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Berufsbegleitend studieren mit 30+

Studium ab 30 an der HWZ: Vereinbarkeit, Finanzen und Zulassung

Lohnt es sich, mit 30 noch zu studieren? Ja, für viele Berufstätige ist das der nächste logische Karriereschritt. Erfahre, wie ein berufsbegleitendes Bachelor-Studium an der HWZ Karriere, Beruf und Privatleben miteinander verbindet und welche Möglichkeiten dir offenstehen.

Wissen · September 4, 2026

Vielleicht kennst du diese Gedanken:

  • «Bin ich nicht schon zu alt für ein Studium?»

  • «Wie soll ich Studium, Job und Privatleben gleichzeitig schaffen?»

  • «Lohnt sich die Investition überhaupt noch?»

Diese Fragen beschäftigen viele Menschen Anfang oder Mitte dreissig. Oft entsteht der Wunsch nach einem Studium genau dann, wenn sich erste berufliche Routinen eingestellt haben und gleichzeitig das Gefühl wächst, auf der Stelle zu treten.

An der HWZ bist du daher genau richtig für ein berufsbegleitendes Bachelor-Studium: Hier triffst du auf andere Erwerbstätige sowie Dozierende aus der Praxis, die ihre Erfahrungen in den Unterricht einbringen. Ausserdem erlauben dir die klar strukturierten Unterrichtsblöcke, dein Studium neben deinem Beruf gut zu planen. Die attraktive Lage direkt am Zürich HB verkürzt dir zudem deine Reisezeit.

Studieren mit 30: Lohnt sich das noch?

Die Antwort lautet klar: Ja. Denn: Mit 30 verfügst du bereits über Berufserfahrung, kennst deine Stärken und weisst meist deutlich besser als mit Anfang zwanzig, wohin du dich entwickeln möchtest. Dadurch triffst du Studienentscheidungen oft bewusster und zielgerichteter.

Ein Bachelor-Studium kann dabei unterschiedliche Ziele erfüllen:

Wenn nicht jetzt, wann dann?

Natürlich kostet ein Bachelor-Studium Zeit, Energie und Durchhaltevermögen. Die entscheidende Frage lautet deshalb oft nicht: «Bin ich zu alt?», sondern vielmehr: «Wo möchte ich in fünf Jahren stehen?»

Die Zeit vergeht ohnehin. Ein berufsbegleitendes Studium ermöglicht es dir, diese Zeit gezielt in deine Zukunft zu investieren.

Vieles sprach dagegen, mit 37 nochmals zu studieren. Am Ende haben meine Neugier und der Wunsch nach neuen Perspektiven gesiegt. Heute kann ich bestätigen, dass es eine der besten und nachhaltigsten Entscheidungen meiner beruflichen Laufbahn war.

Berin Kurt, Studentin Bachelor Business Communications HWZ

Wie hoch ist der Erwerbsausfall während des Studiums?

Eine der grössten Sorgen vieler Studieninteressierter betrifft die finanzielle Situation. Schliesslich bedeutet ein Bachelor-Studium nicht nur Studiengebühren, sondern möglicherweise auch weniger Arbeitspensum und damit ein tieferes Einkommen.

An der HWZ kannst du nur berufsbegleitend studieren, idealerweise mit einem Arbeitspensum zwischen 50 und 80 %. Beträgt dein Jahreslohn bei 100 % Arbeitstätigkeit beispielsweise CHF 85’000 und du entscheidest dich dafür, 80 % während des Studiums zu arbeiten, verzichtest du dabei auf rund CHF 17’000 Einkommen pro Jahr. Würdest du allerdings ein Vollzeitstudium belegen, würde dir das komplette Jahreseinkommen fehlen.

Berufstätig bleiben statt komplett aussteigen

Die meisten Bachelor-Studierenden an der HWZ arbeiten während ihres Studiums in einem Pensum von 60 bis 80 %. Dies ist auch dank Unterrichtsblöcken möglich, die auf feste Studientage bzw. -abende gebündelt sind. So kann das Studium optimal neben dem hohen Arbeitspensum geplant und der finanzielle Einschnitt reduziert werden. Für viele Berufstätige ist das der entscheidende Faktor, um sich überhaupt für ein Studium entscheiden zu können.

Studiengebühren im richtigen Kontext betrachten

Die Studiengebühren an der HWZ liegen etwas höher, da sie eine private Hochschule ist und nicht staatlich subventioniert wird, und belaufen sich auf rund CHF 4’800 pro Semester. Hinzu kommen Ausgaben in der Höhe von ca. CHF 300.- pro Semester für diverse Lehrmittel.

Entscheidend ist jedoch die Gesamtbetrachtung für diese Investition:

  • Geringerer Erwerbsausfall

  • Weiterhin Berufserfahrung sammeln

  • Laufendes Einkommen

  • Bessere Karriereperspektiven nach dem Abschluss

Wer mehrere Jahre vollständig aus dem Berufsleben aussteigt, verzichtet oft auf wesentlich mehr Einkommen als die eigentlichen Studiengebühren ausmachen. Das berufsbegleitende Modell hilft dabei, diese Opportunitätskosten möglichst tief zu halten.

Nebst der Eigenfinanzierung des Studiums, besteht auch die Möglichkeit, die anfallenden Kosten mit einer Beteiligung des Arbeitgebers zu decken oder einen Weiterbildungskredit bei einer Bank bzw. Stipendien beim Kanton zu beantragen. Weitere Informationen hierzu findest du in diesem Artikel.

Ein Studium ist eine Investition in deine Zukunft

Ein Hochschulabschluss kann sich langfristig mehrfach auszahlen. Er eröffnet häufig Zugang zu Positionen mit:

  • Höherer Verantwortung

  • Besseren Entwicklungsmöglichkeiten

  • Attraktiveren Gehältern

  • Grösserer Arbeitsplatzsicherheit

Gleichzeitig investierst du nicht nur in deine Karriere, sondern auch in deine persönliche Entwicklung. Denn neues Wissen, neue Perspektiven und ein erweitertes Netzwerk begleiten dich weit über das Studium hinaus.

Dass ich während des Studiums weiterarbeiten konnte, war für mich ausschlaggebend. So blieb ich finanziell unabhängig und konnte das Gelernte direkt im Berufsalltag anwenden.

Suzi Nacakgedigi, Absolventin Bachelor Betriebsökonomie HWZ

Wie vereinbare ich Studium mit Job und Familie?

Die grösste Herausforderung eines Studiums ab 30 besteht meist nicht im Lernen selbst. Es ist die Organisation des Alltags. Beruf, Familie, Partnerschaft, Freundeskreis und persönliche Erholung konkurrieren um dieselbe begrenzte Zeit. Besonders wenn Kinder oder andere familiäre Verpflichtungen hinzukommen, braucht es eine realistische Planung.

Die gute Nachricht lautet: Ein berufsbegleitendes Studium ist genau auf diese Lebensrealität ausgerichtet.

Wie viel Zeit benötige ich wirklich?

An der HWZ variieren die Präsenz- und Unterrichtszeiten je nach Studiengang. Meist findet der Unterricht an einem ganzen Tag unter der Woche statt und wird mit Abendunterricht – zum Teil online – an einem anderen Wochentag ergänzt. Einzelne Zusatztage, auch für Prüfungen, fallen auf einen Samstag. Hinzu kommt das Selbststudium, das du dir frei einteilen kannst.

Mit dieser klaren Struktur ermöglicht dir das Studium genügend Zeit für deine Berufstätigkeit. Das Mindestpensum liegt bei 50 %, die meisten Studierenden arbeiten zwischen 60 und 80 %. Je nach Studiengang und persönlicher Situation ist auch mehr möglich.

Das Studienzeitmodell beispielhaft am Bachelor Betriebsökonomie HWZ

Die festen Studientage ermöglichen es dir,

  • Arbeitszeiten frühzeitig abzustimmen,

  • Familienorganisation zu planen,

  • Lernzeiten verbindlich einzuplanen.

Berufserfahrung wird zum Vorteil

Viele Studierende stellen überrascht fest, dass ihnen ihre Berufserfahrung beim Lernen hilft. Sie können theoretische Inhalte direkt mit ihrer täglichen Praxis verknüpfen, Fragestellungen aus dem Berufsalltag einbringen und neue Erkenntnisse unmittelbar anwenden. Dadurch entsteht ein deutlicher Mehrwert, sowohl für das Studium als auch für den Arbeitgeber.

Bin ich für ein berufsbegleitendes Studium 30+ zugelassen?

Die Zulassungsbedingungen für ein berufsbegleitendes Bachelor-Studium an der HWZ sind klar geregelt:

  • Für eine direkte Zulassung wird eine Berufslehre mit eidgenössisch anerkannter Berufsmaturität, eine gymnasiale Maturität oder eine Fachmaturität mit mindestens einem Jahr Berufserfahrung in einem verwandten Beruf zur gewählten Studienrichtung vorausgesetzt.

  • Für eine Zulassung ohne Matura gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Voraussetzung ist ein Antrag zur Eignungsabklärung «sur dossier» und eine gewisse Anzahl Jahre Berufspraxis.

Die konkreten Zulassungsbedingungen findest du jeweils auf der Seite des entsprechenden Studiengangs.

Was, wenn ich nicht alle Voraussetzungen erfülle?

Nicht jeder Bildungsweg verläuft geradlinig. Falls du einzelne Voraussetzungen noch nicht erfüllst, bedeutet das nicht automatisch, dass ein Studium ausgeschlossen ist. Je nach Ausgangslage gibt es Möglichkeiten,

  • fehlende Qualifikationen nachzuholen,

  • passende Weiterbildungen zu absolvieren,

  • alternative Studienwege zu wählen oder

  • deine individuelle Situation in einem persönlichen Beratungsgespräch prüfen zu lassen.

Eine Studienberatung hilft dir dabei, den für dich passenden Weg zu finden.

HWZ-Studiengänge für dein berufsbegleitendes Studium

Ganz gleich, ob du den nächsten Karriereschritt planst oder dich beruflich neu orientieren möchtest: Die HWZ bietet ein breites Angebot an berufsbegleitenden Studiengängen.

Durch den hohen Praxisbezug kannst du das Gelernte direkt in deinem Berufsalltag anwenden und gleichzeitig wertvolle Berufserfahrung sammeln. Je nach Studiengang unterscheiden sich Dauer, Zulassungsvoraussetzungen und Studienmodell. Deshalb lohnt es sich, die einzelnen Programme miteinander zu vergleichen und zu prüfen, welches Studium am besten zu deinen beruflichen Zielen passt.

Noch unsicher, ob ein Studium mit 30 das Richtige für dich ist?

Ein Bachelor-Studium mit 30 ist keine spontane Entscheidung. Schliesslich geht es um Zeit, Geld und deine persönliche Zukunft. Genau deshalb ist es völlig normal, Fragen oder Zweifel zu haben. In einem persönlichen Beratungsgespräch kannst du gemeinsam mit den Studienberater:innen der HWZ deine individuelle Situation besprechen. Dabei erhältst du eine realistische Einschätzung zu Studienmodell, Zulassung, Vereinbarkeit und deinen beruflichen Perspektiven. So kannst du eine fundierte Entscheidung treffen, ohne Druck und auf Basis deiner persönlichen Ziele.

Also ich fände es sehr schade, wenn sich Leute nicht für ein Studium entscheiden, weil sie denken, sie seien zu alt. Ich bin jetzt 34 Jahre alt und ich mache das Studium berufsbegleitend, weil ich genau weiss, dass ich meine Erfahrungen verbinden kann mit dem, was ich hier an der HWZ lerne.

Flavio Wirz, Student im Bachelor Betriebsökonomie - Passerelle HWZ

Häufige Fragen zu Studieren mit 30