Titelbild Spirig

Veranstaltung16. Dezember 2019

Der Weg zur Weltspitze mit Nicola Spirig

Am Freitag, 29. November 2019, war das Auditorium der HWZ fast bis zum letzten Platz besetzt. Gespannt lauschten die Teilnehmenden den Ausführungen von Nicola Spirig, die eindrücklich über ihren Weg zur Weltspitze berichtete. Matthias Rüegg freute sich in seiner Begrüssung auf Erkenntnisse aus dem Spitzensport, welche bestenfalls in den beruflichen Alltag oder ins Studium übertragbar sind. Thomas Baumann, Personalleiter Atupri, bestätigte: «Von Nicola Spirig lernen wir, dass es vor allem eines braucht, um in einem bestimmten Augenblick Höchstleistung abzurufen: mentale Stärke.»

Um Triathlon auf Weltklasseniveau zu praktizieren, benötigt man nicht nur Talent, sondern vor allem eine grosse Portion Einsatz, viele Stunden Training und viel Ehrgeiz, so Spirig. «Ich bin nicht nur tagsüber Sportlerin, sondern rund um die Uhr – das ist eher ein Lebensstil als ein Beruf.» Nicola Spirig sagt, dass es letztendlich die mentale Stärke ist, die sie an die Weltspitze gebracht hat – die Fähigkeit dranzubleiben und durchzubeissen. Auch bei Nicola Spirig gibt es herausfordernde Zeiten, in denen sie sich für das Training aufraffen muss. Bei aktueller Trainings-Unlust genüge es ihr, sich die hohen Ziele in Erinnerung zu rufen: Im August willst du dich in Tokio mit den Weltbesten messen. Kannst du es dir leisten, heute einen Tag auszuruhen? Dies führt dazu, dass Nicola Spirig in der Vorbereitungszeit vor Olympia fast keinen Tag frei nimmt – oder anders gesagt, dass sie alles dafür tut, jeden Tag trainieren zu können.

Nicola Spirig ist nicht nur Spitzensportlerin, sondern auch Mutter dreier Kinder im Alter von acht Monaten, zwei und sechs Jahren sowie Partnerin, Geschäftsfrau und Gründerin einer eigenen Stiftung. Da überrascht die Frage aus dem Plenum, ob ihr manchmal nicht alles zuviel werde, nicht. Nicola Spirig räumt ein, dass es tatsächlich Tage gibt, die schlicht zu kurz seien und auch dass Selbstzweifel ihr nicht unbekannt sind. In diesen zweifelnden Momenten, priorisiert sie, legt den Fokus auf das Machbare und lässt weniger Wichtiges warten. Ihr Geheimnis? «Die Freude für diesen Sport ist bei mir immer noch gross.»

Im Anschluss an das Referat wurde Nicola Spirig umringt von Fans, die viele persönliche Fragen stellten und auf ein Autogramm warteten. Die Spitzensportlerin hat sich an diesem Abend noch einen weiteren Titel verdient: Meisterin in Geduld und Freundlichkeit.

 

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