Campus31. März 2020

Zwischen Unterricht und Babybrei

Ein Afrikanisches Sprichwort sagt, es brauche ein ganzes Dorf, um ein Kind aufzuziehen. Doch gerade dieses Dorf bricht, in Zeiten des Coronavirus, komplett weg und der Nachwuchs ist jeden Tag, auch an Unterrichtstagen, zuhause. Wie ist es also, am Onlineunterricht teilzunehmen, wenn daneben ein halbjähriges Kind deine Aufmerksamkeit will? Lea Bischoff hat ihre fünf wichtigsten Learnings zusammengefasst.

Lea Bischoff absolviert zur Zeit den CAS Digital Leadership und arbeitet an der HWZ in der Kommunikation. Sie hat einen halbjährigen Sohn.

Den Dozent/die Dozentin vorher kurz informieren

Das Verständnis ist gross, viele sind in der gleichen Situation, auch die Dozentinnen und Dozenten. In unserer ersten Lektion war es sogar so, dass der Dozent zu Beginn des Unterrichts uns darauf aufmerksam machte, dass seine Kinder kurz herein kommen könnten, um zu schauen, was er gerade macht. Auch die Tochter der Dozentin am Tag 2 kam ab und zu auf Kurzbesuch.

Die Kinder stören nicht

Insgesamt liefen während den zwei Unterrichtstagen sieben Kinder in den Unterricht – keines störte. Die meistens sind schnell wieder abgezottelt oder haben kurz interessiert zugeschaut. Dem Unterricht folgen wollte keines, stören auch nicht.

Winken hilft

Abgemacht war, dass die ganze Studiengruppe den kleinen Besuchern winkt, wenn sie ins Bild kommen. Lustig zu sehen, dass die meisten Kinder aus Überforderung daraufhin sofort wieder verschwunden sind.

Kamera und Mikrofon ausschalten

Bleibt der Nachwuchs länger als ein paar Minuten, lohnt es sich die Kamera und das Mikrofon auszuschalten. Die Mistudierenden müssen nicht zuschauen, wie man mit einer Hand versucht, Brei zu füttern oder auf dem Boden hinter dem Nachwuchs her robbt. So werden die Mitstudierenden nicht abgelenkt, selbst kann man dem Unterricht noch immer folgen.

Trotzdem am Unterricht teilnehmen- man profitiert mehr, als man denkt!

Da ich am Freitag ab 14 Uhr meinen Sohn betreuen musste, überlegte ich mir, mich dann aus dem Unterricht zu verabschieden. Ich hab mich dagegen entschieden und trotzdem teilgenommen. Zwar konnte ich eine Stunde lang nur mit einem Ohr und einem Auge dem Unterricht folgen, während ich mit meinem Sohn spielte, aber er dankte es mir nachher mit einem langen Nachmittagsschlaf. Auch wenn ich ein paar Inhalte verpasst habe, konnte ich viel profitieren.

Lea Bischoff Kommunikation HWZ

Lea Bischoff

Project Manager Corporate Communications

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