sibylle und die HWZ die Möglichkeit gegeben haben, diese Arbeit zu realisieren. Seither bin ich für die Kommunikation von The Tiny Factory zuständig und röste dort das feinste Bio Granola überhaupt.

Melanie Michael, ehemalige HWZ-Studentin, THE TINY FACTORY

Was du dir davon versprochen?

Anregungen durch die frische und neutralere Sicht von aussen zu erhalten. Wohl auch eine erhoffte Bestätigung, dass wir in vielem auf dem richtigen Weg sind.

Wurden deine Erwartungen erfüllt?

Übertroffen. Mit einer derart ausführlichen und aussagekräftigen Präsentation habe ich nicht gerechnet. Mir wurde zum Schlussbouquet ein Konzeptbuch überreicht, das ich zur «Tiny Bible» kürte.

Setzt du eines der Konzepte so wie vorgeschlagen um?

Ja, viele Vorschläge fliessen in verschiedenen Ausmassen ins «daily business» rein.

Hast du für dein Start-up eine sichere Anstellung aufgegeben?

Ich habe zeitgleich einen Job mit 80 Stellenprozent begonnen. Inzwischen habe ich diesen reduziert auf 60%.

Welches sind die Vorteile, wenn man ein Start-up gründet?

Anregende Herausforderungen, Entwicklung seiner selbst, Freiheit, Befriedigung, und Dankbarkeit für alles, das funktioniert. 🙂

Deine persönlichen Tipps an alle (zukünftigen) Gründer/-innen?

Trotz Offenheit für Inputs von aussen letzten Endes sich und seiner wahren Idee treu bleiben und die gute Balance finden zwischen Seriosität und Loslassen können bzw. Prioritäten setzen.

Blick nach vorne: Was soll die Zukunft bringen?

Das qualitativ hochwertigste Granola der Schweiz auf dem Markt zu haben, das in den beste Delikatessenläden zu finden ist.

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