Titelbild HWZmeets

Veranstaltung08. November 2019

Gleichstellung ist ein Menschenrecht

Simona Scarpaleggia stellte im Rahmen der Veranstaltung «HWZ meets» ihr Buch «Die andere Hälfte» vor. Ihr über 36-jähriger beruflicher Erfahrungsschatz half ihr dabei das Buch, mit dem sehr praxisbezogenen Inhalt, zu verfassen. In ihrer Keynote zeigte sie auf, wie das Potenzial von Frauen genutzt werden kann und wie gemischte Teams sowie die Fähigkeiten beider Geschlechter gefördert werden können. Seit Beginn ihrer beruflichen Karriere bei IKEA setzt sich Simona Scarpaleggia für eine gleichberechtigte Arbeitswelt ein.

Im Buch «Die andere Hälfte» geht es um Chancen für die Unternehmen, welche sich für eine geschlechtergerechte Belegschaft einsetzen. Firmen, die diesen Wandel proaktiv vorantreiben, werden laut Simona Scarpaleggia langfristig erfolgreicher sein.

Die Vorteile von Geschlechterparität liegen für Simona Scarpaleggia auf der Hand und sind für sie ein Selbstverständnis. Damit sie die Wirtschaftsführer überzeugen kann, argumentiert sie auch mit mikroökonomischen Faktoren.

Wirtschaftliches Potential nutzen

Die Weltbevölkerung ist zu 50% weiblich und 50% männlich, in den OECD Ländern ist die Zahl der Hochschulabschlüsse bei Frauen ungefähr gleich hoch, wie diejenigen der Männer. Trotz diesen Fakten schaffen es weit weniger als 50% der Frauen in Führungspositionen. Für Simona Scarpaleggia bedeutet dies, dass die Hälfte des Talentpools vernachlässigt wird. Berücksichtigt man Frauen gleichwertig, verbessert sich das allgemeine Qualifikationsniveau erheblich und damit auch die Performance von Unternehmen.

Kundinnen und Kunden

Kaufentscheidungen werden oft von Frauen getroffen – die Positionen in Handelsabteilungen sind jedoch häufig von Männern besetzt. Wenn Produkt und Service-Design auch die Bedürfnisse von Frauen berücksichtigen, können die Absätze in Unternehmen um ein Vielfaches gesteigert werden. Eine diverse Zusammensetzung der relevanten Abteilungen wird den Bedürfnissen der ebenso diversen Kundschaft viel gerechter.

Reputation

In der heutigen Zeit gewinnt Reputation immer mehr an Bedeutung – eine gute Reputation hat nicht nur Einfluss auf den Shareholder Value sondern auch auf die Marke. Unternehmen die einen Beitrag leisten zu fairen Arbeitsbedingungen, sich für die Umwelt und Gleichstellung einsetzen, tragen massgeblich dazu bei, ihre Marke zu stärken.

Was können Unternehmen tun, damit zukünftig in der Arbeitswelt und vor allem in Führungspositionen ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis besteht?

Laut Simona Scarpaleggia muss sich bei Unternehmen das Bewusstsein entwickeln, dass nicht die Hälfte der qualifizierten Mitarbeitenden missachtet wird. Für sie ist klar, dass bei Berücksichtigung beider Geschlechter, viel mehr Output entsteht. Wenn man das Beste aus dem Ganzen nimmt– hat man am Ende noch mehr Gutes.

Damit Frauen vermehrt die Möglichkeit bekommen Führungspositionen zu besetzen, plädiert Frau Scarpaleggia ausserdem für flexible Arbeitszeiten, Remote-Arbeit und die Abschaffung von Vorurteilen.

Und last but not least sollten Frauen sich sichtbar machen, zeigen was sie geleistet haben und aufhören sich kleinzureden. Und nein, es hat nicht nur einen Platz für Frauen – darum der Aufruf von Simona Scarpaleggia sich gegenseitig zu fördern und unterstützen. Und für alle gilt, Vorurteile abbauen, Missstände erkennen und andere darauf aufmerksam machen.

 

Für Führungskräfte von morgen:

Portrait Burcu Angst

Burcu Angst

Projektmanager Corporate Communication

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