Job-Tipps für jedefrau und jedermann

05.09.2017

Am 5. Oktober präsentiert Regula Bührer Fecker, zweifache Werberin des Jahres ihr Buch #Frauenarbeit an der HWZ. Ein praxisnaher Ratgeber für junge Frauen, die beruflich durchstarten wollen. Sie gibt ihre persönlichen Tipps und Tricks preis, «all die kleinen und grossen Geheimnisse, die einem nie jemand erzählt.» Wir haben auch bei unseren Mitarbeitenden nach ihren Tipps und Tricks gefragt.

Am Anfang steht oft die Qual der Wahl. In der multioptionalen Welt, in der wir uns heute bewegen, samt den eigenen Erwartungen und denen unseres Umfelds, ist es schwierig den Überblick zu behalten und Entscheidungen zu treffen. «Eine grössere Auswahl an Optionen, wie man sein Leben gestalten könnte, macht die Gestaltung nicht einfacher. Ich frage mich immer wieder, woran man sich erinnern soll, wenn es mich einmal nicht mehr gibt. Dann fällt es mir jeweils leichter, die Prioritäten zu ordnen», erzählt Matthias Mölleney, Leiter des Centers für Human Resources Management & Leadership. Oft sind es aber nicht nur die eigenen Erwartungen, die einem zu Beginn besonders zu schaffen machen, meint er. «Wenn man als junger Mensch ins Berufsleben eintritt, ist man umgeben von den Erwartungen der anderen und je höher das Gras dieser Erwartungen wächst, desto schwieriger ist, den Überblick zu behalten und den eigenen Weg zu finden. Das Gras der Erwartungen kann man am besten kurz halten, indem man sich nicht davon leiten lässt, was die anderen erwarten, sondern davon, was sie brauchen.»

Über den Tellerrand hinaus

Wenn man auf Stellensuche ist, empfiehlt Rektor Prof. Dr. Peter Petrin beim Berufseinstieg auf Offenheit zu setzen: «Die Schweiz ist ein Land voller KMU-Perlen: Schauen Sie sich bei der Jobsuche auch bei KMU um. Denn auch dort gibt es sehr perspektivenreiche Anstellungsmöglichkeiten.» Oft sei dort die Arbeit besonders abwechslungsreich.

Für Gabriella Signer, Beauftragte für Chancengleichheit an der HWZ, sind Authentizität und Veränderung als Chance zu begreifen das Wichtigste.

Professorin Sybille Sachs, eine der ersten Uniprofessorinnen im Jobsharing Anfang der 1990er Jahre und Mitglied der HWZ-Schulleitung, empfiehlt jungen Berufsfrauen, dass sie sich ihres Werts bewusst sind und ihn auch klar deklarieren. Das sieht auch Dr. Sarah Keller, Leitern des Quality Managements, so. Sie spricht zudem weitere, wichtige Punkte an:

«Meiner Erfahrung nach braucht es – bei Frauen wie bei Männern –  eine Kombination von guter Qualifikation, guter Vernetzung und gutem Selbstmarketing. Weil aber Frauen, wie aus der Forschung hinlänglich bekannt ist, die Tendenz haben, die letzten beiden Komponenten nicht so stark zu gewichten, muss eine junge Berufsfrau darauf ein besonderes Augenmerk legen.» Das Netzwerken hebt auch Sybille Sachs nochmals hervor: «Plant Zeit für berufliche Beziehungen ein, denn gut sein reicht nicht aus. Der schöne Nebeneffekt: Das Vernetzen ist auf vielen Ebenen bereichernd.»

Auf Stärken setzen und sich herausfordern

Die Personalverantwortliche Sandra Kempf regt an, sich kontinuierlich selbst herauszufordern: «Immer wieder die eigene Komfortzone verlassen, um einen weiteren Karriereschritt zu machen», lautet ihr Ratschlag.

«Was Aristoteles schon vor 2500 Jahren wusste: ‹Wo Deine Talente und die Bedürfnisse der Welt sich kreuzen, dort liegt Deine Berufung› ist auch heute noch aktuell», meint Dr. Daniel Schmid, verantwortlich für Career & Talent Services. «Was man gerne macht, macht man gut.», erklärt er.

Tipps von Regula Bührer Fecker

Die Unternehmerin Regula Bührer Fecker war in ihrem Leben oft «die jüngste Frau»: jüngste Werberin des Jahres, jüngste Verwaltungsrätin, jüngste «wichtigste Persönlichkeit der Schweizer Wirtschaft». Sie ist der Generation der Millennials sehr nahe – und sie kennt und versteht ihre Situation und deren Herausforderungen. Mit ihrem persönlichen Ratgeber gibt sie jungen Frauen das Rüstzeug, um im Beruf voll durchstarten zu können. Am 5. Oktober präsentiert sie ihr Buch an der HWZ und verrät auch ihre ganz persönlichen Tipps.

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