Veranstaltung24. Mai 2017

Leadership ist ein Gruppenphänomen

Am 23. Mai 2017 fand an der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich in Kooperation mit TRIAS die Humble Leadership Konferenz mit einer Live-Keynote von Edgar H. Schein, Pionier der Organisationsentwicklung und Begründer des Kulturkonzeptes von Unternehmen, statt. Schein betonte, dass «Humble Leadership» (dt. «Vorurteilslose Führung») für ihn der Wille ist, Führungssysteme neu, anders und besser zu gestalten. Zugleich sagte er, dass Leadership im Zeitalter der Digitalen Transformation gleichsam als Gruppenphänomen zu betrachten sei.

Die Humble Leadership Konferenz, die gemeinsam von TRIAS (Dr. Gerhard Fatzer) und HWZ (Dr. Daniel C. Schmid) organisiert wurde, drehte sich um Organisationsforschung und Leadership. In vier Parallel-Workshops wurden aktuelle Cases von IBM und Straumann bearbeitet und anhand aktueller Forschungsansätze aus Organisations- und Stakeholderperspektive beleuchtet. Die Breakout-Sessions wurden von Guy Kempfert, Straumann, Prof. Dr. Sybille Sachs, HWZ, Dr. Karin Vey, IBM ThinkLab, und Prof. Dr. Antoinette Weibel, Universität St. Gallen, geleitet.

Gruppenphänomene gehören in den Fokus

Edgar H. Schein äusserte sich in seiner Keynote erstmals dahingehend, dass Leadership ein Gruppenphänomen und die Voraussetzung dazu gute Beziehungen zwischen Follower und Leader sei. Im Anbetracht dessen, dass die Arbeit egalitärer werde, werde Führung weniger vorhersehbar und weniger statisch. Die Rolle könne situativ wechseln, dies auch in Abhängigkeit der Fähigkeiten der jeweiligen Personen. Zentral ist für ihn, dass man sich viel mehr mit Gruppendynamiken, interpersonellen Beziehungen und Vertrauen befasse.

Menschliche Fähigkeiten wieder mehr gefragt

Die Konferenz und insbesondere die Podiumsdiskussion mit den Workshop-Leitenden zeigte auf, dass angesichts von Digitalisierung und der Industrie 4.0 dem Verhältnis von Mensch zu Mensch eine neue Bedeutung zukomme. Die menschlichen Fähigkeiten rückten ins Zentrum und müssten zugleich optimiert werden. Kernkompetenzen seien kritisches und selbstreflexives Denken und Empathie. Hinzu kommt die «Artistic Intelligence» von Führungskräften: Diese müssen kreativer werden und mehr ausprobieren. Voraussetzung dazu sei, dass Freiräume geschaffen und sogenannte Querdenker gefördert würden.

 

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