: Rede bei der Eröffnungszeremonie mit Eduard Schellenberg rechts und Oliver Gawlowski links

Campus11. Juni 2019

Bachelor Business Administration: Austausch in Timişoara, Rumänien zum Thema «Beschäftigung und Talentmanagement im digitalen Zeitalter»

Business-Administration-Studierende mit Vertiefung International Business hatten im 8. Semester die Möglichkeit, an einem Seminar in Rumänien teilzunehmen. Student Oliver Gawlowski nahm die Chance wahr und wurde von Eduard Schellenberg, Dozent für Human Resources Management an das acht Tage dauernde Seminar nach Rumänien, in der behaglichen Studentenstadt Timişoara im Westen Rumäniens, begleitet.

Ein Bericht von Oliver Gawlowski, Studiengruppe IB-15

Nach Ankunft am Sonntag, erkundete ich die Stadt mit einem Spaziergang durch Timişoara, um so einen ersten Eindruck zu gewinnen. Ein erstes Aha-Erlebnis war die Unterkunft, die ich in einem Hostel mit neun anderen Studierenden teilen durfte. Ein multikultureller, bunter Mix fand sich ein. 12 Nationalitäten nahmen weltweit teil.

Eine Eröffnungszeremonie mit vielen Highlights

Am Montag ging es los mit einer vielfältigen und von Highlights geprägten Eröffnungszeremonie. Das Kursprogramm war sehr abwechslungsreich und straff. Jede Delegation stellte ihr Land mit einem Kurz-Video vor. Danach wurden Gruppen gebildet, die an den zugeteilten HR Projekten arbeiteten. 37 Studierende und 17 Professoren nahmen am Seminar teil. Zählt man die zahlreichen Volunteers dazu, waren es noch einige mehr. Sie sorgten rundum für eine gastfreundliche Atmosphäre und organisierten nach den Wünschen und Bedürfnissen der Teilnehmenden.

Die Organisatorin und Projektleaderin – Prof. Denisa Abrudan, Ph.D., Direktorin des HRM Master Programms an der West University von Timişoara – stellte ein buntes Kulturprogramm zusammen. Am ersten Tag fand in einem alten, ehrwürdigen Saal die Eröffnungsparty statt. Studierende spielten dazu klassische Musik und per Losverfahren wurden die Professoren bzw. Dozierenden den Studiengruppen zugeteilt. Auf dem Programm standen unter anderem die Rumänische Kulturnacht, ein tägliches Meditationsprogramm, «culture around the world Nacht», Drachenboot-Rennen, Teilnahme an einer Wohltätigkeits-Veranstaltung, Kunstrundgang, Symphonieorchester und zum Abschluss ein Besuch in Stefan Popa’s Museum, das dem weltberühmten Karikaturist gewidmet ist. Er fertigte für jeden einzelnen Teilnehmenden eine Karikatur an.

Am meisten inspirierte mich der weltberühmte Konstantin Chiriac, der Präsident der Sibiu Internationalen Festspiele. In seinem Vortrag berichtete er über seine bisherige Karriere. Die Festspiele werden persönlich von Prinz Charles unterstützt.

Arbeit von und für die Praxis

In den Gruppen arbeiteten wir 3 Tage bei nationalen und internationalen Grosskonzernen vor Ort. Ich wurde  KPMG zugeteilt und wir erarbeiteten Lösungen, um den HR Rekrutierungs-Prozess zu verstärken. Schliesslich präsentierte jede Gruppe die Resultate vor den Teilnehmenden, welche individuell und als Gruppe durch die Professoren und Unternehmungsvertreter (in meinem Fall KPMG) bewertet wurden.

Die Gruppe von und mit Oliver Gawlowski am ersten Besuchstag bei der KPMG in Rumänien

Die Gruppe von und mit Oliver Gawlowski am ersten Besuchstag bei der KPMG in Rumänien

Was ist anders im Vergleich zur HWZ?

Im Vergleich zu HWZ organisierten Seminaren, kristallisierten sich die kulturellen Verschiedenheiten eindeutig hervor. Die Kommunikation erfolgte in englischer Sprache. Auffallend war die hohe Anzahl mit über 100 Teilnehmenden. Neben den fachlichen Bausteinen war der kulturelle Austausch ein zentrales Element. Natürlich verlief die Kommunikation nicht immer reibungslos, es gab einige Pannen und Hindernisse. Viele Informationen wurden über WhatsApp verteilt.

Was nehme ich mit?

Insgesamt darf ich auf ein erfolgreiches Seminar zurückblicken. Der Einblick in eine Personalabteilung eines multinationalen Unternehmens war sehr wertvoll und ich kann es mit dem Unternehmen in meiner Tätigkeit vergleichen. Darüber hinaus ist es interessant, wie Unternehmen weltweit HR-Tools verstehen und anwenden und ich war überrascht über den hohen Abdeckungsgrad. Alle Teilnehmenden wurden auf faire Art behandelt. Im Vorfeld von Auswertungen wurden unterschiedliche Meinungen abgeglichen. Daraus resultierte beinahe ausnahmslos Einstimmigkeit, was wiederum zu fruchtbaren und kreativen Lösungsansätze verhalf.

Hoch lebe die rumänische Gastfreundschaft

Man möge sich denken: Warum Rumänien? Viele Vorurteile zu Rumänien liegen vor, jedoch gelang es, sämtliche davon zu widerlegen. Ich war beeindruckt und berührt von der Gastfreundschaft, Vielfältigkeit, Sauberkeit und Sicherheit, die mir in Timişoara geboten wurde. Ich durfte viele Freundschaften schliessen und es entwickelte sich ein Spirit, den wir den «Timişoara-Spirit» nannten. Für mich liegt ein Abschied mit vielen Emotionen hinter mir. Emotionen, welche ich nach Besuchen und Reisen in 52 Länder bisher selten in diesem Ausmass erlebt habe. Sie werden mir sicherlich in Erinnerung bleiben. Einen ehrwürdigen Dank richte ich an die Organisatoren und alle Volunteers, die dieses Seminar ermöglichten.

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