Veloblitz-Nachhaltigkeitspreis
HWZ verleiht Nachhaltigkeitspreis für Bachelorarbeit zur wirkungsvollen Kommunikation von Nachhaltigkeit
Wie lässt sich langfristige und komplexe Wirkung so kommunizieren, dass sie verständlich, glaubwürdig und relevant wird? Dieser Frage widmet sich Alodie Dupraz in ihrer Bachelorarbeit «From Complexity to Clarity: Communicating Systemic, Long-Term Philanthropic Impact Effectively». Für ihre praxisnahen Erkenntnisse und konkreten Handlungsempfehlungen wurde die HWZ-Absolventin mit dem diesjährigen Veloblitz-Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet.
Medienmitteilungen · October 12, 2026
Nachhaltige Veränderungen brauchen häufig Zeit und sind nicht immer unmittelbar sichtbar. Gerade philanthropische Organisationen stehen deshalb vor der Herausforderung, ihre Wirkung gegenüber Spenderinnen und Spendern verständlich und überzeugend zu vermitteln. Während etwa der Bau einer Schule als konkrete Massnahme leicht greifbar ist, lassen sich langfristige Veränderungen auf Ebene von Bildungssystemen oder staatlichen Institutionen deutlich schwieriger kommunizieren, obwohl sie eine weitreichende Wirkung entfalten können.
Genau hier setzt die Bachelorarbeit von Alodie Dupraz, Absolventin des Bachelor Business Communications an der HWZ, an. Sie untersucht, welche Kommunikationsstrategien philanthropischen Organisationen helfen, langfristige und systemische Veränderungen wirkungsvoll zu vermitteln.
Für ihre Untersuchung führte Dupraz sechs Interviews mit Fachpersonen aus den Bereichen Kommunikation und Philanthropie in der Schweiz. Ihre Analyse zeigt: Es gibt nicht die eine Botschaft, die komplexe Wirkung verständlich macht. Entscheidend ist vielmehr das Zusammenspiel von Zielgruppe, Kommunikationskanal und Botschaft. Besonders wirkungsvoll ist Kommunikation dann, wenn sie diese drei Elemente verbindet:
Einfachheit, damit Inhalte verstanden werden,
Emotion, damit sie berühren,
und Genauigkeit, damit Glaubwürdigkeit und Vertrauen entstehen.
Von der Analyse zum konkreten Kommunikationsmodell
Auf Grundlage ihrer Erkenntnisse entwickelte Alodie Dupraz ein sogenanntes Pull-Modell. Dieses ermöglicht es Spenderinnen und Spendern, selbst zu bestimmen, wie tief sie in ein Thema einsteigen möchten. Den Einstieg bilden leicht zugängliche und emotionale Inhalte. Wer mehr erfahren möchte, erhält schrittweise vertiefende Informationen zu Zusammenhängen, Vorgehen und Wirkung.
Ergänzend entwickelte Dupraz einen One-Pager mit konkreten Kommunikationsprinzipien und Handlungsempfehlungen für Organisationen. Praxisbeispiele veranschaulichen die Erkenntnisse und zeigen, wie sich komplexe und langfristige Wirkung verständlich kommunizieren lässt.
Damit verbindet die Bachelorarbeit wissenschaftliche Analyse mit hoher Praxisrelevanz und macht deutlich: Nachhaltige Wirkung entsteht nicht nur durch die Veränderungen selbst. Entscheidend ist auch, diese nachvollziehbar und glaubwürdig zu vermitteln.
Nachhaltigkeitspreis zum achten Mal vergeben
Bereits zum achten Mal zeichnet die HWZ eine herausragende Bachelorarbeit mit dem Nachhaltigkeitspreis aus. Der diesjährige Preis wurde in Zusammenarbeit mit der Zürcher Genossenschaft Veloblitz vergeben. Der Veloblitz bietet seit 1989 ressourcenschonende Kurier- und Logistikdienstleistungen an, per Velo, Lastenvelo, E-Auto und Zug und setzt sich damit für eine nachhaltige Stadtlogistik ein.
Die Jury würdigt mit der Auszeichnung insbesondere die wissenschaftliche Vorgehensweise, den Neuigkeitsgehalt und die praktische Relevanz der Bachelorarbeit. Alodie Dupraz verbindet diese Aspekte auf überzeugende Weise und entwickelt mit ihrem Pull-Modell und dem One-Pager konkrete Instrumente für eine wirkungsvolle Nachhaltigkeitskommunikation.
Der Veloblitz-Nachhaltigkeitspreis wurde Anfang Oktober im Rahmen der Bachelor-Diplomfeier der HWZ in der Fraumünsterkirche in Zürich von Tobias Schär, Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter Vertrieb Veloblitz, übergeben.
Die Genossenschaft Veloblitz
Die Genossenschaft Veloblitz prägt seit über 30 Jahren das Stadtbild Zürichs. Das Unternehmen hat sich fortlaufend dem Marktumfeld und der Stadtentwicklung angepasst und beschäftigt heute über 150 Menschen beziehungsweise 45 Vollzeitstellen.
