Matthias Rüegg, HWZ

Campus21. Februar 2019

Rektor Prof. Rüegg: «Bildung ist die wohl schönste Branche»

Seit Januar ist Prof. Matthias Rüegg der neue Rektor der HWZ. Wir heissen ihn herzlich willkommen und stellen ihn hier näher vor. Seit Jahren im Dienste der Bildung und als ehemaliges Verwaltungsratsmitglied auch mit der HWZ bereits bestens vertraut, haben wir ihn nach seiner Sicht auf die HWZ, seinen Plänen und über seine Vorstellung von Bildung befragt.

Mit der HWZ verbinde ich …

qualitativ hochstehende berufsbegleitende Hochschulbildung, die dank hervorragend vernetzten Dozierenden am Puls der Zeit ist und Entwicklungen in der Wirtschaft im Unterricht direkt aufnimmt.

Was hat Sie motiviert, Rektor der HWZ zu werden?

Bildung ist die wohl schönste Branche überhaupt. Wir können zur Entfaltung von jungen Menschen beitragen. Dabei begegnen wir im Campus täglich den Studierenden und spüren das spannende Leben am eigenen Körper. Zudem steht die HWZ als Wirtschaftshochschule im ständigen Austausch mit erfolgreichen Unternehmen und weiteren Wirtschaftsvertretern. Das Entwicklungspotenzial, das sich hier trifft, fasziniert und beschwingt mich. Grundsätzlich sehe ich Wandel als Chance aus der Vergangenheit zu lernen und unsere Zukunft zu verbessern.

Was macht die HWZ einzigartig?

Die HWZ war von Beginn weg eine berufsbegleitende Hochschule. Ein berufsbegleitendes Studium ist die Chance auf den Berufserfahrungen der Studierenden aufzubauen. Die Aus- und Weiterbildungen der HWZ sind konsequent auf Studierende ausgerichtet, die im Arbeitsleben stehen, daraus Erfahrungen mitbringen und diese Erfahrungen mit Gelerntem verbinden. Dies ergibt einen enormen Praxisbezug, der es erlaubt, während und nach dem Studium am Arbeitsplatz handlungsorientierte Kompetenzen einzubringen. Die Arbeitgeber schätzen dies und zahlen HWZ-Absolventen und -Absolventinnen höhere Löhne.

So möchte ich die HWZ prägen:

Eine lebendige Bildungsstätte weckt den Ehrgeiz und motiviert zu Leistung. Wenn Absolvierende der HWZ mit Hilfe von fundierten Fach-, Sozial- und Selbstkompetenzen in ihren Unternehmen kreative und stimmige Lösungen zielstrebig umsetzen, werden sie erfolgreich sein. Ich sehe es als Aufgabe der Hochschulen, sich selbst kontrollierende Studierende zu entwickeln, d. h. Persönlichkeiten, die reflektieren, ihre Fähigkeiten erkennen und steuern. Wer für seine Studierenden eine solche Zielsetzung konsequent verfolgt, wird Menschen heranbilden, die keine Angst vor der Zukunft haben.

Hand aufs Herz: Sie haben in Ihrer letzten Stelle als Direktor der Juventus Schulen, welche die vier Schulen Wirtschafts-, Maturitäs-, Medizin- und Technikerschule umfasst, ein riesiges Projekt geleitet und alle Schulen neu unter einem Dach an der Europaallee vereint. Was für ein Leuchtturmprojekt werden Sie hier an der HWZ anpacken?

Die HWZ hat ein tolles Gebäude an einem hervorragenden Standort. Wachsen muss die HWZ in den virtuellen Raum. In der optimalen Kombination zwischen Präsenzunterricht und digitaler Unterstützung liegen die Chancen des berufsbegleitenden Studiums.

Was für Innovationen stossen Sie an der HWZ an?

Eine der grössten Herausforderungen als Hochschule ist, angesichts der sich rasch ändernden technischen Möglichkeiten am Ball zu bleiben.  Mir liegt die Einbettung von elektronischen Leistungsnachweisen in die Lehre sehr am Herzen.

Denn heute bieten moderne Learning Management Systeme (LMS) tolle Unterstützung für die Studierenden. Sie können weit mehr als nur Dokumente, Arbeitsblätter, Foren und Chats  sowie kollaboratives Arbeiten und Multiple Choice Tests ermöglichen. So können beispielsweise E-Books mit Übungen und Lernkontrollen direkt kombiniert werden, damit Studierende sofort wissen, wo sie in Bezug auf ihre Leistungen stehen. Das optimiert Lernfortschritte und überwindet räumliche Distanzen.

Über 500 Dozierende sind im Einsatz für die HWZ. Warum sind Sie in Ihren Augen so wichtig?

Lernen ist ein sozialer Prozess, der Interaktionen zwischen Menschen bedingt. Die Lehrperson ist als Lerncoach von grosser Bedeutung. Sie ist Motivator und enge Bezugsperson in der Lehr- und Lernbeziehung. Ausserdem gibt es ganz verschiedene Lerntypen und die oder der Studierende weiss selber oftmals gar nicht, zu welchem Typ er bzw. sie gehört. Die Lehrpersonen können Studierende beraten, wie sie individuell am besten lernen.

Lernen/Bildung ist für mich:

Etwas zu können und nicht nur zu wissen.
Der Mehrwert einer guten Schule ist, Kompetenzen so zu vermitteln, zu prüfen und zu attestieren, dass diese auch wirklich beherrscht werden.

Die letzte Weiterbildung, die ich absolviert habe:

Letzten Frühling/Sommer habe ich berufsbegleitend eine Weiterbildung über den Einsatz digitaler Medien im Marketing und in der Unternehmenskommunikation absolviert. Die berufsbegleitende Weiterbildung liegt mir ganz besonders am Herzen. Dies nicht zuletzt, weil ich sowohl Maturität als auch mein Studium in Wirtschaftspädagogik auf dem zweiten Bildungsweg erworben habe und weiss, wie stark der Wunsch nach Weiterbildung auch während dem Berufsleben sein kann.

Ich bin zufrieden, wenn …

in guter Zusammenarbeit etwas Wichtiges umgesetzt werden konnte. Im Team Spass am gemeinsamen Gestalten von Neuem zu haben, ist für alle bereichernd.

In meiner Freizeit …

reite ich gerne oder fotografiere Tiere. In der Tierfotografie lerne ich Geduld zu haben für den perfekten Moment, in dem die Situation mit der gewünschten Bildaussage übereinstimmt.

 

 

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