Studienreise Atlanta: Andere Dimensionen

19.04.2017

Ende März waren die Studierenden des Bachelor Betriebsökonomie mit Minor Accounting und Controlling eine Woche in Atlanta. Der Student Tobias Weber hat für uns zwei Highlights aus der vollbepackten Woche rausgepickt und erzählt von dem riesigen Campus der Kennesaw State University und welcher Firmenbesuch ihn am meisten beeindruckte.

Kennesaw State University

Gleich am ersten Tag der Vertiefungswoche wurde uns der Campus der Kennesaw State University vorgestellt. Es sind andere Dimensionen als in der Schweiz: 30‘000 Studierende, vier Parkhäuser mit jeweils vier Stockwerken und ein Sportzentrum mit Tennisplätzen, Schwimmbad, Basketballfeldern und einer Indoorlaufbahn. Am Nachmittag konnten wir einen Vortrag besuchen, welcher für die Deutschen Austauschstudenten an der KSU organisiert wurde. Dabei wurde das politische System der USA erklärt und welche Auswirkungen die Wahl von Donald Trump als US-Präsident hat. Nach einem kurzen Nachtessen auf dem Campus konnte unsere Studiengruppe an einer regulären Vorlesung teilnehmen. Das Thema an diesem Abend waren Whistleblower, welche Machenschaften rund um das Thema Geldwäscherei aufdecken. Dies war für unsere Klasse mit der Vertiefung Accounting und Controlling sehr interessant, da auch erläutert wurde, wie Unregelmässigkeiten erkannt und aufgedeckt werden.

Betriebsbesichtigung bei KIA Motors

Nebst dem Besuch der Kennesaw State University hatte unsere Studiengruppe die Möglichkeit, die Unternehmen Suhner, Sigvaris, Alcon und KIA Motors zu besichtigen.
Dabei war die Führung durch das Werk von KIA besonders eindrücklich, da das Unternehmen einen breiten Einblick hinter die Kulissen gab. KIA zeigte uns auf, wie wichtig es für das Unternehmen ist, in den USA zu produzieren. Vor dem Bau des Werkes in den USA war das Unternehmen nur mässig erfolgreich. Nun ist das Werk voll ausgelastet und alle 47 Sekunden geht ein Auto vom Band. So werden 360‘000 Fahrzeuge pro Jahr produziert. Davon werden lediglich 10% exportiert.
Und auch bei KIA zeigte sich wieder, wie unterschiedlich die Flächenverhältnisse und das Einzugsgebiet der Mitarbeitenden zur Schweiz sind. Weit und breit sind keine Gebäude zu sehen und dann steht da die Fabrik mit 3000 Angestellten.
Bei der Betriebsbesichtigung kriegten wir einen Einblick, wie wichtig die Prozesse für die Fertigung sind. Sämtliche mit dem Hauptprozess verbundenen Tätigkeiten müssen genau aufeinander abgestimmt sein. Die Produktion funktioniert nur so reibungslos, weil bei KIA alles optimal abgestimmt ist. Als Accounting und Controlling Studiengruppe konnten wir lernen, dass nicht immer nur Zahlen von Bedeutung sind, sondern eben auch die Prozesse und die Ausrichtung des Unternehmen entscheidend sein können.