Im Fokus29. November 2018

HWZ-Studierende bringen Bauern in die Stadt

Im sechsten Semester des Bachelor Business Communications hatten Manuel Nägeli, Giuseppe Audino und Asdin Azarnait den Auftrag, ein Unternehmen zu gewinnen und für dieses ein Crossmedia-Konzept zu entwerfen. Entstanden ist die City Farm für den Schweizer Bauernverband – ein Konzept, das so gut ankam, dass die drei Studenten ihre Präsentation vor den Verantwortlichen des Schweizer Bauernverbandes präsentierten und es nun dort weiter vertieft wird.

Interview mit den HWZ-Studenten von Lea Bischoff

Manuel Nägeli, Giuseppe Audino und Asdin Azarnait, ihr musstet für das Fach «Crossmedia, Digital Tools & Channels» im sechsten Semester eine crossmediales Konzept für ein Unternehmen erarbeiten. Wie seid ihr auf den Schweizer Bauernverband gekommen?

Nägeli: Ich habe auf Twitter geschrieben, dass wir ein Unternehmen suchen, für das wir ein Crossmediales Konzept erstellen dürfen. Darauf meldete sich HWZ Alumni Ramon Lienhard. Er hatte ebenfalls an der HWZ den Bachelor in Kommunikation absolviert und arbeitet nun für den Schweizerischen Bauernverband. Sie waren damals am Neuauftritt der Marke, deshalb passte das ideal.

Ein crossmediales Konzept für den Schweizer Bauernverband ist ein grosser Auftrag, selbst für eine erfahrene Agentur mit vielen Mitarbeitenden. Ihr seid aber nur zu dritt. Wie seid ihr vorgegangen?

Nägeli: Wir agieren schon fast wie eine Agentur. Wir arbeiten oftmals zu dritt, haben ein gutes, strukturiertes Vorgehen und gehen so vor, wie wir das für ein integriertes Kommunikationskonzept gelernt haben. Wir überlegen uns: Was sind die Ziele, wer ist die Zielgruppe, welche Botschaften haben wir. So arbeiten wir Stück für Stück zum Ziel.

Azarnait: Wir sassen zusammen und haben ein Grobkonzept entworfen. Viele der Ideen haben wir zwar verworfen, aber es hat uns in die richtige Richtung gebracht. Wir haben schnell erkannt: Wir haben sehr viele Möglichkeiten, aber müssen uns beschränken und die coolste Idee rauspicken. Ich glaube, die haben wir gefunden.

Das ist City Farm. Wie seid ihr darauf gekommen?

Audino: Wir hatten verschiedenste Ideen und wenn die Kreativität sprudelt, hast du das Gefühl, dass du die Welt erobern kannst. Irgendwann haben wir gemerkt, dass es doch nicht ganz so ist. Also haben wir uns auf unsere Kernidee konzentriert und die war einen Bauernhof nach Zürich bringen. Wir stellen Jack Bauer mit seinem Bauernhof mitten in die Stadt.  

Wer ist Jack Bauer?

Audino: Jack Bauer ist der Protagonist unserer Kampagne. Er ist ein Bauer, wie wir uns ihn für die Kampagne vorstellen: Im Alter der Zielgruppe, um die 30, sympathisch und unterwegs in die Stadt, um sich zu urbanisieren. Er lässt sich den Bart und eine coole Frisur machen, tätowiert sich eine Kuh – er holt sich den urbanen Schliff. So kommen die beiden Welten zusammen.

Ihr durftet das Konzept nicht nur in der HWZ sondern auch beim Schweizer Bauernverband vorstellen. Wie war das und wie haben sie auf Jack Bauer und die City Farm reagiert?

Azarnait: Ich fand es ein extrem lässiges, unverkrampftes Meeting. Im Anschluss an unsere Präsentation haben wir noch über eine Stunde über die einzelnen Massnahmen geredet. Sie fanden den Onlineansatz, den wir gewählt haben, sehr spannend.

Audino: Es war eine Anerkennung, dass wir dahin durften, die Leute kennen lernen und erleben konnten wie so eine Präsentation im Berufsleben, ausserhalb der HWZ, funktioniert. Sie haben uns gratuliert und fanden es gesamtheitlich ein gutes Konzept. Gewisse Massnahmen fanden sie besonders gut, beispielsweise die Idee, den Bauernhof wirklich direkt in die Stadt zu stellen. Es gibt jetzt einen weiteren Prozess und eine andere Arbeitsgruppe wird unser Konzept anschauen. Es besteht durchaus die Möglichkeit, dass irgendetwas umgesetzt wird.

Viel Herzblut, Energie und Zeit liegen in diesem Konzept. Hat es sich gelohnt?

Audino: In der HWZ gab’s eine 5.5, rein zahlenmässig hat es sich also gelohnt. Wir arbeiten oft zusammen und es hat auch uns drei weitergebracht. Dass wir beim Schweizer Bauernverband präsentieren konnten, dass sie uns zugehört haben und unsere Ideen angenommen haben, ist toll. Natürlich ist es Büez, aber es lohnt sich.

Habt ihr Tipps für Studierende, welche diese Arbeit noch vor sich haben?

Nägeli: Seid offen, versucht nicht einfach eure Ideen durchzubringen. In der Gruppe funktioniert man nur, wenn man den anderen zuhört. Erstellt einen kleinen Plan und legt los.

Azarnait: Wir stellen unsere Konzepte auf Google Drive, dann können alle gleichzeitig daran arbeiten. So müsst ihr euch nicht ständig treffen, könnt telefonieren oder skypen und gleichzeitig scheiben.

Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg für den Abschluss.

Lea Bischoff Kommunikation HWZ

Lea Bischoff

Project Manager Corporate Communications

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