Titelbild Reitergasse HWZ, Malik und Claude Lüthi

Aktuell29. Juli 2021

Künstler setzen neuen Akzent an der HWZ

Vor einem Jahr haben wir neue Räumlichkeiten an der Reitergasse bezogen. Seither gibt es neben zusätzlichen Unterrichtsräumen auch eine «HWZ Lounge» für unsere Studierenden. Letztere erhielt diese Woche einen neuen Touch. Das Werk vom Schweizer Künstlerduo Claude Lüthi und Malik bringt das Campus-Leben rund um den Sihlhof in den Aufenthaltsraum.

Die neuen Unterrichtsräume an der Reitergasse sind modern, der Aufenthaltsraum praktisch. Dennoch fehlte der «HWZ Lounge» bis anhin ein farbiger Akzent, um die wohlverdiente Pause in einer gemütlichen Umgebung zu geniessen. Aus diesem Grund fragten wir verschiedene Kunstschaffende an, ein Wandbild zu entwerfen, das dem Raum das gewisse Etwas verleiht. Anschliessend holten wir die Studierenden mit an Bord und liessen sie über die eingereichten Kunstwerke abstimmen. Zur Auswahl standen drei verschiedene Designs:

 

Das Voting war eindeutig. Das Projekt «Im Herzen von Zürich» von Claude Lüthi und Malik, die als Künstlerduo «mzwei» unterwegs sind, erhielt mit Abstand die meisten Stimmen. Doch wie kamen die Künstler zu dieser Design-Idee? Claude Lüthi:

Vorgabe war, dass Zürich, die Europaallee wie auch der Sihlhof im Design eine wichtige Rolle spielen müssen. Deshalb wollten wir das Leben, die Diversität und die bekannte Szenerie aufnehmen und spezifische Elemente wie beispielsweise den 31-er Bus oder die 3-er Tram in die Gestaltung mit reinnehmen.

Mit der Musik im Ohr und dem Pinsel in der Hand

Die beiden Kunstschaffenden setzten ihr Design in zwei Tagen um. Dabei schotteten sie sich mit der richtigen Musik im Ohr von der Aussenwelt ab und tauchten in ihre Welt ein:

Der Vorher-Nachher-Vergleich zeigt eine tolle Veränderung:

Die «HWZ-Lounge»: Nach der Auffrischung ist vor den ersten Studierenden

Der Aufenthaltsraum im Erdgeschoss an der Reitergasse 9, direkt neben dem Sihlhof, steht allen HWZ-Studierenden frei. In der «HWZ-Lounge» gibt es Steh- und Sitzmöglichkeiten, eine kleine Küche, inklusive mehreren Mikrowellen, und einer grossen Kaffeemaschine.

Mehr zu den letztjährigen Veränderungen

Von der gemeinsamen Leidenschaft zum eingespielten Team: Kurz-Interview mit den Künstlern

Das Künstler-Duo «mzwei»: Malik und Claude

Das HWZ-Projekt ist nicht euer erstes Projekt auf einer so grossen Fläche. Wo sieht man eure Kunst ausserdem?

Wir bewegen uns kreuz und quer durch die verschiedensten Bereiche. Aktuell sind wir mit einem grossen Gefängnisprojekt beschäftigt. Wir starteten 2012 mit Wandgestaltungen im Gefängnis Lenzburg und gestalten aktuell im Kanton Zürich alle Untersuchungshaftanstalten. Das ist sicher eines der grössten Projekte, die wir je umgesetzt haben. Daneben arbeiten wir für Firmen, Stadt und Kantonsverwaltungen sowie private- und öffentliche Institutionen.

Weshalb bemalt ihr so grosse Flächen an doch eher ungewöhnlichen Orten wie in einem Gefängnis oder an einer Hochschule?

Wir haben beide eine Leidenschaft für grosse Flächen. Es ist dynamischer, wir arbeiten mit dem ganzen Körper. Ausserdem kommt es auch von unserem Graffiti-Background. Es kommen die ungewöhnlichsten Orte auf uns zu. In erster Linie lassen wir uns einfach auf den Kunden und die Anfrage ein. Diese Auseinandersetzung mit dem noch Unbekannten macht uns kreativ und fordert uns gleichzeitig.

Ihr spricht von eurem Graffitibackground: Wie habt ihr euch kennengelernt?

Eher zufällig. Wir bewegten uns über Jahre im gleichen Bereich und haben uns dadurch kennengelernt. Wir haben relativ schnell gemerkt, dass wir stiltechnisch und auch zwischenmenschlich gut zusammenpassen und funktionieren. Die Harmonie muss stimmen. Zu zweit am gleichen Bild zu arbeiten heisst, flexibel sein, auch mal zurückzustehen und den anderen übernehmen lassen.

Daniela Wachter Leiterin Marketing & Kommunikation

Daniela Dunne

Leiterin Marketing & Kommunikation

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